Editorischer Kommentar

Das von Carl Sigismund Kunth mit der Sigle Q versehene Blatt enthält Notizen zur geographischen Verbreitung der Art Pinus occidentalis auf den Karibikinseln Hispaniola, Guadeloupe und Puerto Rico mit Ergänzungen Humboldts. In Kunths Ideensammlung zur Neuausgabe der Geographie der Pflanzen wird auf das Manuskript unter „No. 21. Pinus occidentalis. (Q)“ verwiesen. Darüber hinaus enthält das Blatt statistische Bemerkungen Humboldts zur Menge der in europäischen Botanischen Gärten bekannten Phanerogamen (vgl. Sigle H). Der Verweis auf eine Auskunft Heinrich Wilhelm Schotts legt eine Datierung des Blattes auf das Jahr 1821 nahe. In diesem Jahr hielt sich Schott nach Beendigung seiner Brasilienreise in Paris auf (vgl. Humboldts Schreiben an den österreichischen Gesandten in Paris Karl von Vincent, in dem er um die Verlängerung des Aufenthaltes Schotts bittet: Paris 2. November 1821, Österreichisches Staatsarchiv, Haus- Hof- und Staatsarchiv: Frankreich, Varia, Kasten 79). Im selben Jahr befand sich auch Wilhelm Ludwig von Eschwege, ebenfalls aus Brasilien kommend, in Paris. Angaben Eschweges zur Höhengrenze des Zuckeranbaus und zur Vegetation Brasiliens klebte Humboldt auf den unteren Rand des Blattes.

| 5rQ

Pinus occidentalis Anmerkung von Humboldt (am linken Rand)immer mit
Juglans
baccata
in mäßigen
Höhen[.]
à la basse terre
de la Guadeloupe, au  über der Zeile pied du  unter der Zeileà mi[-]côte du volcan
de la Souffrière
[.]

à Portorico dans le centre de
l’île[.]

à S.[-]Domingue[.]

à l’  innerhalb der Zeileau limónà l’Oueste [sic]
du Cap Samala,  über der ZeileSamaná et  am linken Rand⎡tout à
fait
dans la
plaine
dans le pays
chaud
, le long
de la rivière Juna.


 wohl Heinrich Wilhelm Schott.
 [Schließen]
M Schott
croit qu’aucun Jardin botanique
n’a plus de 7 à 8000 espèces.

celui de Berlin à 13–14000 espèces[.]

Lofling recueillit (et seulement
en 20 moisAnmerkung des Autors (am linken Rand)[(]n’ayant pas
vu come [sic] il
dit beaucoup
de lieux circon
voisins)
dans les environs de
Madrid[,] sans cryptogames[,]
1300 espèces. (Loefl Reise p 381[.])

(also wohl auch nahe an
1800–2000 espèces phanérogames[.)]

Aufgeklebte Notiz von Humboldt (am unteren Rand) | 4rEschwegebananen[,] Zukker  über der Zeilenoch  Foot: Fuß (Großbritannien), 5.000 Foot entsprechen 1,52 km5000 Fuß engl.
östl. v. Villarica[.]
friert mehr in  Foot: Fuß (Großbritannien), 3.000 Foot entsprechen 914,40 m3000 F  unter der Zeile[(]plateaux[)] als höher herauf[,]  über der Zeilein engen Thälern[.]Strahlung[.]fougères arbor  Foot: Fuß (Großbritannien), 20 Foot entsprechen 6,10 m20 F. noch auf Itacolumi
in  Toise: Längemaß (Frankreich), Humboldt verwendet auch die griechische Bezeichnung 'hexapus' (6 Fuß), 900 Toise entsprechen 1,75 km900 t[,] Sello[.]
pas chê
nes, pas
Pinus
au Brésil[.]
| 4v leer (1 Seite) [...]
| 5v leer (1 Seite) [...]

Zitierhinweis

Humboldt, Alexander von; Kunth, Carl Sigismund: Q — Pinus occidentalis, hg. v. Ulrich Päßler unter Mitarbeit von Ingo Schwarz. In: edition humboldt digital, hg. v. Ottmar Ette. Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Berlin. Version 5 vom 11.09.2019. URL: https://edition-humboldt.de/v5/H0013749


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