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14 Hybridität

Kreuzung in Wildpflanzen viel seltener, als man es denkt, denn sie setzt eine große Annäherung Gattungsgleicher und die gleichzeitige Entwicklung von Befruchtungsorganen voraus, besondere und seltene Umstände, die zwei ausgezeichnete Beobachter, Herr Guillemin und Herr Dumas, dargelegt haben. Mehrere Hybridpflanzen sind definitiv nicht fruchtbar, zum Beispiel Ranunculus lacerus und Centaurea hybrida, andere zweifelhaft. Anmerkung des Autors (am linken Rand) Mémoires de la Société d’histoire naturelle Band I Seite 90. Es scheint, dass die Arten sich eher durch den langen Einfluss der Temperatur, des Bodens, oft wiederholte und konstant gewordene Verbindungen und Abstoßungen bilden.

Himalaya

Eine Campanula mit reifen Samen, gesammelt von Captain Gerard im Himalaya (32° nördlicher Breite) auf  Foot: Fuß (Großbritannien), 16.800 Foot entsprechen 5,12 km16800 englischen Fuß Höhe, wo das Thermometer im Oktober am Mittag  Fahrenheit: Temperaturmaß, 27 Fahrenheit entsprechen -2,78 °C27° Fahrenheit zeigte, Sträucher noch höher. Colebrooke Transactions of the Geological Society Zweite Reihe Band I Teil I Seite 131 .

15

Auf Major Longs Expedition hat man auf den Graslandebenen zwischen dem Platte River und dem Kansas River hunderte Morgen vollständig mit Vitis bedeckt gefunden, die man für dieselbe wie diejenige Europas mit den schönsten Merkmalen hielt. Den Sand befestigend, bilden diese unter der Erde verborgenen Ranken Dünenhügel.

Sauvagesia

überall (Saint-Hilaire und Brown) Scoparia dulcis auch Neu Holland.  Vgl. Brown 1818, 64: I was at one time inclined to believe, that Sphenoclea might be considered as an attendant on Rice, which it very generally accompanies, and with which I supposed it to have been originally imported from India into the various countries where it is found. This hypothesis may still account for its existence in the rice fields of Egypt; but as it now appears have to been observed in countries where there is no reason to believe that rice has ever been cultivated, the conjecture must be abandoned.

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Sphenoclea hatte fest Brown geglaubt, sei mit Reis gekommen, glaubt jezt nicht mehr.
 Lat.: Ein gewisser Mann, Jemand.

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Quidam
(Gay?) der 600 Pflanzen Senegal besizt will 30 amerikanische haben, leguminöse, baum und Gras Ponceletia Tristan D’Acuña und Europa Brown zweifelt ob dieselbe Art das grass, leugnet nicht leguminose Bäume … War es Gay?

Geographie Thiere

allen Welttheilen (Norwegen, Kap. Cayenne … ) gemeinschaftlich Otus brachyotus, Strix flammea und Pandion Haliaetos.  vielmehr Coenraad Jacob Temminck .

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F. Temmink
in Friedrich Boie Tagebuch einer Reise durch Norwegen Seite 153. Tringa alpina Norwegen und Kuhl fanden ihn bei Cape Town of Good Hope loco citato Seite 259.

Aufgeklebte Notiz des Autors (am unteren Rand)

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Pflanzen im Schnee der Alpen, roter Schnee. Urédo. Annalen Dezember 1824 Seite 392

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Botanica Geognosie Java  Zu den folgenden Angaben über die Geologie der Insel Java von Caspar Georg Carl Reinwardt vgl. auch ein undatiertes Mansuskript Reinwardts zum selben Gegenstand in Humboldts: Nachlass: SBB-PK, Handschriftenabteilung, Nachlass Alexander von Humboldt, gr. Kasten 5, Nr. 54, Bl. 1r–4v: http://resolver.staatsbibliothek-berlin.de/SBB00019E3C00000000.

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(Doktor Reinwardt 1824)

Die ganze Insel Basalt und Trachyte. Höchste Berge gemessen  Toise: Längemaß (Frankreich), Humboldt verwendet auch die griechische Bezeichnung 'hexapus' (6 Fuß), 1.600 Toise entsprechen 3,12 km1600 Toisen. Es gibt darunter welche, wo es Frost gibt (kein Schnee), man schätzt sie auf  Toise: Längemaß (Frankreich), Humboldt verwendet auch die griechische Bezeichnung 'hexapus' (6 Fuß), 1.800 Toise entsprechen 3,51 km1800 Toisen. Keine Urgesteine, sondern Gerölle aus Quarz, Bergkristall, Karneole! (Es gibt Granitgestein in Borneo und Sumatra, obwohl Zinn von Sumatra in Schwemmboden) Östlich von Java, auf den kleinen Molukken alles Basalte, umgeben von Madreporenkalk, der sich noch immer bildet, und „die bis in unsere Tage langsam angehoben werden. Herr Reinwardt versichert, dass in Banda sowohl im benachbarten Meer als auch in den Ebenen des Inneren Beispiele für diese langsamen Anhebungen ohne Explosionen, die erst später auftreten, oft Anhebungen auf den Gängen.“ Hohe Berge von Java nichts als Vaccinium, Rhododendron, Eichen, Pinus dammara und Pinus lanceolata und viele andere europäische Formen.

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Mittelmeerbecken

Schöne Beobachtungen über die Floren dieses Beckens Viviani Florae Libycae Specimen 1824 Seite X dass Europa die afrikanischen Pflanzen auf 3 Wegen erhält I Libyen in Graeciam, Siciliam und Italiam meridionalem II ex Africa boreali per Sardiniam und Corsicam III ab Africae borealis oris occiduis in Hispaniam, Provinciam et Liguriam. Heisst philosophisch wohl nur, dass so die gegenüberstehenden Pflanzen sich ähnlich sehen. Ligurien hat afrikanische Pflanzen aus südlichem Italien, die nicht westlicher gehen als Iris Sisyrinchium, Cerinthe aspera, Prasium majus und africanische Pflanzen aus Spanien, die nicht weiter ins südliche Italien gehen als Cneorum tricoccum, Aphyllantes monspelliensis, Bupleurum fruticosum (Seite XI) africanische Pflanzen aus Sardinien und Korsika, die man weder in Spanien noch südlichem Italien findet als Iris juncea, Ranunculus flabellatus, Carthamus creticus. Corsica hat eigene Pflanzen, die an europäischen Küsten fehlen: als Arum pictum, Clematis semitriloba, Helleborus lividus, Arnica corsica, Rosa corsica Viviani, Thymus corsicus Seite XI.

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 Textverlust [...] [von] unserem Autor, der bereits einige Tatsachen zu denjenigen hinzugefügt hatte, die bereits Olafsen und Pavelsen beobachtet hatten; er zitiert weiterhin eine kurze Schrift von unserem gelehrten Freund Herrn Doktor Garlieb, und er hätte davon eine weitere von Graf Vargas de Bédémar zitieren sollen Bei Blatt 9r–11v handelt es sich um einen Ausschnitt aus der von Conrad Malte-Brun verfassten Rezension des Werkes Geographische Beschreibung von Island von Theodor Gliemann, die 1825 in den Nouvelles Annales des Voyages erschien (Gliemann 1824, Malte-Brun 1825).

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Man findet in kleiner Zahl neue Beobachtungen in den Reisen von Mackenzie und Hooker. Aber es fehlt diesen verstreuten Kenntnissen der Blick des Geistes und der Wissenschaft; es fehlt darin die Gesamtheit, die ihnen durch das Ordnen der Tatsachen einen echten Wert verleiht und, durch die Verknüpfung der Ergebnisse, daraus entscheidende Schlussfolgerungen ableiten lässt. Dass wir nicht den Herrn Baron Leopold von Buch dieses einzigartige Land durchwandern sehen können, wo alles ihn zu rufen scheint, alles, sage ich, – die unterirdischen Feuer, und die siedenden Fontänen, und die Trümmer einer Urwelt, und die Liebe einer Nation, die ihn als Bruder empfangen würde.
Im gegenwärtigen Zustand der isländischen Geologie scheint es, dass die Masse der Berge Islands aus Trapp besteht, sowohl Übergangs- als auch Urformation, und dass der Glimmer, der Quarz, der Sandstein, alter Formation, dort reichlich vorhanden sind, während der Kalkstein dort außerordentlich selten ist. Man weiß nicht, ob der eigentliche Granit dort existiert; man kennt die Beziehungen und die Mächtigkeit der Porphyrlager, die dort entdeckt wurden, nicht.Anmerkung von Humboldt (am rechten Rand) Geographie der Pflanzen. Braunkohlen Island Gliemann geographische Beschreibung von Island 1824 Aber es gibt einige besondere Züge der Geologie von Island, die gut geklärt sind. Wir werden hier nicht über die Zeolithe der Nordküste sprechen, die prächtigsten, die man sehen kann, noch über die Basalte, deren außergewöhnliche Form und Lage für sich allein genommen einer geologischen Reise wert wären; wir werden uns nur bei der Island eigentümlichen Kohlenart aufhalten und die man dort Surtur-Brand oder Svarta-Torf nennt  Von diesen beiden Namen bedeutet der eine, Svarta-Torf, einfach schwarzer Torf und erinnert an den Klyn genannten Torf in Jütland;Faksimile 9v
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| 9v der andere geht in frühe Vorzeit zurück. Surtur ist der Pluto der skandinavischen Mythologie und Surtur-Brand bedeutet Plutos Brand. So findet sich bei diesem Volk die Idee des zentralen Feuers der Erde lange bevor Herr Hutton das Plutonische System der Geologie erfunden hat.
(I)
. Diese Substanz, die man zunächst zu einer Faksimile 9v
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| 9v völlig neuen Art gemacht hat, scheint sich mit der Masse ähnlicher Substanzen zu vermischen, die man nach dem derzeitigen Stand der Wissenschaft nur mit dem Namen Steinkohle bezeichnen kann. Die Isländer selbst beginnen, sie stein-kol zu nennen, und sie hat sich von dieser Gattung nur aufgrund der sehr großen Anzahl an Varietäten, die sie bietet, zu unterscheiden geschienen. Manchmal nähert sie sich dem Glanz und der Härte der harzigen Steinkohle, manchmal ähnelt sie der Faserkohle. In letzterem Zustand untersuchte Herr Garlieb den Surtur-Brand; und da er dort geglaubt hat, Island fremde Hölzer wie Populus-Tremula und Takamahaka zu erkennen, hat er behauptet, dass der Surtur-Brand seinen Ursprung alten Schwemmholzmassen verdankt; aber andere Schichten dieser Substanz bieten eine vollständigere Verkohlung und eine Lage, die der von Steinkohle vollkommen gleich ist. Im Berg Lœck sieht man vier horizontale Schichten von Surtur-Brand, 2 bis 4 Fuß dick; die unterste Schicht enthält die karbonisiertesten, kompaktesten Stoffe. Die Schichten von grauem Ardoise-Schiefer, die die zweite und dritte Schicht des Surtur-Brand trennen, enthalten Abdrücke von Birken-, Ebereschen- und Weidenblättern sowie handgroße Blätter, die denen der Eiche ähnlich sind. Im Berg Sandvigs-Brand sind die Schichten des Surtur-Brand genau durch die gleichen Schieferlager getrennt, die auf den Feröer die Steinkohlen trennen. Der Surtur-Brand scheint sich am Häufigsten auf einer Höhe von 5 bis 600 zu zeigen, wie in Stega-Hlid , in Grœnna-Hlid und an vielen anderen Orten, die der Autor dieser Beschreibung angegeben hat. Die ganze Insel ist davon übersät. Textverlust [...] Faksimile 10r
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| 10r Textverlust [...] [Sie] würden den Kulturpflanzen einen Schutz vor den grimmigen Winden bieten. Man hat behauptet, dass die Bergkette, durch die die Insel geteilt ist, einst von Wäldern bedeckt war; dies ist eine der Wahrheit widersprechende Behauptung. Die Grenze des ewigen Schnees beginnt allgemein in Island auf 26 oder 2700 Fuß über dem Meeresspiegel; in dieser Höhe hört auch die Vegetation auf, und Bäume zu finden, kann man in dieser Höhe nicht erwarten. Welche Ursache hätte aber diese Grenze seit dem Jahr 800 beträchtlich verändern sollen, dass die skandinavischen Seefahrer, als sie diese Insel entdeckten, ihr den Namen Land des Eises (Is-land ) oder des Schnees (snœ-land) gaben und sie als unangenehmere Bleibe als Norwegen bezeichneten? Keine Spur zeigt die frühere Existenz von Bäumen auf den hohen Bergen Islands an, und diejenigen, die den Surtur-Brand als Überreste früherer Wälder anführen, missachten die Grundbegriffe der physischen Geographie; sie übertragen die Erscheinungen aus Zeitaltern vor der Existenz des Menschen auf die gegenwärtige Welt.
Allerdings hat es in Island einen Rückgang der Wälder gegeben, ein Rückgang, der auf den außergewöhnlichen Verbrauch einer Bevölkerung zurückzuführen ist, die es gewohnt ist, ganze Baumstämme zu verbrennen und wenig sorgsam ist, sie wieder zu pflanzen. Wir haben auf der Karte und in der Beschreibung Herrn Gliemanns nach Orten gesucht, deren Name auf die frühere Existenz von Wäldern hinweist, die aufgrund dieser Missbräuche verschwunden sind, und wir haben gelernt, dass das alte Island auf einigen Hügeln von höchstens 1000 Fuß Höhe einige Gruppen von Birken, Ebereschen und vielleicht Espen wachsen sah, Gruppen, die ausgedehnter und tiefer waren als die heutigen. Diese Orte sind 1° Fagraskogar-Fiell , das heißt die Felsen in den schönen Wäldern, östlich des Golfs von Faxa; 2° Blâskoga-Heide, das heißt die Heide Anmerkung von Humboldt (am unteren Rand) Geographie der Pflanzen.Island Wälder? Gliemann Geographische Beschreibung von Island 1824  TOME XXV. Faksimile 10v
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| 10vder blauen Wälder, nördlich des Myvatn-Sees; 3° Eskifiordr , das heißt die Bucht der Eschen, an der Ostküste; vielleicht versehentlich hat man Esk (fraxinus excelsior ) statt Esp (populus tremula ) gesagt; 4° Starriskogar , das heißt starre, hohe Wälder, oder Arskogar , das heißt Brennholzwälder, am Golf vonEyafiord ; 5° die Orte genannt Holt, wie zum Beispiel Mickla-Holt und andere; aber dieses Wort ist etwas vage und kann für Sträucher und Schwemmholz gelten. Dies sind die wenigen Orte, an denen isländische Namen auf frühere Wälder hinweisen. Man erwähnt noch den Wald von Thingwalla, der 1587 durch einen Vulkanausbruch zerstört worden ist. In unserer Zeit ist das Gehölz von Fnioske von den Köhlern verwüstet worden. Auf diese wenigen Tatsachen muss man die angebliche Pracht der früheren Wälder Islands, die so oft von den Geologen erwähnt wird, wenn sie Gelehrsamkeit zur Schau stellen wollen, beschränken.
Zu den Argumenten, die uns die Topographie von Herrn Gliemann liefert (und die dieser schätzenswerte Autor nicht erkannt hat), können wir historische Zeugnisse hinzufügen. Die früheren Isländer holten, wie auch die der heutigen Zeit, in Skandinavien Holz, um das Innere ihrer Wohnungen zu bauen Niala-Saga(I)  Kapitel 2, Kapitel 32, Kapitel 170. Ich weiß wohl, dass in der selben Saga von Holzeinschlag (skogar-hœgg) und in die Wälder verbannten Menschen (skogar-madr) die Rede ist; aber diese Begriffe bedeuten nicht unbedingt, dass es auf der Insel beträchtliche Wälder gegeben hat.(I). Wenn die Wälder einst einen großen Teil der Insel bedeckt hätten, warum würde sie nicht Orte aufweisen, die nach den Bierk (Birken) und den Rogn (Sorbus aucuparia ) oder nach anderen Bäumen benannt sind, die dort reichlich vorhanden gewesen wären? Herr Gliemann berichtet, aber mit begründeten Zweifeln, über zwei Aspekte, die auf das Gegenteil hinzudeuten Faksimile 11r
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| 11rscheinen. Eine vage Tradition hat sich in Urdir , im nördlichen Gebiet erhalten, dass dort einst einige Eichen wuchsen und dass die Lage für das Schützen großer Bäume günstig ist, aber die Isländer geben jedem hohen Baum den Namen eyk, Eiche Eyk bedeutete auch, bei den alten Skandinaviern, ein Baum im Allgemeinen. Eine andere, aber vollkommen vage Tradition benennt einen Ort als mit Kiefern und Tannen bepflanzt gewesen; aber das ist vielleicht die Erinnerung an einen Versuch einiger Isländer, diese großen Nadelbäume einzuführen, die der Insel der Natur nach fremd zu sein scheinen. Diesen Versuch hat man gerade mit einigem Erfolg wiederholt; aber der isländische Boden vereint selten die Eigenschaften, die in Norwegen den schönen Wuchs dieser Bäume sichern. Man täte vielleicht besser daran, zu versuchen, Bäume aus Kanada anzusiedeln, die an schlechten Boden und extreme Temperaturschwankungen gewöhnt sind.
Heute bilden Weißbirken einzeln oder in kleinen Gruppen, sich bis auf 10 Fuß erhebend, sehr häufige Zwergbirken, Ebereschen von 12 bis 16 Fuß, Weiden mit 18 Arten einige 8 Fuß hoch, Wacholder und alle Arten von Sträuchern das Unterholz, das Abwechslung in die einzeln stehenden Hügel und verlassenen Ufer dieser Polarinsel bringt. Das Tal des Flusses Lagafliot und das Becken von Dale-Syssel um den Golf von Hvam herum sind die Gebiete im Binnenland, wo die Birke am Besten gedeiht; sie erreicht dort manchmal 20 Fuß. Man zeigte einst in Mula , in der Rangarvella , eine 67 Jahre alte Birke von 20 Fuß. Die Ebereschen gedeihen an der Westküste bis zum Vatn-Fjord , bei 66 Grad 20 Minuten. Es scheint, diesen verschiedenen Daten zufolge, dass die Geographie der Gewächse Islands, zwischen dem 63. und 66. BreitengradFaksimile 11v
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| 11v gelegen, mehr oder weniger derjenigen der Finmark oder des norwegischen Lapplands zwischen dem 67. und 72. Breitengrad entspricht.  In einem dritten Auszug aus Herrn Schouws Botanischer Geographie werden wir in Kürze einige interessante Einblicke in the Verhältnisse der Vegetation Europas geben.(I)
Das Tierreich der Insel ist für die politische Ökonomie viel wichtiger. Die auf der Insel fehlenden Rentiere sind dorthin eingeführt worden und beginnen, das gesamte Innere zu besiedeln. Man zählte 1822 bis zu 340.752 Schafe, 21.803 Ochsen und Kühe und 28.443 Pferde, darunter 8.238 wilde oder ungezähmte. Die Zahl der Pferde wird von den Ökonomen des Landes als dreimal so hoch eingeschätzt, wie sie im Interesse des Landes sein sollte; sie haben vielleicht Recht, und dennoch sehe ich, als Skandinavier, gern, dass die Isländer durch diese Vorliebe für die Pferde ihre Herkunft beweisen. Die Zunahme der Wolltiere ist im Gegenteil für das Land von äußerster Nützlichkeit, denn es ist die Ausfuhr von Strümpfen, von Handschuhen und Wolljacken, der diesem armen und traurigen Island einen ständigen Vorteil in der Handelsbilanz verschafft; leider geht Herr Gliemann nicht auf diese Einzelheiten ein, die er für der Geographie fremd hält. Das Wachstum von Wolltieren ist sehr schnell; die Zahl dieser Tiere war 1784, nach dem Erdbeben, bei 42.000 Stück; 1804, 218.918, davon 102.305 Mutterschafe; 1822, 340.752, davon 154.993. Die Schweine sind in ihrer Menge äußerst gering; fast nur die dänischen Händler haben sie, und man behauptet, dass sie nicht gedeihen können. Diese Behauptung scheint uns wenig begründet zu sein. Die alten historischen Dokumente  Textverlust [...]

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Nahrungsersatz!

Ein Artocarpus nova Species wild bei Rio Janeiro hat walzenförmige  Fuß: Längenmaß (Preußen), 2 Fuß entsprechen 0,63 m2–4 Fuß: Längenmaß (Preußen), 4 Fuß entsprechen 1,26 m Fuß lange  Fuß: Längenmaß (Preußen), 0,5 Fuß entsprechen 0,16 m½–2 Fuß: Längenmaß (Preußen), 2 Fuß entsprechen 0,63 m Fuß dikke Früchte, von  Zentner: Gewichtsmaß, 0,5 Zentner entsprechen 25,00 kg½–2  Zentner: Gewichtsmaß, 2 Zentner entsprechen 100,00 kgCentnern Gewicht. Ein Baum of 50-60 Früchte sehr eßbar. Beyrich in Verhandlungen des Berliner Garten Vereins 1824 Seite 286.

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Zitierhinweis

Humboldt, Alexander von: Matériaux pour la nouvelle édition de la Géographie des plantes – deutsche Übersetzung, hg. v. Ulrich Päßler unter Mitarbeit von Ingo Schwarz. In: edition humboldt digital, hg. v. Ottmar Ette. Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Berlin. Version 7 vom 07.09.2021. URL: https://edition-humboldt.de/v7/H0018390/5v


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