Anmerkung im Manuskript

ediarum.BASIS

Anmerkungen des Autors oder eines zeitgenössischen Bearbeiters werden nicht nach ihrer Platzierung auf dem Manuskript eingefügt, sondern an der Textstelle, auf die sich die Anmerkung tatsächlich (oder vom Editor begründet angenommen) bezieht. Ist ein Einweisungszeichen angegeben (Stern, Ziffer etc.) wird ein generalisiertes Einweisungszeichen (d. i. das leere Element <metamark/>) gesetzt, um kenntlich zu machen, dass die Einweisung in den Text nicht durch die HerausgeberInnen, sondern durch den Autor erfolgte.

Anmerkungen sind von Ergänzungen zu unterscheiden: Ergänzungen erweitern den fortlaufenden Haupttext und gliedern sich syntaktisch in diesen ein. Anmerkungen sind – ähnlich wie Fußnoten im Druck – in sich abgeschlossene Texteinheiten.

edition humboldt digital

Häufig finden sich Ergänzungen und Anmerkungen bei Humboldt am äußeren oder unteren Rand der Manuskriptseite. Anmerkungen werden von den BearbeiterInnen dort gesetzt, wo sie im Text (offensichtlich oder editorisch vertretbar) hingehören. Wenn sich dieser Punkt nicht eindeutig bestimmen lässt, werden sie zwischen zwei thematisch möglichst nahe liegenden Sätzen eingefügt.

Alexander von Humboldt: Tagebücher der Amerikanischen Reise I, Bl. 17r (Die rote Markierung zeigt Ergänzungen, die blaue Markierung Anmerkungen.)

Seitenwechsel und Zeilenumbrüche innerhalb einer Anmerkung werden erfasst, andere mögliche Textphänomene wie Streichungen, Korrekturen etc. ebenfalls. Auch Einweisungszeichen, falls vorhanden, werden erfasst und in der Webansicht stets mit demselben Symbol einheitlich dargestellt.

Alexander von Humboldt: Tagebücher der Amerikanischen Reise I, Bl. 18v/19r – Fortgesetzte Anmerkung; Beginn auf Bl. 18v, Abschluss Bl. 19r



(Das folgende Kodierbeispiel berücksichtigt der Übersichtlichkeit halber nicht alle Textphänomene.)

<note place="left" hand="#author">
  <metamark/>u. wenn auch nicht im̅er oxygenreicher, so
    <lb/>enthält sie doch eine
    <lb/>größere Menge freie<g ref="#typoHyphen"/>
    <lb break="no"/>ren Sauerstofs, ein
    <lb/>Theil ist zersezba<g ref="#typoHyphen"/>
    <lb break="no"/>rer, der Theil wel<g ref="#typoHyphen"/>
    <lb break="no"/>cher <del rendition="#s">z</del> bald zu
    <lb/>Wasser zusamen<g ref="#typoHyphen"/>
    <lb break="no"/>gerinnt, bald
    <lb/>daraus frei wird. Luft<g ref="#typoHyphen"/>
    <lb break="no"/>reinheit besteht in physical. Hinsicht nicht
    <pb n="19r" facs="http://resolver.staatsbibliothek-berlin.de/SBB0001527100000043"/>
    <lb/>bloß in der abso<g ref="#typoHyphen"/>
    <lb break="no"/>luten Menge des Sau<g ref="#typoHyphen"/>
    <lb break="no"/>erstofs sondern in der
    <lb/>Leichtigkeit mit der er
    <lb/>abzuscheiden ist. S. mn. Grubenwetter.
    <lb/>leider nicht wahr 1806!
  </note>
Alexander von Humboldt: Tagebücher der Amerikanischen Reise I, Bl. 18v/19r – Webansicht

Kodierung

Anmerkungen im Manuskript werden in einem <note>-Element kodiert:

An die kleine Frau, die Dir gewiß gefallen wird, gebe ich Dir noch
    eigene Briefe mit.<note place="left" hand="#author">Ich konnte sie nicht mehr mit der
    Post schicken.</note> Niemeyer hat sich in der ganzen Sache sehr gut

Der Verfasser der Anmerkung wird im Attribut @hand notiert. Hier sind folgende Werte möglich:

Wert Definition
#author Autor des Dokuments
#addressee Empfänger, falls es sich um einen Brief handelt
#unknown Unbekannter Verfasser
H000000 Editionsinterne ID aus dem Personenregister

Der Ort der Anmerkung wird im Attribut @place angegeben:

Wert Definition
left linker Rand
right rechter Rand
mTop oberer Rand
mBottom unterer Rand
inline innerhalb der Zeile

Sofern in der Vorlage ein Einweisungszeichen des Autors vorhanden ist, wird dieses durch das leere Element <metamark/> kodiert. Die Erscheinungsform des Einweisungszeichen (Stern, Nummer etc.) wird dabei nicht erfasst.

Anzeige

Anmerkungen werden in der Textansicht aufklappbar im Haupttext dargestellt.