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II et VI.

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[...]

| 1r

 Voyage de Paris en Italie avec Gay Lussac 1805 

       

Kothvulkane von Turbaco, ob damals Wasserstofgas pagina 85 jezt gewiss.

| 1v

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[...]

| 2v

Bonpland. Rue des postes numéro 5. près l’Estrapade. ich habe ihm Zeit gelassen für alle Pflanzen bis 1. October

à Zurich 17 Octobre poste restante 22. Octobre Cotta

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geschrieben auf der Reise mit Gay Lussac von Paris über Turin nach Neapel und durch Schweiz nach Berlin 1805

AlHumboldt

| 3v

[...]

| 4r5

Note by the author (inserted at the left margin) D. Greaves fand in Brust einer Mumie einen Scarabeus von wahrem Magnet, Falroni degli ant. Habitat. d’Italia, 1803. p 16.2. Magnetische Inclination observé sur mer par retournement et renversement Latitude 16°20′ australe et 31°30′ Longitude occidental de Greenwich par Mr Horner (de l’Expédition de Krusenstern) 1803. Inclination 31°30′ au Sud Zach Correspondenz 1804. page 215

3. Horner si Sirius 100 Canopus 90 moi 98. Acharna(?)r = Fomahault. Les Chronomètres d’Arnold (4 Chronomètres) au Cap Verd déjà faux de 1° de long dans l’Expédition Russe.

Note by the author (inserted at the left margin) Géomètres Italiens

4. Latitude 23° sept Longitude Greenwich 20° Mer 19° air 21° K. Horner.

5. Pour rédiger des observations de ☉ au Méridian pour trouver la Latitude très exactement Zach Monatliche Correspondenz Julius 1804. et moins exacte Band 4. page 26.

6. Les Observations de Henry avec le Cercle de Le Noir 14po donaient Latitude d’après ses calculs de 48°8′19″, 6 à 20″,2 mais Zach en les recalculant les trouve de 48°7′48″ à 48°8′21″. Correspondenz 1804. page 261.

Note by the author (inserted at the left margin) sur la sureté des Sat. Zach in Bod. III Supl.Band page 44.7. Je ne dois par me plaindre de n’avoir pas eu dans mon Expédition un Cercle répétitive quand je vois que Mr de Zach et Burg en 16 jours au Broken avec un grand Cercle répétitive de Le Noir n’ont que trouvé la latitude qu’à 4″ près quoique par des séries de 30 à 50 observations Correspondenz 1804. page 203. On voit par-là qu’il faut bien de l’addresse et du tems pour venir à 1″. Et dans une Expédition en courant aurait-on au delà de 10″ de sureté? Demandez Zach. Avec cela il fallait 2 observateurs. Burg a publié Wiener Ephem. 1804 page 405 la lat. de Vienne par un Sext. de Througton de 9po(?). Le maximum de l’erreur est de 13″. Liesganig avec un Secteur de 10piés en avait souvent 16″.

8. Großglokner 1997t Schieg Hohenwartshöhe 1732 t. München 1658piés. Kleinglockner 1982t Alpenpaß Heiligen Blut, Tauern 1343t.

9. Les Occultations des étoiles par la lune donnent en comparant différentes observations entre celles de 23–36″ en tems de doute en longitude Zach, Correspondenz, 1804 page 119. Il y avait des doutes sur la différence de longitude de Paris et Greenwich de 2′ en arc. Roi Transact. Vol. 77. page 223.

| 4v6

10. Différence du niveau du Danube d’Ingelstadt à Ofen 773piés. Placidus Hei(?)nrich.

11. Cotte dit que sous les Tropes le Baromètre est plus élevé dans les Syzigies que dans les Quadrat. Toaldo a observé en Europe le contraire. Vasalli explique le phénomène des Tropes par un refoulement de l’air froid latéral qui remplace l’air élevé par la lune. Observations météorologique pendule l’Éclipse du(?) ☉ du 21 Pluviôse an(?) 10. L’attraction coulmée du ☉ et de la ☾ dans les conjonction en reréfiant l’air doit faire baisser les Baromètres diminuer la chaleur et faire aller l’Hygromètre au sec. Les vapeurs qui se raréfient dans un air dilaté don̅ent le l’É. négat. lorsqu’ils se condensent elles en donnent de la posit. Vasalli alles wahr.nur nicht der Barometer. Car la pesanteur du mercure demi nuera aussi! mais il y a une petite différence qui nait de la distance. La Place a calculé cet effet du ☉ et de la ☾ sous les Tropiques. Wan̅ lokt Mond die Wolken weg durch Luftverdünung?

| 5r9

Géologie

Boquetta. — Près de Gênes au Phare blauer Alpenkalkstein oft schim̅ernd ins feinkörnige übergehend, stets mit schneeweißen Kalkspattrümern Stunde 3,4 mit 80° Mer., um Genua sehr regelmäßig im Streichen, aber schon gegen Westen bei Cabo de Porto fino und bei Nervi Stunde 8. mit 70° Mer. Gewiß Uebergangskalkstein, denn er wechselt deutlich mit Uebergangsthonschiefer ab, wechselt von Campo Marone bis zum(?) Gipfel der boquetta und gegen Voltaggio hin unzählige Male ab. Dieser Thonschiefer bei Campo Marone unregelmäßig streichend, meist Stunde 3, oft aber Stunde 6, wellenförmig schiefrig, grünlichschwarz, seidenartig glänzend. Gegen die Kuppe hinauf wird Kalkstein im̅er häufiger, schwarz, sehr dünngeschichtet, oft fast schiefrig und Alaunschiefer ähnlich, täuscht, wenn man ihn nicht mit Säuren untersucht, hält man ihn für Alaunschiefer. Beim Dorf Lovezara Serpentinsteinlager dunkel lauchgrün ungeschichtet, bröklich, von Thonschiefer bedekt. Im Serpentinstein etwas Schillerspath und Asbest, Oberfläche oft schon meergrün, perlmutterartig glänzend, im Inneren Serpentinstein sehr rein, wirkt auf Magnet fast nicht. Nach Fallen zu urtheilen wird Serpentinstein von düngeschichtetem schwarzen Uebergangskalkstein unterteuft. Weiter aufwärts Kalkstein wieder mit Thonschiefer (seidenartig glänzend) geschichtet. Fallen aller unregelmäßig doch gegen Kuppe hin meist Stunde 1, bald Oriental bald Occidental. Auf der höchsten Kuppe wieder ein prächtiges Serpentinstein-Lager in Thonschiefer. Im Septentinstein goldgelbe Flekke, fast edler Serpentin, sehr rein. Von Kuppe herab gegen Voltaggio hin | 5v12 wechselt wieder Kalkstein und Thonschiefer doch ist in ganzer Boquetta Kalkstein das herrschende. Dieser Serpentinstein also ziemlich neu, zur Uebergangsformation gehörig (Guana(?)xuato). Bei Gavi auf dem Kalkstein eine grobkörnige Sandsteinformazion sehr regelmäßig Stunde 3 mit 45° gegen Nord. Bei Novi wieder Kalkstein und Thonschiefer abwechselnd und erstrer leicht zu verkennen. Im Fluß hier Granitgeschiebe, giebt es Granit in der Boquetta?

In Schottland röthlichweißer Kalkstein, körnig, mit viel Hornblende. Museo Nazareno.

| 6r17.

Kupfer zu meiner Reise.

Note by the author (inserted at the left margin) grouper les arts comme les familles des plantes, sagt pagina 52, numero 291) Mexikanische Priesterinn. Nur der Ungeübte, sagt Zoega, kann darin Aehnlichkeit mit Aegyptischen Kunstwerken finden. Das Haarputztuch der Eg., die Calantica, hat breite aber platte dünne Zipfel, meist quergekni(?)ttert (Sphinxe). Nur einige Apisstatuen haben diese Zipfel langgefurcht und vorn etwas konvexNote by the author (inserted at the left margin) mehrere solche Idole im Museo capitolino, vorn konvex, stets hinten platt, im Durchschnitt  
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aber hinten stets platt und an der Brust anliegend. Perlen nie im Egyptischen Haarputz bemerkt. Visconti bloß Perlen (Glasperlen oder Früchte, Saamen) als Halsschmuk der Mumien. Etwas Haarbeutelartiges an einer bronzenen Osiris im Borgianischen Kabinett von Veletri sah Zoega. An Egyptischen Statuen im̅er ArmeNote by the author (inserted at the left margin) pagina 48., numero 9. angegeben, bei meiner Priesterinn bloß Brust und Beine. Zoega glaubt, die herabhängenden Klumpen seien Haarflechten und so etwas ähnliches sei in Bibliothek Ludovisi in Rom an einer Isis die griechisch geschmükt ist, denn ächt ägyptische Isis stets barhaupt, nicht in bloßem Haar frisirt, wie die in Griechenland verehrte Isis.Note by the author (inserted at the left margin) eigentlich aber wohl ein nämliches Idol. Zoega.

Aber in Kapitälen des Tempels von Tentyris Denon, Planche 40, planche 124. Doch diese Klumpen ganz meiner Priesterinn ähnlich, unbestreitbar ähnlich. An den Zeichnungen der Idole von Pascua hängt auch seitwärts etwas Kappenartiges herab, aber nicht tiefer als Kinn, platt wie ungeheure Hundsohren.

2. Opferstein. Zoega glaubt daß Nase und Kinn des Bärtigen zu gut gezeichnet ist, Fehler der Note by the author (inserted at the left margin) der Fußsporn in keinem anderen Bilde!!Copie, daß rechts und links im Egyptischen wie in allem Anfang der Kunst oft verwechselt ist, so daß in Egyptischen Kunstwerken man Hände mit Außendaumen findet, das ist die linke Hand am rechten Arm, worin andere Antiquarier fälschlich etwas mysterieuses gesucht haben. Aber bei meinen Mexikanischen Gemälden (was Visconti zuerst bemerkt) stets Waffen in linker Hand, also nicht Verwechselung!Note by the author (inserted at the left margin) pagina 50.Note by the author (inserted at the left margin) [...] Altetruscische Figuren auch dikköpfig und untergesezt, doch nicht ganz so kurz als meine Mexikaner. Egyptische Figuren haben stets die gehörige Länge.

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3. Nasenkönig. Ein Relief in Guatimala gefunden, die Zeichnung wurde an Cervantes in Mexico gesandt, mir hat Don Luis   Omitted (1 word)        eine Copie davon gemacht. An der Treue des Ganzen, den Nasen, der hohen Figur, den Ornamenten nicht zu zweifeln. Zuverlässige Personen haben es gesandt. Ob aber im Einzelnen, im Schwung der Muskeln, Wahrheit der Umrisse der Copist nicht verschönert hat? Ich glaube es selbst, vielleicht unwillkührliche Verschönerungen, da ich aus eigener Erfahrung weis, wie an den bearbeiteten Basalten die Conturen(?) oft halbverwischt sind, und das an schöne Formen gewöhnte Auge des Zeichners unwillkührlich in einem Style ergenzt, der dem Mexikanischen Bildhauer fremd war. Ich durfte es nicht wagen diese Umrisse roher und steifer zu geben. Das wäre noch mislicher gewesen. Ich habe also ein wegen der Physionomie und des Anzuges so merkwürdiges Alterthum genau stehen lassen, wie man mir es gezeichnet gab. Die Lendengewänder der beiden sizenden Polichinells hält Zoega für ägyptischeren Styls als die Priesterin. Note by the author (inserted at the right margin) [...]

4. Pyramide von Cholula unter pagina 49, 50. Wer den Circus Caracallae = RomNote by the author (inserted at the right margin) v. pagina 36, pagina 37 gesehen, kann sich Idee der Größe machen. Dieser hat nach Fea 1482 Fuß Länge und 244 Fuß breite.Note by the author (inserted at the right margin) Auch in Gize viel kleine Pyramiden um die große wie in Teotihuacan (Oteiza MSS.) Bau der Pyramide Cholula, Voy au Mex. page 216. Clav. II 13. III 59. Besser noch ist Vergleich mit Colosseo –, das man sich ausgefüllt denken kann, und das man im̅er der Maße wegen bewundert. Das Colosseo hat 2416 palmi Umfang und 232 palmi Höhe. Also in der Pyramide könnte man ein Colosseo ausgraben, das fast 3fachen Durchmesser hätte und in dem über 300000 Mann, ohne arena zu betreten, sizen könnten. Pyramide des Cajus Cestius ist 102 Fuß hoch.

| 7r19.

Note by the author (inserted at the left margin) orientiren unten pagina 49, numero 17Auch in allen Römischen Gräbern an Via Appia: Raum darin sehr enge gegen Größe des Gebäudes. Auch in Egypten bei Sacara sehr niedrige und in 3–4 Etagen Gebaute Pyramiden wie Cholula ohne Zwischenstufen.Note by the author (inserted at the left margin) So hat Pyramide von Mehed Run bei Sacara 4 Etagen, jede zu 22 Fuß. Belustempel in Babylon war so eine Art Pyramide pagina 20, numero 10. Zoega zur Vergleichung: Die größte Pyramide zu Sakhara in Egypten ist von Ziegelsteinen und hat basis von 800 Fuß länge. Die Cheops-Pyramide bei Ghize ist hoch 447Note by the author (inserted at the left margin) Nach Herodot Cheops 800 Fuß, nach Strabo 600 Fuß, nach Villamont 992 Fuß, Niebuhr 440 Fuß hoch. Zoega pagina 401. Fuß 2 Zoll und an Basis Länge 728 Fuß. Man sieht deutlich Mörtel an der Cheops-Pyramide, der Steine verbindet. Die Pyramide des Cephren bei Gize 655 Fuß lang an Basis 398 Fuß hoch. Die Pyramide des Mycerinus an Basis Note by the author (inserted at the left margin) Grobert nachgesehen, sehr genau!lang 280, hoch 162 Fuß auch bei Ghize. Grobert, Chef de Brigade d’Artillerie, Descriptions des Pyramides de Gize, sehr genau. Obeliske, größte jezt Lateranensis jezt 144 palmi sonst 150. Vaticanus sonst 150 jezt 113½. Obelisk Luxorensi(?)s im alten Theben jezt 104 palmi. Die Ziegel-Pyramide des Asychis bei Sacara hat 800 Fuß an basis. Grobert.

5. Mitla. dieselben Meandri, wenn Linien sich kreuzen Labirinthi genannt,  
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Image description Vgl. dazu Ette/Maier 2018, 584: Mäander-Ornament […] aus Mitla (Vizekönigreich Neuspanien), 1805[.] Tinte auf Papier, 200×124 mm […]. [Close]
   
von kleinen Baksteinen habe ich am Tempel des Deus redicolus (vulgo von Hannibals Rükzug, doch aus Zeit der Republik, wahrscheinlich Grab. Zoega) gesehen unfern der Nymphe Egeria, die ein brustloser Mann, nach Zoega Flußgott Almo, ist. Sehe Meander sonst keinesweges Etruscischen Ursprungs, da man in Etrurien nur die sogenanten Etruscischen Vasen gemacht. Griechen und Römer und alle Nazionen die sich eine regelmässige Form zu wiederholen freuten, haben sich genaht. Auch Otaheiter auf Waffen. Egypter nie. Zoega. numero 8.

6. Pyramiden. Zoega hält es für gar nicht ausgemacht daß egyptische orientirt sind. Schwierigkeit wegen des Mangels scharfer Umrisse. Obeliscorum pagina 154. 402. Frage(?) Nouet. Meine Mexikanischen gut orientirt, gewiß Motiv wie bei Mexikanischen Straßen, aber wohl kein großes Geheimniß zu suchen. Auf freiem Felde hat man keinen anderen Bestimungsgrund als Gestirne um ein Ding so oder so zu sezen. Aber sind Pyramiden nicht genauer gestellt als man hatte thun könen, ohne operation, zum Beispiel wenn man bloß nach Augenmaß Sonenaufgang in beiden Solstitien halbirt hätte?

7. Kalender. Mexikanischer nach Gama Gnomon (Aber wohl zu künstlich wie Stuart’s Idee vom Pyramidion der Obelisken. Zoega Obeliscorum pagina 162. Bandini, Comment. de Obel. Caes. Aug. pagina 91.).

8. Mitla. numero 5. Kleine Fehler der Symmetrie auch in allen alten Kunstwerken. Zwei neben einander stehende Säulen oft nicht ganz von gleichem Durchmesser in Römischen Tem | 7v20 peln, doch nie so daß in Augen fallend, ohne zu messen. Wohl aber Obelisken und Pyramiden auffallend ungleichseitig. Alten in diesen Dingen weniger genau als man glaubt. Zoega pagina 401.

Note by the author (inserted at the right margin) Aelteste griechische Tempel zum Beispiel des Apoll zu Delfos von Holz. Pausa(?)n lib 10 c. 5. zu Homers Zeiten lauter hölzerne Säulen. Paolo Pesto pagina 72.9. Thüren  
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Image description Vgl. dazu Ette/Maier 2018, 551: Trapezförmige Tür […] des Inka-Palastes von Callo (Vizekönigreich Neugranada), gezeichnet in Rom, 1805[.] Tinte auf Papier, 201×124 mm […]. [Close]
   
oben enger, Pal. de l’Incas au Callo, so Egypter, wovon ein kleines Tempelfragment in Museo Borgiano in Veletri, so auch Römer-tempel der Vesta in Tivoli. — Europäisch schiefe Dächer wie unsere auf Trajans Säule.

 10.  Mitla. Pyramide Cholula. Mexikaner prächtigere Begräbnisse als Wohnhäuser. So dachten auch Egypter, weil Leben so kurz daure, Diod. Sic. lib 1. c. 51. Völker zwischen Indus und Ganges nur niedrige Grabhügel, Zoega pagina 337. so auch alte Germanen. Doch Scandinavier in Dänemark tumulos bis 1000 Fuß Umfang und 140 Fuß Höhe von Erde. Bartholini, Ant. dan. l. 1. c. 8. pagina 112.Note by the author (inserted at the right margin) Grabhügel bei Cayambe, den Memphitischen Feldern der Peruaner wie Zoega sagt. Ulloa Voyage T I. l. 6. c. 11 So ein großer tumu(?)lus bei Jellingen in Jütland von König Gormus und der Königin Thyra Daneboda. So auch schon Gertzen und Scythen am Borysthenes, Herod. l. 4. c 71. Diodor. l. 2. c 34. nennt den tumulus der Scythischen Königin Zarina welche 2 Generationen vor dem Cyrus lebte, eine 3seitige Pyramide, welche wie Zoega glaubt mit Steinen überdekt war.Note by the author (inserted at the right margin) Die Grabpyramide des Ninus nach Ctesias bei Diod. l. 2. c. 7 neun Stadien hoch! und 10 Stadien breit nach Ctesias. In Ostindien Tempel meist Pyramidalund Cylinder-Figur, Paol. pagina 336. So waren auch Mexicanische Tempel Pyramidisch bis 80 Fuß hoch, mit 114 Stufen. In Bengalen kleine Pyramiden, Zoega pagina 381 Chineser machen(?) Erdpiramiden 12 Fuß hoch und nicht höher, Duhalde, Description de la Chine t 2. page 126. so auch Thibetaner, Asiat res. t. 2. page 314. Die Pyramide (welche Strabo fälschlich Belus Grabmal nen̅t und welche ein dem Jupiter Belus geweihter Tempel war) stand zu Babylon pagina 50. In Lydien das Grabmal des Alyatte, des Vaters des Croesus, ein Erdhügel, dessen Bossament allein aus großen Steinen war, 6 Stadien + 200 Fuß lang und 1300 Fuß breit, Her. I, c 93.

11. Cholula weiter(?) pagina 49 Busch. So nent Strabo lib. 16. pagina 1111 die Grabpyramide des Königs Erythras auf der Insel Tyrrine im rothen Meer ganz mit wilden Palmen bewachsen. So in(?) Aveaderi(?) Erdhügel Grabhügel der Callisto mit Fruchtbäumen besezt und auf Spize ein Dianentempel, Pausan. l. 8. c. 35. In Puerto Deseado in Magellanischer Meerenge (Hist. génér. des Voy. T. 10. page 340) Grabhügel der Patagonier, kleine, aus rothgefärbten Steinen aufgeführte Pyramiden. Skandinavier begruben sich mit allen ihren Habseligkeiten, Zoega, pagina 336.Note by the author (inserted at the right margin) tumulus (κωμα) bei Callisto

 12 . Gemelli Sündfluth.  Meru  ist Olymp, ein [...] berg auf dem Vishnu sizt, nicht Ararat. Manu Nahusha Nor, schwim̅t im Wasser in der Sündfluth pagina 48. ☞ 14.

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Note by the author (inserted at the top) Vergleiche pagina 31.

 Alte  Steine

1) Penthelischer Marmor oder Cipolo, weißer, körniger Kalkstein, ziemlich grobkörnig, mit etwas [...] weißem Glimer gemengt. Oft ganz raue große Stükke, doch spaltet, klüftet er leider! auch leicht nach dem Glimmer. Große Musen in Paris.Note by the author (inserted at the left margin) Cipolo nicht so großkörnig als Parischer. vid pagina 30.

Cipolino von Euboea von Mons Caristius, vielleicht mit Mons Penthelius dieselbe Gebirgskette, nur mit mehr Glimmer und von diesem geflammt. Schöne SäuleNote by the author (inserted at the left margin) schöne im Museo Capitolino in S. Paolo. Der schönste Cipolino hat in den blauen Glimerstreifen auch rothe Streifen, wie z. B. in dem räthselhaften Bachus?tempel bei Caecilia Metella, den man Honoris und Fortunae nennt. Schöne Cipolino-Säulen am Porticus des T. der Faustina in Campo vaccino. Siehe pagina 30.

Parischer Marmor nie in großen Stükken, ganz rein, grobkörniger als der Penthelische, in Innerem schimernder als der Cararische. Laocoon auch aus 5 Stükken. Der Apoll ist Cararisch, wie man aus den blauen Flekken sieht. Parisscher Marmor großkörniger als der Cararische, pagina 30.

Giallo aus Numidien, doch auch schön bei Siena in Florenz.

Der Gemeinere Griechische Marmor ist von Insel Thasos noch grobkörniger als der Cararische (Marmor Lunense), selbst als der Parische, riecht gestoßen nach Schwefelleberluft.

2.) Fast aller Granit in Rom ägyptisch, doch glaubt man daß schlechtere Sorten aus Insel Elba waren. Im Mailänder Dom in̅en im Eingange 2 ungeheure Granitsäulen von Domo d’Ossola, leicht mit ägyptischem zu verwechseln.Note by the author (inserted at the left margin) im Obelisken-Granit unterscheidet Zoega zweierlei, den hochrothen Feldspath, nur kleinere Obelisken, schönste Piazza Navona und die größte (Lateran) mit blässerem Feldspath.

4.) Wad, Foss. aegypt. Musei Borgiani Veletr. 1794. Wad will alten Uranfänglichen Basalt, der zum Granit gehört, Basanites nennen, hält keinen der Obelisquen für Syenit; es giebt Egyptischen Wern. Syenit mit Feldspat, Hornblende und etwas Mica Basanites (basalte nero der Antiquarier = Löwen am Capitol) enthalten Hornblende, Felspat oft in Adern, bald derb bald kristallisirt und etwas Quarz. Egyptier bestreichen ihre Basaltidole oft mit Pech, Plin. lib 35. c. 15. Im Basalt-Syenit (Basanites Wad) Hornblende, Feldspat und Olivin! Dieser Olivin bisweilen, pagina 11 in 4seitigen Säulen kristallisirt! Poröser Basalt der Villa Borghese, welchen Dolomieu, Journal de Physique 1790, September für Lava hielt. Wad glaubt Olivin sei bloß ausgewittert, sei unvulkanisch. Doch hält er mehrere Stükke von Borgia für wahren Basalt mit Olivin ohne allen Feldspat. Er beweist daß alte Römer die Ba | 8v22 saltlava um Rom Silex nannten, so jezt Silce, pagina 8. Den Basalt mit Leucit, n 455 hält er für ein im alten Rom nachgemachtes Kunstwerk von Römischen Laven.

Breccia d’Egitto besonders schön in Villa Albani mit Granitbrokken, Hornstein, Syenit, Jaspis. Eine Statue aus wirklichem 3-Zölligem Topas, Chrysolit des Plin, pagina 15! Plasma di smeraldo ist Prasem. Basalte verde ist nach Wad Hornstein, theils rein theils mit Hornblendpunkten. Fragmente von Statuen aus Obsidian; aus lapis lazuli oder Cyanos, Plin. lib 37. c. 9. Egyptischer Amazonen-Stein, ein Smaragdgrüner Feldspath, pagina 22. Gewichte aus Nephrit welche Ferber für Basalt ansah! oft sehr grünlichschwarz mit Glim̅er, dahin(?) lapis Thebaicus, Plin. XXXVI. c 22. Wad sagt nicht daß alter Basalt auch Lydischer Stein ist, erwähnt des Lydischen Steins gar nicht. 11 Pfund gewichtige grüne Feldspathe mit etwas Hornblende (also aus Syenit, so er fast reiner Feldspat, ausgeschnitten, wie zu Basalt die Anhäufung der Hornblende). Dies, glaubt Wad, sei Smaragd des Plinius, lib 37 c 5. bei Copton, unweit Theben, gefunden, wovon ein ganzer Obelisk! in Tyrus. Wad pagina 22. Zoega bemerkt gegen Wad daß er alle ägyptischen Kunstwerke für ägyptische Steine hält.

5) Ich habe im Museo Capitolino bemerkt: Basalt, schwarzer der Antiquarier, eine zweiteilige Figur, Isis und Osiris, sehr berühmt, 2 Fuß hoch, dunkelschwarz, stark glänzend mit unbestimt ekkigen weißen 2–3 Linien–1 Zoll großen Flekken, die der Künstler für den Ochsen menagirt hat. Die weißen Hörner neu. Zweifelsohne Lydischer Stein mit Quarz. Nim̅t leicht Metallstrich an. Damit nicht zu verwechseln, weil andere ägyptische Idole, 4–5 Fuß hoch aus Villa Adriani mit großen weißen Trümern. Nero antico Kalkstein. Idem Nero antico. Die berühmten 2 Centauren 4 Fuß hoch aus Villa Adriani, und eine Säule 15 Fuß hoch.

Basalt verde ein Cynocephalus, Affenkopf, wohl nicht Hornstein sondern Grünstein, Urtrapp. Feldspath darin zu erkennen, wohl Feldspath und Hornblende sehr sehr kleinkörnig.

Basalt nero. Der schwärzeste und prächtigste aller. Die auf dem Aventin gefundene Statue des jungen Herkules 5 Fuß hoch doch habe ich an  der  Note by the author (inserted at the bottom) Siehe pagina 29.

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Materialien
zu meiner Reise

1. Gelbes Fieber. Viel facta und Recensionen. Jenaische Allgemeine Litteratur Zeitung 1805, Merz pagina 433–461; auch 1804, numero 291.Note by the author (inserted at the left margin) Blendeau’s, der in S. Fé war, Aufsaz Moniteur Junius 1805. Auszug nicht schlecht.

2. Schwimende Inseln bilden sich auf Schwefelsee bei Tivoli, Lago di agua Solfa bei alten Thronen des Agrippa, von Olivin mit Schwefel und Kalk gemischt aber sehr klein, 8 Fuß lang, vom Winde hin und hergetrieben, dem Mexikanischen ähnlich.

3. Von Cataracten des Orinoco hat man im kleinen ein Bild in Grotta de la Sirena bei Tivoli, wo der ganze Fluß in eine Felskluft stürzt.

4. Große Cascade von Tivoli hat manches ähnliche mit Tequendama, Wassermenge dieselbe, Anio etwas reicher aber Tequendama gerade 12 mal höher.

5. Egypter reiten auf Schilfcanoen(?), ganz wie Peruanische Cavallitos. Denon planche 78. So auch in Niederägypten Entenjagd, an Füßen herabgezogen wie in Mexikanischen Seen. Volny.

6. Kreuze in Guatimala will man gefunden haben. Was thut Zufall nicht? In ägyptischen Hyeroglyphen kom̅t eine wirkliche umstrahlte Hostie, ein Ding wie das Santissimo Sacramento vor und in der von niemand verstandenen Sprache die man mit Lettern auf Mumienbinden findet hat mir Zoega den Namen JESV ordentlich mit lateinischen Lettern geschrieben gezeigt. Wer weiß was das in dieser ägyptischen Buchstabenschrift hieß.

7. Zoega hält es für sehr wichtig daß ich in allen Mexikanischen Hyeroglyphen und Gemälden nie ein Phallus oder etwas unzüchtiges, auf Zeugung Bezug habendes entdekt. Das | 9v24. zeigt große Verschiedenheit von Indostan, wo alles von Zeugungsideen voll ist.Note by the author (inserted at the right margin) Doch Voy. au Mexique page 223. Zoega glaubt (gegen viele andere, besonders gegen Padre Paulino —) daß Phallusgeheimnisse neuer sind, daß rohen Nazionen die Zeugung natürlicher und freier erschien. Auf älteren Obelisken und allen Werken des ältesten Styls kein Phallus. Auch glaubt Zoega daß Naktheit spätere Idee von Schönheit ist. Alle ganz rohen Völker malen bekleidete Figuren.

8. In Altegypten 2 Menschenracen, eine gelbe arabische (Caukasische) und eine Negerartige Abessynische. Zoega.

9. Porphyr-Pole. Nazareno in Rom ein brauner Vulkan-Tuf von Anagni im Kirchenstaat mit 2 Polen, auch zerschlagene Pole!

10. Dolomieus Flußspath in Vulkanischen Produkten von Rocca di Papa bei Albano mit Olivin und M(?)ica ist Latialite des Padre Gismondi, unschmelzbar aber giebt Gallert-Säuren.

11. Entdekung von Amerika. Das Wappen von Mexico sei ein Pferdekopf, Fabbroni degli habit. al’Italia pagina 43. Er glaubt auch an eine Phönizische Inschrift bei Boston, die auch Gebelin bekannt gemacht haben soll. pagina 44. Pferd auf Azoren.

| 10r25.

 12.  Südlich vom Gebirge Himali Imaus, der unter 30° latitude in ewigen Schnee reicht, zwischen Indus und Ganges Schnee unbekannt. Note by the author (inserted at the left margin) pagina 33.altes Paradies bei Sirinagar, bei den Quellen des Ganges. Padre Paolino.

13. In Laven von Etna und Vesuv nie Schwefel. In Cratern wohl Schwefelgeruch aber kein Schwefel je Zollgroß gefunden. Hier und da Atome, denn was Gelb im Crater aussieht ist gelber Letten, der sich an die Zunge anhängt, aus verwitterter Lava. Schwefel kann nicht Ursach des Vulkan-Feuers sein. Schwefellager in Sicilien fern von allen Vulkanen. Gioeni. Aber am Crater des Pic von Teneriffa findet man große Schwefelkristalle.

14. Das Wasser welches man behauptet der Aetna habe 1755 gespien, war ein bekannter, am Etna gelegener durchbrechender See: Er selbst spie nie Koth, nie Wasser. Gioeni gegen Dolomieu. Die peperinos oder brèches boueuses sind Sandsteine, deren Materiale vulkanisch sind. Gioeni. Aber Girgenti. 16.

15. In Neapel mit Gay Luft aus Meerwasser geprüft. Darinn 0,309 oxygen, alle Luft, welche Meerwasser giebt, zusam̅en aufgefangen, reiner, weil Salze sich lösen, azotreichere Luft ausstößt und wäre wohl noch reiner, wenn nicht schwim̅ende organische Fasern beständig oxygen raubten. Phosphorescenz des Meeres wohl dégag. de l’hydrogène phosphoré. Meerwasser ist Fleischbrühe. Wie aber wirkt Atmosphäre darauf? Poli glaubt auch nicht daß ganze Thiere die Ursach sind, glaubt wie ich daß Fasern, vielleicht organische molecules, bittrer Schleimstof. Daher Meerwasser eßbar für so viele Fische.

| 10v26.

16. Andes-Vulkane alt, voll Hölungen die sich mit geschmolzenem Schneewasser füllen, reichen mehr in ewigen Schnee als europäische. Haben wegen ihrer Höhe dieselbe Lava oft von neuem gekocht, zu Asche zerrieben, in diesen alten Hölungen deshalb Koth und Fische, die bei Erdbeben ausbrechen, n 14.

17. Beim lezten Erdbeben in Neapel vom 26 Julius 1805 öfnete sich Erde bei Stadt Cantalupo und schob kleine Pyramiden von kalkartigem (Muschel-?)Sand hervor. Sehr den Pyramiden von Pelilio und Riobamba ähnlich.

18. In Europa Vulkane isolirt, fern von Gebirgsketten. Nicht so die Alten Basalte! In Amerika Vulkane in Ketten, Guatimala, Quito und zwar in einer Kette mit unvulkanischem Theile der Andes. Wäre der vulkanische Porphyr (wie Buch will) aufgetrieben, warum füllt er gerade Lükke aus, sezt Andeskette fort. Und war in Quito zum Beispiel schon Gebirgsstok vorhanden, warum brach in ihm gerade Vulkan-Feuer aus, warum nicht in der Ebene, wie bei Arequipa? Sehr schwierig zu erklären. Also doch wohl Ursach im Gebirge, wie(?) oft so tief liegende Ursach. Chimborazo nach Pendelversuchen wirklich holen Bauchs.

19. Formationen: Grünstein (Ur) mit (Passauer) Syderotitanium auf Porphyr aufgesezt im Thüringer Wald. Buch.

Urgrünstein im Granit bei Clermont in Auvergne. (Puy de la Chaudepine) Buch.

Granit auf Gneiss. Spize des S. Gothard.

Spize des Montblanc ist Syenit, der seiger fallendes, sich weit erstrekkendes Lager im Granit ausmacht. Syenit im Plauenschen Grunde liegt auf Porphyr, Buch. Ich habe Syenit mit Serpentin abwechseln gesehen. Goanaxoato – Guanavacoa, also 3 Syenitformationen.

Grundmasse der meisten Hornsteinporphyre, zum Beispiel der Tyroler, ist dichter Feldspath. Werner. Klingstein ist dichter Feldspath. Buch.

| 11r27.

Uebergangsgips im Uebergangsthonschiefer bei Chamonix. Dieser Uebergangsgips im alten Conglomerat bei Bex. Buch

Uebergangsthonschiefer im Wallis, bei Bex und Aigle mit schwarzem Alpenkalkstein, eigentlich Uebergangskalkstein abwechselnd.Note by the author (inserted at the left margin) Kieselschiefer (wie in Bereuth) in Schlesien im Uebergangsthonschiefer. Buch

Am Bonhomme im Alpenkalkstein Feldspath eingewachsen. Buch. So Feldspath im alten Conglomerat in Goanaxoato.

20. Vesuv wirft aus körnigen Kalkstein mit LeucithNote by the author (inserted at the left margin) wie wirklicher Leucith und mit analcin(?) der so ähnlich. Buch und Pyroxen. Wegen Bildung des Leuciths schwierig. Wirft auch aus Körnigen Kalkstein mit Tremolith und unversehrtem Bleiglanz.

Poli besizt Glim̅erschiefer silberweiß, etwas knotig etwa wie vom Granitlager vom Vesuv gespien. Thomson besizt vom Vesuv gespien eine Lava mit eingebakkenem rothen Granit mit deutlichem schillernden Feldspath, Hornblende, Quarz, Glimmer und Lazurstein. In derselben Lava körniger Kalkstein. Alles andere was man Granit nennt: Gemenge von Nepheline und Mica. Kleine glasige Feldspatkristalle in alten Laven des San’à, doch selten. Desto häufiger Feldspath in Laven vom Aetna und Ischia! in Auvergne.

Je länger Vulcane die Laven wiederkäuen desto mehr zerstöhren sie Feldspath.

In Ischia und Auvergne je weiter hin im Lavastrohme, desto mehr Feldspath verschwunden, aufgelöst, desto seltener. Buch

Am Pic de Teyde viel glasiger Feldspath, fast Porphyrschiefer! So auch in allen Andeslaven z. B. Anzango am Antisana die wirklich geflossen.

| 11v28

21. Obsidiane(?). Gewiß Lava. Schnell erkaltet, glasig, langsam erdig Glasstein. Kair.(?) Thomson besizt erdigen rauchgrauen Porphyr (Lava?) mit Feldspath und Pyroxene eingebakken in Obsidian von Lipari, in Hölen schwimmend noch nicht zergangen:  
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Image description Vgl. dazu Ette/Maier 2018, 471: Mineralien und Basaltlaven des Vesuv im Querschnitt, 1805[.] Tinte auf Papier, 202×123 mm […]. [Close]
   
Note by the author (inserted at the right margin) Der eingebakkene Porphyr ist ganz dem von der Insel Panaria ähnlich.

Glasstein in Obsidian in lagen in Lipari wie an Quinche. Endlich mit Glasstein so zu, daß Obsidian verschwindet, und man bloß Perlstein sieht. Also Perlstein wohl Note by the author (inserted at the right margin) Obsidian in Porphyr bei San Zibio bei Bataglia. (zwischen Rovigo in Padua und Cerro de Nabaj(?)as.)obsidienne glastinisée! Cinapecuaro! Am Vesuv laven, die in 2 Lin. breiten Lagen zerblättert sind  
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Image description Vgl. dazu Ette/Maier 2018, 471: Mineralien und Basaltlaven des Vesuv im Querschnitt, 1805[.] Tinte auf Papier, 202×123 mm […]. [Close]
   
Basaltlaven!

22. Auf Insel PanoriaNote by the author (inserted at the right margin) Panaria. 5-seitige Porphyrsäulen. Lava? gewiß nicht als Strohm geflossen, wohl aber buttes hervorgeschoben wie auf Crête der Andes, Porphyrschiefer, Grünstein, Basalt. Thonporphyr von Panoria mit Pyroxen und Feldspath. Auch Sintorino und bei Clermont vorgeschobene verbleichte Porphyre, kranke, veränderte Granite. So Siebengebirge, so Riobamba! Buch

23. Schwefel in Sicilien, fern von Vulcanen in schmalen Schichten im Alpenkalkstein.Note by the author (inserted at the right margin) Alausi Ein solcher Schwefelberg hat sich entzündet und wie Lava zerflossen. Schwefelkristalle fest in der Schwefelmasse porphyrartig eingebakken.

24. Vesuv. Im Crater Schwefelsäuregeruch, muriate de soude kristallisirt. Bisweilen riechts nach Erdpech. Auf Lava muriate d’amoniac und muriate de cuivre.

25. Buch. Im Auvergne das 1200 Fuß hohe plateau du Montperdu oder de la chaîne des puys Granit. Auf diesem stehen in einer oder mehreren parallellen Reihen (Jorullo, Mexikanische Schneeberge!) theils die Kegel von gehobenem gebranntem Granit, jezt (fast) Porphyr-buttes ohne Crater wie Puy-de-Dôme selbst und kleine puys wie puy de la Chaupine, puy de Sarcuit … theils Schlakkenhügel mit Craters wie puy de Parion … Also hier wie in Andes zu fragen, warum gerade diese Kegel auf Höhe und nicht bei Limoges in Ebene ausbrechen, denn Buch hält das plateau nicht für gehoben.

| 12r29

 Mineralogie  der Alten
Fortsezung pagina 22.

[...] deutlich Feldspathkristalle entdekt also derselbe Grünstein wie die Capitol. Löwen(?)Note by the author (inserted at the left margin) Man erklärt sie fälschlich für pietra di paragona. Sie ist gemengt, aber jeder Reisende hat sein Geld daran gestrichen, nen̅t(?) metallenes Streichen. . (Bayreuther Paterlestein) eben dort und eben dies der Basalt der Caligulabüste. In Neapel ein 6 Fuß hoher sizender Apoll von Basalt, ganz dem Hercules Aventino ähnlich.

Rosso antico. Bräunlichrother dichter Kalk. 5 Fuß hoch von Fanu aus Villa Adraini. Das größte Stük von Rosso antico was existirt. Diesen Marmor und den nero antico finden wir in Europa nicht!Note by the author (inserted at the left margin) Beide Marmore wegen ihrer Härte bekannt.

Basalt nero ein colossales Egyptisches Idol mit Thurm auf dem Kopf und Palmzweig in der Hand. Urtrapp aber war einzig mitten im klein-körnigsten Gemenge von kaum sichtbaren Hornblend- und Feldspathkristallen, einzelne 1–1½ Zoll große rothe Feldspathkristalle porphyrartig eingewachsenNote by the author (inserted at the left margin) eben so ein Tiger in Neapel.. Diese Statue(?) entscheidet ganz den Streit über Basalto nero. Ein ähnlicher Koloß von Note by the author (inserted at the left margin) Basaltes du Musée de Paris à examiner noir

  • n 367
  • 368
  • 364
  • verts 363
  • 533 lion
rouge masse (spate) du porphyre 514.Granit auch mit Zollgroßen Feldspatkristallen und schwarzem Glim̅er, nicht Hornblende. Neuere Antiquarier sehen indeß schon beide Idole schon für Granit (Pyropoicile) an.

6) Zoega bemerkt, daß kein ächt egyptisches Monument von Porphyr sei, sehr sonderbar! Alabastro orientale durchscheinender Kalkstein, auch in Egypten Memphitischer Marmor. Im Ganzen fast gar keine Marmorstatuen in Egypten.

Note by the author (inserted at the left margin) Schon Blumenbach pagina 609 sagt daß im ant. Porphyr aus Nieder-Egypten? und dem steinigten Arabien Hornblende und Feldspath liegen!7) Im Museo Pio Clementino: Hornblende mit Feldspath im Porphyr. In denselben Porphyrsäulen auch Brokken von Syenit eingeknetet. Wohl Flözporphyr, nicht Porphyrconglomerat.

| 12v30

 Badewanne . Basalte verde, ein wahrer Hornsteinporphyr oliven- und lauchgrün mit kleinen mikroskopischen Feldspath- und Horn blende-Kristallen. Klingt wie meine Südamerikanische Glokke. 6 Fuß lang. Nicht Grünstein, wahrer Porphyr, in der man Grundmasse erkennt.

Prinz Poniatovsky besizt ein Egyptisches Idol mit ofnem Rachen, das Fossil und dem Basalt am ähnlichsten ist, schwarz, homogen, nichts eingemengtes, aber auf(?)Note by the author (inserted at the right margin) In Study in Neapel ein Egyptisches knieendes Idol, Basalt-Grünstein, unbeschreiblich dicht, doch einzelne große Feldspathkristalle eingewachsen. Bruch schim̅ernd, splittrig; ich glaube, eine sehr dichte Niere aus Hornblendschiefergebirge ausgewählt, nicht etwa Lydischer Stein, 3 Fuß hoch, in Albano gefunden!

8) Cipolino, pagina 21 numero 1. nicht mit Marmor vom Himettus zu verwechseln, der auch mit Glimmer gemischt, aber stets in Bändern parallell gestreift, statt daß Cipolino geflam̅t, wie Kinnberter. Dazu Cipolino Grundfarbe stets meer-, oft blaß grasgrün und Himettio weiß. Glim̅er in beidem bläulichgrau, doch im Cipolino etwas grünlich. Note by the author (inserted at the right margin) Die Säulen in S. Maria maggiore sind Himettio, nicht Cipolino.

9) In Carara 3 schöne Brüche Pava di Bettoglio, di Poluazo und di Pianello.

 10) Horrendum dictu. Der berühmte Scarpelino Cardelli und Winkelmann behaupten der Parische Marmor sei feinkörnigster aller, fast wie dichter Kalkstein! Aber gewiß falsch, denn im Museo Nazareno in Rom die Parischen Stükke, welche Borgia aus Griechenland kom̅en ließ um Frage über Apoll zu entscheiden und dieser Parische Marmor dem pagina 21 beschriebenen ähnlich, sehr groß-körnig! Auch besizt eben dies Museum den Finger des Lacoon der bei Abnahme der Statue und Transport nach Paris abfiel und dieser ebenfalls großkörniger, salinischer Marmor. Zoega versichert daß vor dem Streit über Apoll und ehe Borgia Parischen Marmor kom̅en ließ, alle Antiquarier den Parischen für feinkörnig hielten, theils weil Apoll so feinkörnig ist, theils weil unter antiken Werken der feinkörnige so überaus selten ist und man seltensten für Parischen halten wollte. pagina 41 

| 13r31

 Egyptische  Gebirgsarten. Vergleiche pagina 21.

Monsieur Rozier élève de Dolomieu a accompagné l’Expédition de Bonaparte. J’ai receuilli de son Cabinet les faits suivans:

  • 1) Sinai. Berg besteht aus Hornsteinporphyr mit viel Feldspath und selbst (wie in den Mexikanischen Porphyren) etwas Hornblende. Auf dem Porphyr Syenit und Grünstein. Syenit so häufig daß Rozier will, man solle ihn Sinait nennen. In Arabia petrea auch Thonschiefer und wahre Grauwakke anstehend. In dieser Grauwakke (brèche d’Égypte ou universelle) Granit- und Porphyrbrokken eingeknetet. Geseztafelstein ist Syenit.
  • 2) Granit bei Syena oft großkörnig . Enthält auch Feldspatlager mit Granaten. Specstein im Granit von Syene wie in der Schweiz (und nie in Andeskette). Titan hat Rozier in Granitblökken vom rothen Meer entdekt. Kein Turmalin im ägyptischen Granit. Aber viele schwarze Basaltartige Stellen im Granit von Syene, Massen von wenig gemengter Hornblende und Glimmer. Im Granit von Syene einige Syenitlager, aber wenige und scheinen nicht einmal fortsezende zusammenhängende Lager zu sein. Im Granit von Syenit oft wie eingewachsene feinkörnigere Massen. Bei Elephantinae Gneiß mit Granaten. Dort auch wahrer Granite Graphite. Glimerschiefer mit Lager von Tremolit, glasigem Strahlstein, und Bleiglanz in Montagne de Baram, die Castra lapidariorum oder Monsbasanites der Alten, 8 Meilen östlich von der Cataracte. Dabei auch Chlorit und Hornblend

    | 13v

    schiefer. Nirgends in Egypten Basalt. Die Cataracten des Nyls bei Syene sind Gneiß.
  • 3) Auf dem Granit von Syene ruht unmittelbar Sandstein. Thonartiges Bindemittel voll Quarzkörner mit vielen Lettenlagen (woraus ägyptische Töpfe). Anlage zu Steinkohlenflözen ohne alle Versteinerungen, ohne Egyptische Kiesel, weiter nördlich geht dieser Sandstein in einen anderen voller eingebakkener Egyptischer Kiesel über, besonders bei Gize und im Istmus. Bei Suez ein wahres tote Liegende(?) mit Palmenversteinerungen, (von Dattelpalmen sehr verschieden), und mit etwas Muschelversteinerungen. In diesem Sandstein nichts kalkartiges aber brauner Eisenstein und Kalcedon und Agat. Die MemnonsstatuenNote by the author (inserted at the bottom) Zoega pagina 418. Schrekliche Confusion über wahren Memnon. Strabo spricht von 2, Diodorus von 4. Jezt sieht man 2. Hat Hadrian eine hergestellt. Stelle im Diod. vielleicht corrupt, spricht(?) von [...] , vorher [...] . ich glaube, Syeniton de(?)n̅ vor Sionitae? sind dieser alte Sandstein.
  • 4) Auf ihm bei Gize dichter Kalk voll Numismalin und Belemniten mit etwas Schwefel in Hölen bei Gebel el Kebrid, in Hölen am nördlichen Ende des rothen Meeres. Dabei Gyps und heiße Quellen. Im Kalkstein keine Ammoniten, aber Ostreae, Feuerstein und Hornsteinkugeln,Note by the author (inserted at the right margin) Lager von Sulfate de barite et de Strontiane nie aber ägyptische Kiesel. Südlicher von Gize geht dieser Kalk in wahren Jurakalk über, dicht oben, flachmuschlig mit Hornsteinkugeln, besonders bei Katakomben von Theben.
  • 5) Auf diesem Kalkstein unweit Gize fasriger Gyps mit kleinen Flözen dichten Kalksteins und Steinsalz abwechselnd, aber sehr wenig Steinsalz.

| 14r33.

Ostindien.

Fra Paolino da S. Bartolomeo Viaggio alle Indie orient. pagina 320. Mons Emodus der Römer oder Imaus ist Gebirge Hemadi oder  Himala  der Inder; in Kurdistan älteste Wiege des Menschengeschlechts. (oben pagina 25, numero 12) und Ararat der Inder. Him̅a kalt, mala Berg. Also Himali nicht Meru. pagina 20.

Im Timaeus sagt Plato lib 32 daß (so oft die Götter die Erde überschwem̅ten) in allen Sündfluthen sich die Hirten auf den Bergen retten ….

Religion Schelling. Es ist keine Religion ohne die unmittelbare Vergötterung des Endlichen (Heidenthum) oder ohne das Schauen Gottes im Endlichen (Christentum). Jenes sieht unmittelbar in dem Göttlichen in den geistigen Urbildern das Natürliche; dieses (das Christenthum) sieht durch die Natur als den unendlichen Leib Gottes bis ins Innerste und den Geist Gottes. Für beide ist die Natur Grund und Quell der Anschauung des Unendlichen.

Der Keim des Christenthums ist das Gefühl einer Entzweiung der Welt mit Gott.

Mysticismus ist Anschauen des Unendlichen im Endlichen. Mysticismus ist die nothwendige, durch den Geist des Christenthums vorgeschriebene Anschauungsweise. Sie hat zum theil auch vor und außer des Christenthum geherrscht. Schelling Krit. Journal der Philosophie B 1. St 3. pagina 18

Vögel am Rio Negro gesehen: Pipra erythrocephala (aus Brasilien schwarz mit orangegelbem Kopf. Pipra aureola identisch mit purpurrothem Kopfe. Centhia caerulea, ganz indigblau, alle kleiner wie Finken.

| 14v

[...]

| 15r35

Mexicanische Gemälde

Cod. Vatican. numero 3776

etwa 7 Zoll quadrat 48 Seiten, aber zwischendurch  
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Einschlagen(?), also 96 Seiten in alt-mexikanischem Dekkel.

Der Einrichtung dem Codex Borgia sehr ähnlich, fängt wie dieser mit 8 Seiten Kalender an (aber von hinten(?)Note by the author (inserted at the left margin) ägyptische Hyeroglyphen bald sobald anders, Zoega pagina 429. aber ägyptische Buchstabenschrift von rechts zur linken, nach Herodot wie unsere Europäischen Bücher?)

Note by the author (inserted at the left margin) Copire

  • f. 59.
  • 96.
  • 26.
  • 33.
Das Ganze Ritualbuch, Festtage, viele Figuren aus Borgia widerholt, nur Farben und Zeichnungen schlechter, minder lebhaft, älter und verbrauchter.

Tempel mit Schlangen umwunden f 15, Habichtsnasen mit Pflok durch, ein Held, der Crocodil f 26 ersticht, die scheißende und ihre Scheiße essende Dame im Zeichen des Kaninchen f 30, die Kinder, die AugenNote by the author (inserted within the line) bloß Kopf des Kindes gezeichnet, wohl verkürzte Hyerogliphe. geöfnet, Nabelschnur ausgezogen, f 36. 38. Das große Thier mit allen Monathen, fol. 49. Die Dame mit ausgespreizten Beinen unzüchtig, f. 70. Das Kind das in Wasser gestopft wird, f. 87. Die Schlange welche einer Frau entgegen züngelt, f 96.Note by the author (inserted at the left margin) [...]

Note by the author (inserted at the left margin) unten pagina 55Cod. Vat. anon. numero 3738. fol. 94

aber ist halb voll Copien von Mexikanischen Gemälden, Styl im Ganzen nicht zu verkennen. Doch Figuren zu lang und in Copien wohl nur Beiwerk genau, die Contour zu europäisch. Ohne Titel. Ein Buch in das ein MönchNote by the author (inserted at the left margin) F 5 steht daß der Dominikaner Frater Pedro de los Rios 1566 die meisten von diesen Gemälden copirt hat. manches zusamengeschrieben, schon angestekt vom Vergleich der griechischen Mythologie.

Chichiualquauitl, ein Milchbaum im Him̅el um den neugeborene gestorbene Kinder sizen, denen des Baumes Zweige Milch ins Maul tröpfelt.

Sagen, f. 5.Note by the author (inserted at the left margin) Gemälde der 4 Weltzerstöhrungen. Erstes Alter Wasserfluth. Dies Alter heißt Coniztalla testa bianca. Bis zur Sündfluth dauerte die Welt 4008 Jahr. Dan̅ wurden Menschen in Fische verwandelt (fast wie Vishnu’s Einfleischung, wie er das vom Teufel ersäufte Naturgesez auffischt(?)). Vor die | 15v36 ser Ueberschwemung kannten Menschen nicht cultivirten Mays sondern nur das wilde Gras welches Atzitziutli heißt. Ein Mann und ein Weib entkam auf Ahuehuete, andere sagen mehrere, in Hölen. Vor der Sündfluth lebten Giganten oder Tzocuillicxeque’l(?) Note by the author (inserted at the right margin) Elephantenknochen.wovon Padre Rios 1566Note by the author (inserted at the right margin) 1564? einen Bakkenzahn sah der 3 ℔ wog und mit anderen Riesenknochen an Vicekönig Don Luis de Velasquoez gab. (pagina 53, numero 37.)

 Cholula . Einer der 7 Riesen welche der Sündfluth entkamen, NamensNote by the author (inserted at the right margin) Xelba bauteNote by the author (inserted at the right margin) Cholula Thurm oder Ziegel-Pyramide von Cholula deren basis 1800 Fuß lang ist um sich bei nächster Sündfluth zu retten, aber Götter schikten Bliz,Note by the author (inserted at the right margin) Die Götter riefen, ob sie den Himmel stürmen wollten. Arbeiter zerstreuten sich, Götter befahlen 8-jähriges Fasten.Note by the author (inserted at the right margin) [...]

Dies wohl später Erklärung grübelnder Indianer über die Grabpyramide. Werk der Tultequos, wo steht das?

Zweites Alter. f. 6. Concuzerque? dauerte 4010 Jahr. Zerstöhrung durch Wind, Menschen werden in Affen verwandelt. Ein Mann und eine Frau retten sich innerhalb eines Steines.

Drittes Alter, f. 7. TzonchichiltqueNote by the author (inserted at the right margin) (Siehe unten pagina 47) Schlegel, pagina 100 Stollberg I pagina 440. 382. eta rossa Feuer-zerstöhrung und Erdbeben. Das Alter dauert 4801. Jahr. Ein Mann und ein Weib retten sich in eine unterirdische Grotte.Note by the author (inserted at the right margin) Gomara [...] de Mexico, fol. CXIX.

Viertes Alter. Die Erde dauerte wieder ruhig 5042 Jahre, dan̅ in Provinz Culan größte Hungersnoth wobei es Blut regnete und meisten starben viele vor Schrek über das Blut-regnen.

Der Citlallatonac (Gott der Milchstraße) erbarmte sich und sandte nach Tulan eineNote by the author (inserted at the right margin) Tulan. Bethlehem Bothschaft an Jungfrau ChimalmanNote by the author (inserted at the right margin) Die beiden Schwestern des Chimalmam starben vor Schrek vor der Engelsbotschaft. sie sei ausersehen um ohne Mann ein göttliches Kind zu gebären.Note by the author (inserted at the right margin) Vishnu? Dies war der König Quetzalcoatl, der weise regierte, Zorn der Götter durch Büßen und Fasten mäßigte. Er wird abgebildet, wie er bei Tlaxapuchicalco auf

| 16r37.

Crocodile. pagina 4.7.

Au Musée Capitolin un Crocodile antique de 4 piés de long de marbre de Paros. La tête est neuve excepté une partie de la mâchoire inférieure. Toutes les pointes des dents(?) cassées. Est-ce ce Crocodile auquel on avait restauré la langue(?). Pattes mal faites toujours 5 doigts tous avec des ongles fourchur(?)!

Berg (fol 8) Catcitepetli montaña qui parlaNote by the author (inserted at the left margin) ein Berg mit Maul und  
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Zungen umher, Vulcan?
auf einem stachlichen Agaveblatt treibt. Ostindische Büßungen. Der QuitzalcoatlNote by the author (inserted at the left margin) man giebt an(?) Cod. anon. pagina 18 Quitzalcoatl habe Menschenopfer eingeführt.** zog durch die Welt die er bevölkerte, endlich ging er über das rothe Meer (Tlapallan) und kam nie wieder. Er versprach er werde wieder kom̅en wen̅ es Zeit sei. Cortes gab sich für ihn aus. So Christus, Einfleischungen, Vishnu, Messias, Juden.

Note by the author (inserted at the left margin) Menschenopfer Dienst der Sivo (Schlegel, pagina 119)Cholula, p. 10. Die sogenan̅te Figur der Pyramide sehr unähnlich, mit Tempel darauf. Sage daß Ziegel vom Berg Cocotl in Provinz Tlalmanalco sei, daß Indianer von da bis Cholula sie sich von Hand zu Hand zu reichten.

Im Allgemeinen

**

Note by the author (inserted at the left margin) Gama, pagina 40 note.Die Geschichte der Jungfrau von Tulan mit den Büßungen an ihrem eigenen Leibe nicht(?) christlich und da was wir von Mythologie der Amerikaner wissen, von Christen wiedererzählte und erfragte Sagen oder von Christen erklärte alte Gemälde sind so muß man im détail der Mythen mehr geflissentliche Verbrämung erwarten. Doch die Geschichte des Quitzalcoatl hat der Engelerscheinung und der inmaculata Virgi | 16v38. nitas nicht so viel unglaubliches. Es ist nicht der Unsterbliche selbst der erscheint, keine Menschwerdung, nein, ein schwangeres Mädchen, welches von einem untergeordneten Gott, wie Rhea von Mars, ein Wunderkind zu gebären vorgiebt; in der Hungersnoth verlangen die erzürnten Götter Sühneopfer, das Wunderkind kasteit sich selbst, versöhnt die Götter, wird Heerführer der Völker, verschwindet…. Man hoft so, eine schöne Zeit werde wiederkehren, redit et Virgo…. Um diese Hofnung zu verstärken sagt man der Wundermann habe versprochen, wiederzukehren. Darin ist wenig christliches nichts von Stiftung neuer Lehre. Fast mehr ist im Bochica.

Mythe mit Ausgießung der Zungen von Gemelli ist bedenklich.Note by the author (inserted at the right margin) vielleicht apokryphisch. Min(?)der ist es Sage von auf Bergen geretteten Menschen. Darauf fielen alle Völker, pagina 47. Min(?)der der Aerger den Götter bei Erbauung großer Werke haben, pagina 36, überall ist man geneigt unglüklichen Ausgang eines Unternehmens menschlichem Uebermuth zuzuschreiben.

Viele Völker haben wahrscheinlich historische Gemälde gehabt, keines aber hat so viel Fleiß darauf verwandt als Mexikaner, wahrscheinlich, weil wir nirgends eine solche Kultur ohne Buchstabenschrift sehen. Diese leztere aber, wie Zoega glaubt, in EgyptenNote by the author (inserted at the right margin) Nach Alexanders Tode war in Asien ein griechisches Reich in Bactrien und aus diesem, glaubt Zoega, kom̅e Aehnlichkeit zwischen ostindischen und griechischen Mythen. erfunden, breitet sich aber bloß auf zunächst umrahmende Völker aus, noch jezt nicht einmal bis China, also nicht bis Ost-Asien, kein Wunder daher daß Amerikaner, falls sie aus Ost-Asien abstam̅en, nichts davon empfingen, besonders wen̅ Auswanderung früh war. Denn finden wir jezt gleich Buchstaben bei Mantschu und zwar Buchstaben syrischer Abstamung, so mögen diese doch sich erst sehr spät dahin ausgebreitet haben.

| 17r41

 Antike Steine Fortsetzung pagina 30 .

Daß Laocoon Parischer Marmor ist sagt Plinius zwar nicht. Aber eben weil Lacoon aus 5 Stükken besteht, die aber so schön zusamengesezt sind, daß Plinius sie für Eins hält (denn seine Statue ex domo Titi ist gewiß die unsrige, in Titus Bändern gefundene), und da Plinius sagt daß Parischer Marmor nie sehr große Stükke gab, da fremde, von Borgia durch Missionäre erlangte Steine von Paros dem Lacoon gleichen, so ist wohl nicht zu zweifeln daß Laocoon parisch sei.

11. Pavonazzo, weißer Marmor mit unzusam̅enhängenden violetten Fasern gesprengelt, der alte Marmor phrygium.

| 17v

[...]

| 18r47.

1. Fluth Geognosie. Daß das Menschengeschlecht Note by the author (inserted at the left margin) 4 Zerstöhrungen.mehrmals durch Feuer und Wasser untergegangen und von periodischen Conflagrationen der Erde, weil Sonne sich periodisch zu sehr nähert: Plato Tim. pagina 22. T. 3. Op. ed. Stephan. 1578. Siehe oben pagina 36. 38.

2. Sprache Barton. Einzelne Wortähnlichkeit ist überall. Scheune eben so geschrieben im Thebaischen Dialekte heißt auf Altegyptisch oder Koptisch eine Scheune. Stahli heißt darauf Eisen, ba ist Artikel, daher bavalt. Zoega Ob. pagina 142. Phallus, palus, kom̅t nach Zoega von alli im Koptischen wo vor ϕ als Artikel, ϕαλαυς lignum teres, ich sage, davon(?) Pfahl. Dies ist auch der Etruscische Gott Pales. Der Assyr. Phal(?)l wie eine Taube, Zoega pagina 215. Heil Geist. Calla auf Malabarisch Fels.

3. Baukunst Peru. Größe. Goguet T. 3. pagina 54 glaubt Peruaner habe größere Massen bewegt als Egypter. Zoega bestreitet es. Obel. pagina 186 und sagt daß man aus Garcilasso T. I. pagina 233. II 248 deutlich sehe, die 30 Fuß langen 28 Fuß breiten Steine seien bloß um Städte hingewälzt, nicht auf einander gelegt, Palläste und Tempel seien nur 12 Fuß hoch gewesen. Ich stim̅e Zoega bei doch gewiß ist Pyramide von Cholula und Chaussée von Cusco nach Quito ein Unternehmen egyptischer Kühnheit. Noth treibt allein an. Zoega obel. pagina 191. glaubt, Holzmangel habe Egypter zu so geschikten Steinreglern(?) gemacht. Eben deshalb in heißer Tropengegend keine eigentliche Architektur. Weder dort Bedürfniß der Bedekkung so groß, noch Mittel dagegen schwierig. Ganz anders auf dem Gebirge wo Holz fehlt. Dort Steinhauerei früh!

4. Mexikanische Hyeroglyphen. Jahre 000, so Etrusker und alte Römer Jahre mit Nägeln bezeichnend.Note by the author (inserted at the left margin) Livius hist. lib. 7. c 3. Sind die Mexikanischen Punkte Köpfe der Flökke oder Körner?

5. Quippus. In Tlaxcala ausgegraben. In Canada Barton. Aber selbst in China. Martini, histoire de la Chine page 21.

6. Pyramiden. Durch Steine bezeichnet man denkwürdige Orte. Genes. c. 28 v. 18. c. 35. v. 7. Pausanias erzählt, Arcadier häuften Steine auf wo berühmte Männer fielen. Descr. Graec. l. 8. c. 13.

7. Steine. Aelteste Götter der Griechen waren SteineNote by the author (inserted at the left margin) selbst 3 Grazien wurden als 3 Steine verehrt. Zoega Ob. pagina 208. So Stein (Gott der Syrer) Baetilus. Kleine Steine baetilia persica, alte Amulette, solchen Steinen wohnten Schuzgenien der Menschen ein. Zoega

| 18v48

8. Zoega: daß Phallus als Gott, als Bild der Fruchtbarkeit, und Zeugung, alles Unzüchtige, aller Bachische Dienst bei Griechen und Egyptern nicht sehr alt, dem Homer und Hesiod unbekannt sei, sich nicht bei rohen sondern später gebildeten Völkern finde. Obel. pagina 214. sehr wahr!

9. Statuen, pagina 17. aller Anfang der Kunst bei Arcadiern. Zoega pagina 218, Nutka, Ostiaken, Mexikanische [...] [...] ohne Leib, bloß Kopf und Schultern. Man giebt der Kürze wegen nur das Nothwendigste an, nicht mehr. Deshalb wohl ohne Beine als Hände wie Mexikaner. Unvollkomenste bloß Augen, Nase und Mäuler. Hermessäulen von Popayán.

10 Zamang. Heilige Bäume Ygdrasil ein fraxinus Note by the author (inserted at the right margin) unten pagina 61.unter dem Odin und Asi zusam̅enkamen, der Baum Zampuh in Thebet auf Berg Righiellunbo wo alle daemonen sich versamlen diese bloß imaginaire, Ueberwirklich, dodoneische Eiche. Die Palme in delos unter der Latona gebar, der Heilige Oelbaum in der Burg von Athen, die Ulme zu Ephesus. Zoega pagina 237. 234.

10. Sonnendienst der Perser. Zoega pagina 243 glaubt daß Mond-Dienst älter als Sonnen-Dienst sei, weil Mond auffallender, wechselnder und manche Völker verehren Mond und nicht Sonne. Ob. pagina 243.

11. Menschenfressen. Verwandte essen in Ucayale aber eben diese religiöse Sitte nach Strabo bei Hiberniern, Note by the author (inserted at the right margin) numero 16.und mehreren Skythischen Nazionen, Zoega pagina 245. Ataruipe. Part(?)her warfen Verwandte den Vögeln vor und begruben die abgeschalten Knochen. 247.

12. Wie Cumanenser die Toten rösten, Herrera –Histoire géneral des Voyages, pars III, lib 6. c. 1, Tome 13. page 14.

13. Namen(?) [...] Küste Malabar. Königreich Cottaracare, Stadt Collam, König Vera Martanda Paolino Viaggio pagina 75

14. Sagen. Indische Mythologie Shiva, der Samen(?) Osiris, Dyonisius, Bachus. Bhagavadi,Note by the author (inserted at the bottom) auch Mond, auch Bhavani. Siehe unten, numero 38 Sigurra beata, Shiva’s Frau oder Mutter, die Natur Astarot der Ebreer, Atargati der Assyrer, Isis der Egypter. Sie ist die Göttin der Feuchtigkeit, Paol. pagina 79. Sie heißt im Sanscrit auch Uma; Kali.Note by the author (inserted at the right margin) kali heißt schwarz. pagina 20, numero 12. welche Sündfluth praleya heißt, da neben 4 Pferdeköpfen mit Hals aus Wasser hervorragend wie bei Gemelli. Siehe Kupfer Paol. pagina 161.

Manu I Adam (Adi Anfang, adicarana erster | 19r49 Anfang auf Sanscritisch) lebte nach dem Buche Mahabharada, das Paol. besizt, 5794 Jahre vor unserem Jahr 1788. Manu II oder Manu Nahusha ist Nor, Bali ist Belus. Paol. pagina 241.

Note by the author (inserted at the left margin) Erster(?) Meridian der Bramanen ist Salmala, Berg auf östlichen Küste von Ceylan oder Lanca. Länge(?) heißt Deshandara. Paol. pagina 308. Canopus hießt Agastya in Sanscrit. Paol. pagina 402.Sindhustan heißt Indien auf Sanscrit. Nor oder Manu II rettete sich in yanapatra oder Barke auf Berg Himala (oben pagina 33). Parabrahma erstes Wesen.

Zoega schließt aus den As. research. daß man noch kein Monument aufgefunden, daß in der Art, wie Scipions Grab Sicherheit der Gründung älter an sich trüge als 10tes Jahrhundert nach Christi Geburt!! Note by the author (inserted at the left margin) denn die bei Monguir gefundene berufene Inschrift auf Kupfer welche 23 Jahr vor Christus geschrieben sein soll (As. res. I page 123) ist nach Hastings selbst ungewissen datums. Obel. pagina 552.

15. Kalender. Indisches Jahr und Mexikanisches sehr verschieden. Granthamische und Samsardonische Bücher geben 4 Jahre an, zu 355, zu 365, zu 360 und 324 Tagen. Das zu 360 heißt Brahaspadi und hat 10 Monathe. Paol. pagina 305.

16. Menschenfressen. Chineser. Ant. relaz. della Cina di due Maomettani che nel secolo nono vi andarono trad. del Arabo nel Franc. da Eusebio Renaudot indi in Italiano, Bologna 1749, pagina 60 daß Sineser im 9ten Jahrhundert Menschenfleisch der erschlagenen Feinde und Verbrecher aßen und auf Markt verkauften!!Note by the author (inserted at the left margin) Daß Egypter Menschen opfern erwiesen von Cortez, Déc. égypt. V. 3 page 110.

17. Pyramiden orientirt. Grobert page 112. Chazelles und Picard hatten schon Fehler gefunden. Nouet und Carabœuf doch azimuth an Cheops, Abweichung 0°19′58″. Er bemerkt, daß Picard an Tycho’s Meridienne 18′ fand. Nouet, Déc. égypt. Vol. 3. page 101

18. Mexikanische Kupfer. Borgia MSS. Es ist in Ostindien nicht erlaubt einen Gott anders zu malen als von je her Sitte gewesen. Beständige Formen. So wahrscheinlich in Mexico. Paol. pagina 341.

Note by the author (inserted at the left margin) pagina 36.19. Cholula. Zoega glaubt daß sie von Erde und mit ungebrantem Ziegel bedekt sind. Obel. pagina 380. Torquemada sagt Pyramide von Cholula sei unvollendet und 240 Fuß hoch. Siehe Robertson. T 4. Torquemada Men. Ind. l. 3. c. 19. Cod. Vat. numero 3738. F 10 giebt Abbildung Gemelli. T. 6. pagina 227. Zoega vergleicht die Pyramide von Fortihuacan mit Be | 19v50.  lustempel  der nach Arrianus lib. 7 auch von ungebrantem Ziegel war. Siehe oben pagina 20.

20. Gewölbe. haben Egypter gar nicht gekant. Zoega pagina 407. Griechen wenig und seltener, Römer am häufigsten gebraucht. Bloß in Pyramiden eine retraite der Steine die sich wechselseitig tragen, ein analogon eines Gewölbes, doch kein Bogen, sonst wie eine(?)  
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Image description Vgl. dazu Ette/Maier 2018, 552: Das Mauerwerk der Pyramide von Cholula (Vizekönigreich Neuspanien) […] gezeichnet in Rom, 1805[.] Tinte auf Papier, 201×120 mm […]. [Close]
   
über Haus in Pyramide von Cholula pagina 18.

21. Cyclopisch. Peru. Stein an Festung. Auch Römer an Colosseum Zapfen stehen lassen  
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Image description Vgl. dazu Ette/Maier 2018, 552: […] ein Stein mit Zapfen aus dem römischen Kolosseum […] gezeichnet in Rom, 1805[.] Tinte auf Papier, 201×120 mm […]. [Close]
   
um einzugreifen. Kütt. Egypter nie, obgleich einige Reisende doch auch etwas Cement an Pyramiden sahen. Griechen und Römer meist aber sehr dünn bei größten Steinen.Note by the author (inserted at the right margin)  
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Image description Vgl. dazu Ette/Maier 2018, 552: […] ein Türbogen, gezeichnet in Rom, 1805[.] Tinte auf Papier, 201×120 mm […]. Editor's note Note by the author Thüren porte rastremate. [Close]
   

22. Säule Mitla. Aeltester Styl der Menschen Säulen die nach oben fast gleich dikk sind, so bei Aegyptischen Säulen fast gar keine Verjüngung. Griechen haben meist zu Pästum Verjüngung übertrieben und sind endlich auf schöne Form zurükgekomen, auf mäßige Verjüngung. Zoega.

23. Rechts und Links. In Mexikanischen zufällig nach Art Symetrie wie sich Gemälde besser zu gruppiren schien. Im Cod. anon. finde ich oft Spanier die Schwerdt in der Linken führen, Mexikaner bald in rechten, bald in Linken. Cod. anon. z. b. pagina 86. Siehe oben pagina 17.

24. Hyeroglyphen. Zoega, Ob. pagina 422. A rerum formis Note by the author (inserted at the right margin) Siehe numero 30.exprimendis ad easdem formas abbreviandas transiverunt, a simplici pictura ad tropicam, ac denique metaphoris symbolisque et aenigmatis varie nexis atque compliNote by the author (inserted at the right margin) peinture des idées par les choses.catis adolevit scriptio hieroglypica, quae ubi latiori sensu accipis vocabulum, multis gentibus comunis fuit ubi arctiori Aegyptiis propria. Duo hinc nata sunt scribendi genera quae arbitraria seu conventionalia appellari possunt: alterum rebus cogitatis exprimendis accomodatum sine respectu ad formas rerum, cujusmodi sunt Sinensium characteres et quae vulgo nuncupantur cifrae variae, alterum sonis imitandis destinatum, ut sunt alphabeta quibus nuno utitur cultioris orbis maxima pars. auch pagina 438. In Hyroglyphen keine Beziehung auf einander aber Beziehung auf Sprache, | 20r51. so daß der wohlthätige König nicht durch einen König vorgestellt wird, der Reis austheilt, sondern durch 2 Hyeroglyphen, wo von das eine einen König, das andere wohlthätig bedeutet. Viele Mexikanische Hyeroglyphen sind Cyrioligici generis (Zoega pagina 440) welche Gegenstände wie sie sind malt. viele tropicae notae, durch Anspielungen. Aber im Mexikanischen Gemälde diese Hyeroglyphen nur Beiwerk, das Ganze malt Handlung selbst.

25. Mexikanische Gemälde. Lafitan, mœurs des Note by the author (inserted at the left margin) numero 24. numero 30.Sauvages t. 2. page 43. 225. 416 erzählt er habe bei Irokesen und Horonen auf Fellen Gemälde gesehen, welche Namen (aus Schwierigkeit der zu treffenden Gesichtsähnlichkeit) so ausdrükken daß sie weder Pfeil im Namen hat einen Pfeil erben, das Ohr malen. Siehe de la Hontan, Voy. dans l’Am. sept. t. 2. page 193. Auch bei Virginiern fand man Gemälde welche in Zirkelform Begebenheiten schilderten. Lederer, Journ. des Savans 1681. page 75.

Robertson, lib. 7 kennt bloß Mexikanische Gemälde auf Baumrinde, Baumwollenen Zeugen(?) und Fell. Vom Magurig-Papier habe ich erste Proben mitgebracht. Ueber Mexikanische Gemälde d’Acosta, l. 6. c. 7. 10. l. 7. c. 24. Theodore de Bry, America P. 4. page 278. 282. 352. Acosta klagt schon wie viel verloren gegangen sei, weil man in Yucatan und Mexico Gemälde als Zauberdinge verbrant, daß aber ein alter Jesuit viele gesamlet. Herausgegeben sind Mexikanische Gemälde in Purchas, Thevenot, Valades, Rethorica Christ. P. 2. pagina 108. Gemelli, Lorenzana, Robertson. Von Mexikanischen Gemälden im Allgemeinen und etwas über Vatican. Borgian. Cod. Siehe Zoega, pagina 531. Zoega bemerkt daß man aus | 20v52 Mercatus degli Obelischi di Roma c. 11 pagina 96. (im 16ten Jahrhundert) sehe daß zu seiner Zeit 2 Originale Codices im Vatican waren. Sollte der eine nach Bologna gekomen sein? wie unter Pabst Lambertini mehreres nach Bologna vom Vatican kam!

26. Norden. Mexikaner von Norden her. So überall Norden Vaterland der Sieger. Nach Indischen Mythen ward ganz Indien kultivirt und besezt durch Gott Rama oder Shirama (nach Paol. Systema Brahmanicum, pagina 137 der junge Bachus) der aus dem unbekannten Lande Ayodya kam, das nördlich von Imaus liegt, der Weinstok einführte ….

27. Inca. Erste Indische Könige gaben sich auch für Söhne der Sonne aus. Paol. Systema Brahmanicum, pagina 141.

28. Bei Mexikanern bloße(?) Aehnl. mit Indien, die Aufschneiderei des langen Weltbestandes pagina 36. gar keine im Jahr, keine im Styl der Zeichnung, Mangel der Buchstaben. Doch Zoega, ob. pagina 550 glaubt Inder haben vor Alexander nicht schreiben können.

29. Moden. Sonst erklärte man ganze Physik durch Elektrizität, jezt durch Galvanismus. Pila. So sagt Wuth alles aus Egypten, dann aus China, Anquetil, alles Brahmanische aus Persien, Paw, Bailly und vorzüglich d’Hancarville, alles von den Skythen.

30. Hyerogloyphen, Mexikanische, pagina 50, numero 24. Pictura Mexicana non singulis figuris singulas ideas successive exprimit, ut in hieroglyphicis suis faciunt Aegyptei sed figuras ea ratione ordinat et componit ut complexu suo locisque et actionibus ad invicem relatis totam rem exprimendam insinuel significent. Aber alles Beiwerk im Gemälde ist tragisch und anigmatisch. Zoega Ob. pagina 532. Warburton und Kircher, Oed. t. 3 pagina 28 tadeln schon daß man Mexikanische Gemälde Hieroglyphen nenne.

| 21r53

31. Cassiquiare Uruana. Auch in Norwegen findet man ganze Felsen mit Thieren, Menschen und Schiffen (die eingegraben sind) bedekt. Sulem Samlinger til den Danske historie, T. 2. fasc. 3. pagina 215.

32. Asien. In Sibirien fand Strahlenberg, descript. histor. de l’empire Russe, T. 2. page 201, Felsen und Pyramiden mit geschichtlichen Figuren bedekt.Note by the author (inserted at the left margin) [...]

Note by the author (inserted at the left margin) numero 16.33. Menschenopfer. Ist es erwiesen daß Mexikaner so viele opferten? Früher(?) hin scheinen alle Völker Menschen geopfert zu haben selbst Egypter, und zwar nahmen sie Menschen von der blonden Race dazu (Arabischen oder Typhonischen). Ja selbst wunderbar wie spät es sich erhalten. Pausanias sagt daß noch zu seiner Zeit in Arcadien Menschen geopfert wurden. Menschenhecatomben opferten Griechen noch spät nach Siegen. Gallus und Galla wurden noch zu Caesars Zeiten in Rom lebendig begraben. Kaiser Claudius verbot Menschenopfer im ganzen Römischen Reiche; wozu Druidendienst Veranlassung gab. Bei vielen Nazionen wo man Menschen nicht regelmäßig Göttern opfert, thut man es doch, so oft Staat in Gefahr ist, erzürnte Götter besondere Sühne fordern.

34 Teufel. Zoega glaubt daß gutes und böses Prinzip eine feine, erst in Kultur entstehende Idee sei. Bei Griechen und Römern existire sie nicht. So war Typhon bloß Representant der rothen oder blonden Menschenrace in Egypten.

35 Schlange bedeutet bei Egyptern nie malignität, Zoega, Ob. pagina 445 sondern aevum, Zeit, Ewigkeit. Ob. pagina 451, wie bei Mexikanischem Kalender.

36. Menschenopfer, n 33. Auch bei Indianern vormals der Göttin BagavadiNote by the author (inserted at the left margin) dem Monde, numero 14. Siehe unten pagina 64 oder Gaengadevi (der Taurischen Diana) und das noch jezt übliche Opfer tukam, wo ein Mensch | 21v54. sich gemiethet martert, zum Beispiel einen Haken in Rükken schlägt und aufhängen läßt, ist Anspielung darauf. Paol. pagina 14.

37. Giganten. Der König von Ceylon, Ravana, den Bachus oder Rama besiegte, war ein solcher Riese. Paol S. Br., pagina 24. 143. Alle Weltgeschichte fängt mit Riesen an. pagina 36.

38. Indische Mythen. Einige erzählen, daß der Ewige Parameshvara zuerst ein Weib, Bhavani, die Natur (Isis) n 14 schuf, dies erzeugte den Trimurti Brahma, Vishnu und Shiva, Schöpfer (Erde), Erhalter (Wasser, Mond) und Feuer, Zerstöhrer (Sonne). Nur Vishnu fleischt sich so (?)oft (qual) ein(?), weil das Wasser in vielfältiger Gestalt der Natur Leben einhaucht. Andere sagen VishnuNote by the author (inserted at the right margin) schwam auf einem Blatt der Nymph[a]ea, als noch nichts als Wasser existirte an schuf zuerst aus seinem Nabel eine Lotusblume aus der Brama hervorkroch. Brama schuf dann alles andere. Paol. V. pagina 276. Eine dritte Sage ist daß Parabrahma die Elemente eingeschlossen in ein Ei schuf. Das Ei brach in 14 gleiche Theile woraus 7 obere und 7 untere Welten entstanden. Darauf erschien Parabrama auf Berg Meru, rief alle Götter zusammen und befahl dem Brama, im Schaffen, dem Vishnu im Erhalten, dem Shiva im Zerstöhren fortzuführen. l. c.

Mexikanische Gemälde

39. Fortsezung, Auszug aus Cod. Vat. anon. n 3738.Note by the author (inserted at the right margin) Beschreib. des Codex. Zoega pagina 531. Siehe oben pagina 35–51.

Namen der 18 Monathe und Zeichnungen pagina   Omitted (1 word)       Atleavalo, Tlacaxipevaliztli, Tocozintli, Veitozcoztli, Toxcatl, Atemoltly, Tititl, Veitecuilvitl, Miccailhuitl, Pactontl, Veipacs(?)tli, Veimiccailhuitl. Oespanitl, Quecs(?)oli, Panquetzaliztli, Hetzalqualiztl, Tecuilvitontl, Izcallz, so lese ich die Namen, meist Götter | 22r55 namen, deren Fest in diesem Monath war, mit Bezug auf Regenzeit, Witterung.

Von fol. 68–93 unvollständige Copien historischer Gemälde ohne alle Beschreibung, am Ende einige christliche gefangene Spanier und Indianer mit Kreuz in der Hand, Mönche die taufen und Spanier die den getrauften bald darauf ins Wasser werfen, Spanier mit Kreuz auf Pferden.

pagina 67, Bild der 7 Menschen aus 7 Grotten, jeder mit Bogen und Blumen, 7 Anführer der 7 Völker Chichimex(?)i, Nonoalca (Nazion), Michuaca, Couixa, Totonaca, Cuexteca, Olmecaxicaluga, alle sollen in Haasenfelle gekleidet gewesen sein.

Nur vornehme Leute und solche, welche viele Feinde getötet durften ihr Haar schmükken. Vornehme gehen ganz nakden Fußes, denn Soolen und Schuhe, sagen sie, schikken(?) sich nur für Boten und arbeitende, gehende Menschenclasse. Nakde Füße zeigen an daß man nie geht. Cod. pagina 60.

Kupfer zu meiner Reise

40. Gemelli Völkerzüge. (?)Die 2 Menschen, der Coxcox und die Chiche quetzal, retteten sich in Kahn Acalli auf Berg Culhuacan.Note by the author (inserted at the left margin) Robertson, III page 401. Ihre Kinder stumm, bis Taube ihnen Zungen gab, da sie sich aber unter einander nicht verstanden, so zerstreuten sie sich, Note by the author (inserted at the left margin) Votan in Chiapa, Neffe des Nor Clav. I pagina 150.doch, 15 verstanden sich und zogen zusammen 104 Jahr umher, bis sie kamen nach Atzlan (wo Vogel mit Palme steht) oder Teucul in Neu Mexico. numero 2 meines Kupfers bedeutet 104 Jahr oder Cehuehuetiliztli. numero 3 steht dabei Tocolco Humiliante. n 4. Ozitotlo: luogo de i grotti numero 5. Mizquiahuala numero 6. Hutziguilocan: Luogo de i fiori di cardo. numero 7 Chico meztoc: Luogo de Sette Grotte 9. Quauhte | 22v55 pec: Monte dell Aquila. 10. Epcoac: Serpente ardente. numero 11. Teotzapotlan: Luogo di frutta divina. numero 12. ylhuicatepec. 13 Papatla: Erba de folgie large. 14. Tzompanco: Calvariae locus. 15. Apazco: vasi de creta. 16. Quanztitlan: Luogo frondoso dell Aquila. 17. Azcapoizalco: Formicaio. 18. Chalco: Luogo di pieta pretiosa. 19. Pantitlan: Luogo de Andanas. 20. Tolpetlac: Stuoia di Giunchi. 21. Azaxochie(?): Fiore di Formiche, das  
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Image description Vgl. dazu Ette/Maier 2018, 585: Hieroglyphen […] zur Geschichte der Azteken, abgezeichnet nach einer Kopie in Gemelli Careris Reisebericht, 1805[.] Tinte auf Papier, 201×120 mm […]. [Close]
   
daneben ist Techcatidan: Luogo di Spechio, darunter  
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Image description Vgl. dazu Ette/Maier 2018, 585: Hieroglyphen […] zur Geschichte der Azteken, abgezeichnet nach einer Kopie in Gemelli Careris Reisebericht, 1805[.] Tinte auf Papier, 201×120 mm […]. [Close]
   
32. Apan: luogo d’Acqua. 33. Cozaquauhco: nom d’un oiseau. 22. Xaltepozauhcan: dove sorge l’arena. 23. Tepetlopan: luogo de la pietra Tepetate. 24. Teozomaco: scimia di Dio. 25. Capultepec: Monte di Locuste. 26. Temazcatitlan. 34 Tenochtitlan, Mexico. 27. vier si(?)zende Familien, erste Gründer von Tlatelulco. 28 Tlatelulco. 29. Mixiuacan: luogo di parto. 30 Coxcox Re. di Culhuacan. 35 2 si(?)zende populatori di Messico, Copia d’una(?) antica dipintura conservata da Don Carlo Siguenza. Gemelli, ed. 1728. T 6. pagina 22. sagt fatto in tempo de la gentilità, aber pagina 44 sagt er daß Sig(?)uenza alle Originale von Don Juan d’Alva Sig(?)nor del Catzicazgo und von S. Juan Teothihuacan hatte welcher sie von seinen Vorfahren, den Königen von Tescuco, geerbt hatte.

41) Ueber Pyramiden in Teotihuacan Gemelli, T 6 pagina 119 sagt daß Straße noch heiße Micaotli oder camino de morti, also Begräbnisse!

42.) Gemelli, Cholula, sagt bloß daß er dort war und die piramide di terra sah. T 6. pagina 135 aber daß 20 October 1697 der Vulcan von Mexico viel Flammen spie. sehr wichtig.

43.) Sklaven. Grausamkeit der Römer. Tac. lib 14. c. 44 Anal.

44) Atlas, meine Ableitung von Atl Wasser schlecht ächt griech. Fabel vom griechischen τλαο trage(?) der Berg, der den Him̅el zu tragen scheint und deshalb im̅er westlicher gerükt. Zoega.

| 23r57.

Note by the author (inserted at the left margin) résumé: auf alt(?)en Monumenten die rothe und gelbe Menschenrace (Baby?) meint diese Herodot? seulement basanés wie Copten. Egypter mischten nicht Farben, kanten Haut nicht derselben (Heeren, pagina 525), wo schwarze abgebildet war Neger.

Farbe der Menschen. Note by the author (inserted within the line) Siehe pagina 60. 63.

Jezt in Amerika Menschen so vertheilt daß man nichts von Klimatischen Einflüssen auf Farbe bemerken kann.

In Egypten 2 Menschenracen, Araber, Hirtenvölker in Unterägypten deren weißer blonderNote by the author (inserted at the left margin) eigentlich [...] also roth, eselfarben und gelblich-blas nach Plutarch de Iside Fürst Baby od. Typhon,Note by the author (inserted at the left margin) Pelusium und Babylon gründend. Aethiopier, ein gebildetes Akkerbauendes Volk, schwarzbraune Neger in Oberegypten, Theben und Abydus gründend.Note by the author (inserted at the left margin) wie kann ein Volk [...] dem Herodot schwarz vorgekommen sein? Osiris, der schwarze (Bachus) ward von Baby (dem weißen Typhon) durch List ermordet.Note by the author (inserted at the left margin) pagina 60. Aber Osiris Nachfolger rächten sich, Tod, bauten Memphis und wurden herrschender Stamm, besonders wird dieser Sieg über Hirten dem Sethosis oder Sesostris (1500 Jahr vor Christo) aus Aethiopischem Stamm zugeschrieben. Zoega, pagina 576. Sesostris zog nach Palestina. Zoega glaubt Anfang des Menschengeschlechts schwarz in Aethyopien, nach und nach verbleicht, also weiße aus schwarzen Menschen. So seien Aethyopier nach und nach in Egypten verbleicht.Note by the author (inserted at the left margin) In den Königsgräbern von Theben fand Denon weiße und schwarze Menschenrace nebeneinander abgebildet, weiße siegend. Denon, Voy II, 278. Heeren, pagina 551 glaubt noch(?) an 2 Menschenracen aber sagt wohl zu [...] daß alte Monumente der Baukunst von(?) weißen(?) sei. Auf ägyptischen Monumenten unterscheide man beide racen, doch Negermaul und Nase nie deutlich genug. Von krausem Haar nichts zu sehen da Egyptische Statuen im̅er geschoren sind. Doch Isis wird mit langen Haarlokken abgebildet. Diodor sagt Athenienser seien schwärzlich weil aus Egypten abstammen. Memnon soll schwarz sein. Egypter zogen schwarze Statuen allen vor.

| 23v58.

46 Architektur der Römer und Mexikaner

Bugnato nennen Architekten in Rom die convexe Erhebung eustischer Steine  
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a punti di diamanto, wenn in Schiefe ausgehen, beide Arten in Muro de Nerva und zur Zeit der Republik gemeiner als nachher. Steine in Callo bei Mulalo bugnato.

Opera oder muro à sacco, Guß von Cement zwischen zwei Mauern, innere gewöhnlich ganz von matonis (Ziegel), äußere von matonis mit Travertinblökken abwechselnd und diese Blökke durch Hölung durchgehend, zur Haltung. So viele Grabmähler. Bisweilen äußere Mauer ganz von Travertino. Solche Römische Arbeiten da wo dikke Mauern auszuführen waren, um auszufüllen. Etwas ähnliches in Festung des Callar. Bei Pyramide von Cholula äußere Bekleidung wohl ganz mattonis und darin Erde, Letten mit mattonis geschichtet, diese mattonis, um Form zu erhalten. Dazu bei Cholula Kuben(?) von bloßem Letten  
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wohl in Kästen, etwa von Brettern wie opera à sacco gemacht!

47. Callar. Nach Lacondamine, Mémoires de Berlin 1746 page 432. große oval Gemauer 20 toisen lang 8 toisen breit, Haus, Wachthaus 24 fuß lang 22 Fuß breit,Note by the author (inserted at the right margin) Mauer 2½ Fuß dic(?)k. Von Höhe nichts. Größte Steine 6 Fuß lang. Thüren 6 Fuß hoch 3 Fuß breit; Zeichnung Figure 5 falsch; die 4 Nichen sind nicht gleich abstehend. Piedro Cecca de Leon, Parte primera de la Chronica del Peru, Anvers 1554, (8), pagina 118. spricht von Pracht des inneren ameublements und sagt daß schon zu seiner Zeit Gemäuer zerstöhrt war.

48. Quito. Noch Akademiker sahen in Tessoreria Real de Quito viel gegossene altperuanische Sachen und(?) Sonne als Thiere, Insekten, Früchte, | 24r59 wahrscheinlich nach Natur selbst abgeformt aber 1741 alles dies für König eingeschmolzen. La Condamine.

49. La Condamine sah Thiere die Steinerne Ringe in Nasenlöchern hatten, alles aus einer Stein-Masse, auch an Thüren in Cañar krum̅e Hölungen, die er für Angeln bestim̅t hält. Die Ecksteine  
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Image description Vgl. dazu Ette/Maier 2018, 553: Eckstein […] aus dem Inka-Palast in Cañar, gezeichnet in Rom, 1805[.] Tinte auf Papier, 200×120 mm […]. [Close]
   
nach ihm zur Befestigung der Seitenmauern. dubito.

50. Dächer Peruanische, die Tempel gewöhnlich wohl Strohdächer, esteras, dichtgeflochten. Milde des Climas. So Cieco de Leon als Augenzeuge. Aber in Cañar wohl Giebeldach. Anwohner sagt sein Vater habe platte Steine des Dachs zerstöhrt. Ist dieser Giebel wirklich alt? La Condamine hält ihn auch dafür. Warum hatten sich Spanier so solide Dächer gemacht? Dach im̅er etwas zweifelhaft, besonders wegen offener Fenster die sonst bei allen Peruanischen Gebäuden zu fehlen scheinen. Ueber diese Fenster Siehe La Condamine, Mémoires 1746. Ihm scheinen offene Fenster an Callo unbekan̅t gewesen zu sein und nach La Condamine scheint der Pallast von Callo doch wohl schwerlich bewohnt worden zu sein. Dächer in Mitla wohl schwer, da sie Säulen von Stein zur Unterstüzung brauchten. Römer und Griechen hatten, wie man auf Pompejischen Zeichnungen, vielen bas-reliefs und Tra(?)jans Säule sieht, auch hohe Giebeldächer an Privatgebäuden.

| 24v60.

    Meine Zeichnungen

  • numero 1. Krieger (escaupiles?)
  • numero 2 id
  • numero 3. in der Keule lose Steine
  • numero 4 nakter Krieger
  • numero 5. gemeinster Soldat
  • numero 6. Montezuma mit Stab von Weyrauch parfum (poqtl) in der Hand in der anderen Blumen …. So frisirt und so nakdfüßig dürfen nur vornehme Herren gehen. Denn Schuhe zeigen an daß man zu Fuß gehe
  • numero 7. Signore de la Zapoteca.
  • numero 8. zwei Weiber aus der Gerasteca. Copien nach Mexican. Mahlern, nicht nach Spanischen.

Note by the author (inserted at the right margin) pagina 57 und 63. Racen.  Herodot, II. 104 glaubt daß Colcher ägyptischen Ursprungs sind weil sie schwarz und kraushaarig wie Aegypter sind. Auch Aristoteles, Problemata XIV 4, daß die Hize Holz wirft, Beine(?) auswärts krüm̅t und so Aegyptern krause Haare macht, denn krauses Haar ist auswärts gebogenes! Aber, beim Sincellus in Maneto’s Catalogus der ägyptischen Könige wird ägyptische Königin Nitocris gelb genannt. Strabo, XV pagina 1012, vergleicht an Farbe die mittäglichen Indianer mit Aethyopern (und doch hielten sie Aethiopier für Negern?). Plut. de Iside T 7. pagina 419 (ed. Reiske) daß Osiris schwarz, Horus weiß und Thyphon [...] roth rufus und zwar eselfarbig (l. c. pagina 432) roth war. Galen de temper. II 5. sagt daß Egypter, Araber und Indier spröde schwarze schlechtwachsende trokne Haare, die Aethyopier krause. Lucian, Navig. pagina 491 von der dikken Unterlippe und dem langgeflochtenen Haare und dürre Schenkel Achill Tatius amor.Note by the author (inserted at the right margin) Aitophontis et Leucipp. pagina 69. ed. Commel. nennt sie Bastard oder unächte Aethyopier an Farbe. Amian Marcell. 21. pagina 235 ed. Valesii atrati et subfusculi.Note by the author (inserted at the right margin) auf Denkmälern Sieger rothe Menschen wohl Babyrace(?). Herodot: alte Aegypter schwarzes Volk mit wolligen Haren. Herodot II, 104, Heeren pagina 519. Bornou Neger mit langem Haar, Heeren pagina 325. östliche Aethiopier haben schlechtes Haar, afrikanische Aethiopier das krauseste Haar unter allen Menschen. Herod. VII. 70. Aethiopien fange erst bei Elephant an.

Aus dem allen sieht man daß Egypter krauses Haar hatten aber keine Negerwolle! dunkelbraun, nicht Negerschwarz. (Diese Nachricht aus Zoega’s MSS gezogen, Rom 1805.)

| 25r61.

General Ernouf hat à la Côte du Môle à la Guadeloupe Caribenskelette entdekt, welche in Madreporen angewachsen sind. Mellin Mag. encyclop an 13. pagina 181. Tomo 3.

Note by the author (inserted at the left margin) Bäume pagina 48.Aus Michaux, Voyage à l’ouest des Monts Alleghanys 1804 page 93. Dikste Bäume in Nord-Amerika Plat. occ. und Liriod. tulipif. Erstere Stäme bei Marietta am Ohio 5 Fuß über dem Boden 47 Fuß Umfang und bei der Dikke 20 Fuß hoch.Note by the author (inserted at the left margin) (Platanus occidentalis , Magnolia acuminata, Celtis occidentalis , Robinia pseudoacacia , Anona triloba, Laurus benzoin ) Leztere bilden gesellschaftliche Wälder (bloß Tulpenbäume in Kentucky). Tulpenbäume 18 Fuß Umfang. (bei Marietta, latitude 39°, alt-Indianische Erdwerke beschrieben von Major S. Hart in Columbia Magaz. 1787. vol. 1. numero 9.) Note by the author (inserted at the left margin) UrvölkerNote by the author (inserted at the left margin) Puterpagina 191 hat Zweifel, ob unsere Kalkuter wohl von einer anderen Dindon aus Süd-Amerika abstam̅en, nicht von dem Nord-Amerikanischen, aber nur aus Grund daß schon 1525 Puter in Spanien waren. Er glaubt bloß der(?) Dindon anglais mit rothen Füßen sei aus Nord-Amerika. Wilde größer, wiegen oft 40℔.

Alleghany. — Mich. glaubt, höchste Spizen seien zwischen latitude 35 und 36 in Nord Carolina und heißen great father mountain, Iron mountain, yellow black und Table Mountain, also steht diese Gruppe gegen südliches Ende der Kette Cumberland da wo sie sich gleich gegen Westen gegen River dreht, pagina 276. Von Messung sagt er, weiß man nichts.

in Tennesee viel Mays, 12 Fuß hoch. Diese Berge in Allgemeinen und besonders im Norden in Pensylvanien Alleghany genannt, südlich Apallachian oder auch blew(?) Ridge. InVirginien heißt westlichste Kette Laurel Mountains, in Nord Carolina westlichste Cumberland Mountains.

| 25v62

Note by the author (inserted at the right margin) Samothrac.Samothracische Fluth, Durchbruch der Dardanellen, Diodor. Sicul. lib 5. c. 47. ed. Vesling, pagina 368.

Note by the author (inserted at the right margin) LeonesLeones in Europa potius ( [...] Note by the author (inserted at the right margin) Bedeutung des [...] zweifelhaft.) und zwar zwischen Achelous und Nessus. Arist. Anim. lib. IX c 27 pag Casaub. pagina 564.

Zwei Arten Löwen, eine kurzleibiger und kraushariger und feiger, eine größere tapfere, langhariger. Ar. Anim. l. IX c. 44. p. Cas. 583.

Note by the author (inserted at the right margin) Hun̅en.J Müller glaubt mit Desguignes die Hunnen seien die Hiongun in der Wüste Cobi derer die Sinesischen Jahrbücher erwähnen. Opferten Menschen, lebten in Gezelten. Unter ihrem Anführer Punan verlohr sich ein Theil der Hiongun in Nordsibirien.Note by the author (inserted at the right margin) auch Amerika? Andere zogen nach Corea.

Ueber feuerspeiende Berge, brennende Erden, gaz hydrogène, die brennenden jenseits Herkulessäulen, Aristot. Mirab. auscult. p. Casaub. 704. B., aber Erdbeben heranschieben von Land und Einfluß des Meeres auf Erdbeben, Arist. Meteor. lib II. c 8 p Casaub. 349 HeerenNote by the author (inserted at the right margin) H. bedeutet Heeren.

Note by the author (inserted at the right margin) Atlas-Kette 127. Als Kette betrachtet von Cap Bojador bis Egypten unter 30° Breite westlich am höchsten, in Tripolis Harudsch genannt, dort schmal und dürre — als kahle Felskette bis Egypten fortgehend, Heeren, Politik. 2te ed. Th 1. pagina 9. Horneman̅ pagina 58, dieser zuerst östlichen Theil entdekt. Unter 12° latitude Nord das wenig bekannte Kong-Gebirge.

Note by the author (inserted at the right margin) Wüste128. Wüste, wie schon Herodot sagt, geht von Westküste von Afrika bis Indien durch Arabien. Korman (Carmania) Mecran (Gedrosia) bis Multan in Nord-Indien (Heeren pagina 11).

Note by the author (inserted at the right margin) Korn Cerealien129. Zu Herodots Zeiten war außer dem Carthagischen Gebiete in ganz Nord-Afrika (Egypten ausgenom̅en) kein Akkerbauendes Volk. Heeren pagina 41. Die Unterthanen der Carthager nen̅t er Lybier. Heeren pagina 39. Wäre von diesen Afrikanischen Nomaden ein Stamm ausgewandert, hätte man auch angestanden ihn für Abstam̅end vom alten Continent zu halten. Americaner! Siehe unten, pagina 64.

Note by the author (inserted at the right margin) Canarische Inseln130. Heeren pagina 124 beweist daß Carthager und Phönizier wohl Madera, eine Flußreiche Insel, Diod. I pagina 345, nicht aber die Kanarischen Inseln kannten!! Wenn Carthago einst fiele (sagt Diod.), wollten sie dahin sich retten, wie es das bedrängte Europa | 26r63 nach Amerika zieht.

Note by the author (inserted at the left margin) Fucus.131. Jenseits Insel Cerne, nach Heeren, Karte von Marokkanischer Küste dicht unter 30° latitude so viel Gras im Meere daß Schiffe gehindert werden. Heeren pagina 198 sagt so sei es bei Canarischen Inseln, was falsch ist! — unten pagina 65.

Note by the author (inserted at the left margin) Guanches?132. Auf Cerne ein Hirtenvolk, schwarz, mit langem Haar und sehr schön schlank gewachsen, Scylax pagina 54. Heeren pagina 197. Cerne nach Heeren ein Inselchen entweder bei Mogador oder bei Santa Cruz. 31½ oder 30½° latitude nach Rennel bei C. Bojador 20° latitude. Heeren pagina 740.

Note by the author (inserted at the left margin) Cultur- [...] 133. Aelteste Menschen-CulturNote by the author (inserted at the left margin) schon von Homer gefeierte, Od. I. v. 23. in Aetiopien älter als Egypten — Meroe jezt Ruinen von Chandi, 17° latitude jezt Provinz Atbar, Insel der Alten, wie man Guyane-Insel nennen kann. Heeren pagina 400. In Meroe ein Priesterstam̅ der den König wählte, dort Obelisken-Statue, Hyeroglyphen, Colosse. Und Meroe, ein Thal des heutigen Sennaar, ist ein heißes? oft überschwemtes Land.Note by the author (inserted at the left margin) Nach Bruce, Barometer-Messungen hat Sennaar 827 t. Gogam wo Nilquelle 1654 t. (2 engl. miles) Höhe, doch fanden Jesuiten in Sennaar Papaqueien und Mimosen, Pin. [...] VI pagina 337. Andere Spuren großer Menschenkultur Ruinen(?) von Tempeln, in Axum südöstlicher am Troglodythengebirge. Man hat aber Kultur der Äthiopier weit(?) über die der Mexikaner gehalten, auch in Aethiopien waren cultivirte Staaten. Meroe und Axum zwischen Barbaren und Bruce, wie meine Reise zeigen, daß Ueberreste für Kultur sprechen. Heeren, pagina 469.Note by the author (inserted at the left margin) Diese Bewohner von Meroe wie alle Aethiopier hatten Wollhaar und sind Negern gewesen. Herod. VII 70. Heeren pagina 352. Siehe numero 134.

 Note by the author (inserted at the left margin) Neger.134.  Merkwürdig die von Horneman̅ entdekten Tuariks die(?) einerlei(?) Sprache mit Berbers im Atlas haben, primitive lybische Völker sind, westlich und südlich von Fezzan wohnen und nach Maaßgabe des Klimas weiß, gelblich, schwärzlich, ja (dicunt) [...] Sudan ganz schwarz, aber ohne Wollhaar und ohne negerartige Züge sind. Hornemann pagina 129. Vergleiche oben pagina 57 und 60.

| 26v64

Note by the author (inserted at the right margin) Könige sterben135. Die Priester von Meroe ließen dem König befehl(?)en wenn es Zeit sei daß er sterben solle und dann mußte er sich töten, Diod. I pagina 177. So noch einige Negerstämme, Heeren pagina 408.

Note by the author (inserted at the right margin) Bevölkerung136. Ganz Deutschland zu Tacitus Zeit 1 Million Einwohner. Beweise in Adelungs Geschichte der ältesten LitteraturNote by the author (inserted at the right margin) großer Unterschied deutscher Kultur. Un(?)severischer Stamm oder Com(?)brischer trieb viel Akkerbau, Severischer war Jägervolk. Römer kannten den(?) ruhigeren Theil weniger. Tenkterer und Usopoter beschweren sich bei Caesar, daß die unruhigen Severer sie an(?) Akkerbau stöhren. pagina 251. pagina 163

Note by the author (inserted at the right margin) Menschenopfer und -FressenDaß Britten und Schotten Menschen fraßen, Severer Menschenopfer hatten, Römische Menschenopfer, alles zusamen getragen Adelung pagina 303. 307. (Siehe auch oben numero 36 pagina 53.)

Aus Hornii, de originib. Americanis, libri quatuor Hernipol. 1669. (12)

Mexico. Die von Cortes beschriebene Stadt, bewies Melanchthon, sei Quinsai, welche Marco Polo beschreibt (de region orient. lib. II c. 64.) Heeren pagina 11.

Münze mit Augusts Bildniß soll in America gefunden, einem(?) Bergwerke und von Archiepiscopus Consentinus Joh. Rufus dem Pabst geschenkt worden sein. Aber, sagt Hornemann, elende nachgemacht in Spanien oder von Spaniern dort verloren. Heeren pagina 22.

Inseln. Jesuite Cotton legt dem Teufel in einer besessenen Frage vor, wie Inseln von Thieren bevölkert worden wären. Heeren pagina 34.

Note by the author (inserted at the right margin) Indisches GebirgeSchrekliche Kälte und Schnee der selbst in bewohnte Orte fast täglich fällt, in Paropamisus geschildert, Diod. Sicul. lib 17. pag Rhodom. 553.

Note by the author (inserted at the right margin) Samothracische FluthSamothracische Fluth als Cyanearum ostium und Hellespont ausbrach. Diod. Bibl. lib V pagina Rhod 322.

Note by the author (inserted at the right margin) Cerealien pagina 69.Atlanten kan̅ten sie nicht (auf Canarischen Inseln?) Diod. III, pagina 186. Ceres lehrte die Benuzung der Getreidearten zuerst den Siziliern, dann den Athenensern. Diod. V. pagina 288.

Note by the author (inserted at the right margin) CanopusPosidonius soll ihn zu Cadiz gesehen haben. Strabo, Siebenkees, T. I, pagina 316.

Note by the author (inserted at the right margin) NiveauOb alle Meere ein niveau haben. Strabo. I p. Casaubon 1707, pagina 95.

Note by the author (inserted at the right margin) Geogr. Phys. neue Inseln FluthNeue Inseln, Erdbeben, Durchbrüche, Muscheln fern vom Meere,(?) verstreut, Ueberschwemmungen, Strabo I pagina 84–102. Siehe oben pagina 36, 38, 47.

Note by the author (inserted at the right margin) VersteinerungenTyphon (Plin. lib II c 5) ein Comet und [...] touton(?) déluge. Eratosthenes frappe des coquilles près du temple de Jupiter Ammon, Strabo (Du Theil) Tomo I. pageina 113; Plin, lib 31. c. 7.

| 27r65

Atlantis. Amerika? Sagen.

Aelian III. 18. ex Theopompo refert, dixises Silenum Midae regi in colloquio „Europam Asiam Africam Insulas esse quas undique Oceanus circumfluat continentem vero unicam esse illam quae extra hunc mundum existit. Arist. de Mundo, c 3, omnis habitata terra una Insula est mari quod Atlanticum dicitur circumdata. Probabile autem multas alias huic procul trans mare obversas esse majores hac nostra quasdam, quasdam minores omnes tamen praeter hancu, nobis invisas.“ Also bloß wahrscheinlich. Arist. wußte nichts gewisses über eine Atlantis! Diod. Sicul V, 19, verwechselt Atlantis mit Fortunatis.Note by the author (inserted at the left margin) Chineser schiffen 458 nach Amerika. Deguignes, Remarques géographiques et critiques sur la position des contrées d’Asie et l’Amérique septentrionale (citirt von Scherer, Rech histoire sur le Nouveau Monde page 122.

Strabo, VII pagina 207 erklärt ein Westland des Theopompus „Meropis terra“ mit dem Apollodorus für erlogen.

Aristot. de Mirab. Die Carthager hatten eine Menschenleere, sonst fruchtbare Insel gefunden, die sie geheim hielten und wo sie Colonie stifteten.

Seneca, Medea, Act II prophezeit ein neues Land.

Alles dies habe ich aus Cellarius, Orb. antiquus P. 3, pagina 251.

Über Hesperia Insula und Tritonis palus und daß Atlanten nicht Cerealien(?) kannten, Diod. Sic. lib III p. Rhod 186.

Die Rhodische Fluth, Diod. V. pagina 327.

Ueber Zusamenhang der Herkules-säulen und Straßen(?), Diodor. lib IV pagina 226.Note by the author (inserted at the left margin) Denn Strabo, T. I pagina 156, Siebenkees sagen wahrscheinlich Isthmus von Suez werde einst durchbrechen von selbst.

Die wichtigste Stelle von einer großen westlichen Insel, auf der viele schifbare Flüsse, Städte, herrliche Gebäude, milde Luft. Phönizier wurden durch Sturm dahin verschlagen, mehrere Tagereisen westlich von Cadiz. Diod. lib V pagina 299.Note by the author (inserted at the left margin) Wessel. I pagina 344, sagt ausdrüklich, es könne [...] Hesperid. nicht sein. Er hält es für eine dunkle Sage von Amerika. Heeren will (Afrika 2te Auflage, pagina 124), es sei Madera, er hält es für sehr ungewiß daß die Carthager je die Canarischen Inseln gekant haben.

Samothracische Fluth beschrieben, Diod. lib 17 pagina 553.

Fucus bei Capverdischen Inseln Scylax, pagina Gronov. 126.

Fucus bei Azoren von Ebbe entblößt (Untiefe!), Arist. de mirab. pagina du Val 1157. (Siehe Idelers MSS.)

| 27v

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Température moyenne par Reggie, interpolation theórétique à demi fondée sur des observations
latitude Ephém. Médiol!(?) 1798 page 81.
0° 22°,30 Réaumur 50 — 9,21
5  22. 12. 55 — 7,26
10. 21. 58. 60 — 5,57
15. 20. 78. 65 — 3,92
20. 19. 66. 70 — 2,56.
25. 18, 29 75 — 1,34
30° 16, 72 80 — 0,65
35. 14, 94 8(?)5 — 0,16
40. 13, 09 90 — 0,0
45. 11, 15Note by the author (inserted at the bottom) eine ähnliche Mayer opération inédite Vol 1, page 8, wo Aequ. 24°. kindisch(?), Pol gerade 0° zu sezen und Stokholm schon 2°½, also über 55 oder 60° falsch!

Mailand aus 36 Jahren +10°,4 Réaumur Reggie Padua 1724–1797 +10,79. ce qui est au niv. de la mer car Padoue n’a que 9 toises au-dessus de la mer.

Note by the author (inserted at the right margin) MessenBergmessen — Dicae(?)archus vir imprimis erudites regum cura perpensus montas ex quibus attissimum prodidit Pelion 1250 poessuum ratione perpendiculi (Plin. II. 65.).Note by the author (inserted at the right margin) aus einer mißverstandenen Stelle in Diodor. lib V, .pagina Wessel. 346 schrieb man dem Diod zu, er halte Herceynischen Berg für höchsten, er hält aber bloß Wald für ausgebreitetsten, wie Wesseling zeigt. Viele Angaben von Höhen, Schn. Ecl. phys. T 2, pagina 272. Berg Cyllene 1500 toisen.

Note by the author (inserted at the right margin) Atl. SpracheAus Fluß Tanais und Atal entsteht Cuphis. Theophanis Chronographia 1727, ed. Venet. pagina 236. Nestor nennt Wolga(?) Etyl. Schlözers Rußische Annalen, Theil 3, pagina 110. Die Ungarn nenen dan Ethewl, Siehe Thwrocz Chron. Hungaror. pagina 49. Attila kom̅t auch von Atl, daher ihn die Ungarn Ethele nen̅en. loco citato pagina 61.

Atelch oder Atl heißt Fluß auf Tartarisch, Mongolisch, und in der Sprache der Czermissen und Tschouw(?)aschen, welches beides Finnen sind. Georgi, Reisen Band 2, pagina 904.. Engels, Ungarische Geschichte I pagina 346. Daher sagt Atelcusu das Flußland zwischen Don, Dnepr und Dniester. loco citato I 281, 349. Cornides, Vindic. 1802 pagina 341. Engel sagt Etel, tartarice Fluß. cusu statt Köz, Mittel loco citato pagina 361.

| 28r68.

Astronomica.

1.(?)) Die Bradleysche astronomische Refraktion ist zu gering für Paris und London,Note by the author (inserted at the left margin) Die r(?)ichtigste Refraktionstafel für nördliche Länder in Wiener Ephemer. 1798. etwa(?) gut für Palermo.

2.) Zwischen Bürg., Piazzi und Maskelyne Unterschiede der declination der Sterne 7 bis 11″, zum Beispiel Antares 1800. P. 25. 58. 25,6. M. 25. 58. 14,3. Sirius 16. 27. 4,1 P. aber M. 16. 26. 56,3. Fumelhaut P. 30. 40. 38,5. M. 30. 40. 30,9. Bürg. Zachs Cor. 1805, pagina 206.

Note (inserted at the left margin) ?3.) Wundersame Genauigkeit in Seetzen’s Beobachtungen nachmittäglicher Sonnen-Höhen, geben 2–3 Stunden nach Mittag kaum 1′–2′ Ungewißheit in der Breite und sind nicht nach Douwes Methode berechnet, sondern nach einfacher reduction auf Mittag. Zach 1805. Aug. pagina 129.

4) Seetzen schildert die Gefahr astronomischer Beobachtungen in heißen Ländern für die Gesundheit.

Tartaren folgten(?), während erstere in Süd-Amerika zurükgedrängt worden. Er glaubt, Algonkin-Sprache sei Irländisch und alles Irländische Skytisch und Thibetanisch. Vol 8, pagina 304. Vol 6, pagina 107. On earthen masks from the Musquito Shore by Charles Rogers 1780, gefunden 1775 ein(?) 80 miles im innern des Landes beim Graben ungeheuer viel solcher Masken von untergegangenen Völkerstämen, großentheils tattood wie(?) jezige Indianer [...] stand, solche thönern(?) Statuen auf den Gräbern ganz altrömisch, Masken ähnlich zum(?) Theile(?) und wohl an Urnen, Rest untergegangener Kultur!

Jezige Zeichenschrift der Delaware-Nazion an Baumstäm̅en, mexikanischer ähnlich. Siehe Vol 6, pagina 159.

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| 28v69

Note by the author (inserted at the right margin) Erdbeben. HölenAls Ursache des Erdbebens viele Hölen im Pelo(?)pones, in welchen sich Wasser anhäuft, [...] durch die Flüsse, die sich verlieren. Diod. p. Wessel. 41 in Tomo II. Quito

Note by the author (inserted at the right margin) PestAls Ursache der Atheniensischen Pest meteorologische Phänomene, viel Regen, Sümpfe, Mangel von Wind. Einseitiges Raisonnement wie bei gelbem Fieber Rush. Diod. ed. Wess. I pagina 516.

Note by the author (inserted at the right margin) IsthmusDaß Corinthisches Meer höher als bei Cenchreas und daß Durchfahren des Pelo(?)ponesischen Isthmus gefährlich sei, dem Demetrius abrathend, Strabo lib I, Siebenkees, Tomo I pagina 146.

Note by the author (inserted at the right margin) Cerealien pagina 64.In Musicani regime sponte sua crescere Triticum aestiv. s. hybernum, [...] . Hom. testatur Strabo (15. pagina 1017) Andreas Michaux Triticum Speltam (olyra Teophrast) spontaneum invenit 1782 in Persiae Provinecia Hamadan (Lamarck, Enciclopédie méthodique 2, 560).

Hordeum vulgare [...] Homer, antiquissimum frumentum (Plin. 18,7.) quod sponte sua crescere ad flumen Araxen (KurNote by the author (inserted at the right margin) falsch, der alte Araxes heißt jezt Arass, der alte Cyrus heißt Kur. Biberstein pagina 30.) in Phaetacarania (Georgiae parte orientali) tastatur Moses Chorenensis (Geographie, pagina 360). Hordeum nudum sponte nasci ex Balascham, provincia Indiae maxime boreali Marcus Paulus saeculum XIII videt (Ramusio, Viaggi, 2. F. 10. a).

Secale Cereale ( [...] Theophr. hist 8, 1. 2. 4.) in Armenia sponte nasci dicitur a Clavigo (Historia del gran Tame(?)rlan, pagina 103. Madrid 1782.)

Sprengel, Historia Rei Herbariae. Tomo 1, pagina 20. 80. 151. 38.

In Taurien und zwischen Kur und Terek wächst une nouvelle espèce de froment sauvage (Triticum pubescens) qu’il faudrait cultiver pour voir de combien la culture la rapprocherait du froment ordinaire. Marschall von Biberstein sur les borels occidentaux de la mer Caspienne, 1798, page 65. 105.

Note by the author (inserted at the right margin) WeinVitis vinifera gewiß wild, nicht verwildert, in der Ebene zwischen den Flüssen Roubass und Ata und längst dem Kur, wo [...] Bäume steigt, Biberstein, sur les borels(?) occidentaux de la Mer Caspienne, page 60.

Note by the author (inserted at the right margin) RosaRosa centifolia wild bei Kouba, loco citato, page 62.

Note by the author (inserted at the right margin) Granitin Kugeln mit concentrisch schal. abgesonderten Stükken, wie bei Seiß(?)en, note Campomases et Saissae en Languedoc. Andreossy, sur le Canal du Midi, page 395.

| 29r

Asiatische Abkunft
der Amerikaner

  • Teu: Gott auf Türkisch
  • Tepe: Berg 〃 〃
  • Cala: Haus 〃 〃 (Calli Mexikanisch)
Horn, pagina 335

Im(?)ga — bei den Tartaren heißt König Zingis, Horn pagina 326.

Nazionen: Cunchi (Tartaren), Conchos Mexikaner, Huyrones (Mongolenstam̅), Hurones. Horn, pagina 323.

Bei Deguignes finde ich die Tartaren-Horde Moko, welche lange den [...] unterworfen waren (Einleitung, pagina 255). Moqui in Mexiko Mocoa.

Note by the author (inserted at the left margin) Astronomie Ae(?)lter.Unwiderleglicher Beweis daß Hindus schon 3102 Jahr vor Christi Geburt à l’époque de Calyougham (Conjunction all(?)er Planeten, außer Venus mit Sonne) sehr genau beobachteten. Remarks on the Astronomy of the Brahmins by John Playfair, Transactions of Édimbourg, Tome II = Bibliotheca britanica Tome 7. (1798, page 101); entweder beobachteten sie oder ein La Grange und La Place lehrten sie, wie die Planeten damals stehen sollten, was absurd!! — Laplace läugnets!

| 29v

Auszug aus Andreossy, Histoire du Canal du midi. an VIII.

eaux de sources rassemblées et emmagasinées au sommet des montagnes ….

couper des isthme(?)s pour éviter des circuits longs et dangereux pour la navigation.

Andreossy hält für möglich Canal-Suez: La communication directe de la mer rouge et de la Méditerranée à travers l’isthme de Suez était impraticable à raison des dunes élevées que se trouvent à l’Orient de Péluse, page XI, bloß durch Nyl möglich par un canal dérivé.

Les plateaux et les crêtes des montagnes sont des points de partage.

[...] Bergketten contrefort. Trois espèces de canaux

  • a. Canaux d’écoulement.
  • b. dérivés des rivières. Canaux de la Brenta, de l’Adela et du Tésin. Canaux de dérivation ou rigoles.
  • c. en terrain élevé que font la communication de deux récipiens principaux ou de deux affluens en conduisant ces canaux sur les pentes d’une chaîne principale ou d’un contrefort. Canal du midi, page XVII.
  • barres. Les barres sont dus un transport des sables des terres et des limons par les eaux de la mer et des rivières. Ces barres correspondent à la ligne du repos des deux mouvemens opposés qui portent les eaux d’un fleuve vers la mer et les eaux de la mer vers les côtes, page XVIII.

Note by the author (inserted at the right margin) a)Les troubles que devient les rivières font naître des atterrissemens dans les réservoirs où elles se rendent …. C’est pour cela que les Ventiers ont détourné de leurs lagunes la Brenta, la Piave, la Livenza et d’autres torrens qui y formaient des dépôts.

Canaux d’écoulement ou d’épuisement, d’arrosement, de navigation.

La diversion des rivières (Ableitung) assainit les pays et procure à la culture … la rectification du cours des rivières eaux nécessaires à une navigation artificielle enchaînées dans des canaux au moyen des écluses, des retenus d’eau, de ponts aqueducs ….

Déjà 1460 on fit passer le canal navigable de la Martesana sur le torrent de Molgara à l’aide d’un pont-aqueduc, page XXIX. écluses, les premières d’après le rapport de Zendrini exécutées sur la Brenta 1481, vielleicht auch in China am Canal de Ture entrepris 1289. (page XXXVII)

On connaît en Chine le système des petits canaux.

Écluses pour contrebalancer les différentes pressions qui préviennent des variations des hauteurs d’eau occasionnée par les crues ou par les marées. Ce genre particulier s’écluse fut introduit par l’Ingénieur hollandais Simon Stevin.

reserves d’eau pour le tems des sécheresses.

| 30r

Points de partage naturel par example l’étang de Long Perdu situé près de Mont Cénis donne naissance à deux rivières, la Dehune et la Bournince dont l’une se jette dans la Saône et l’autre dans la Loire. Dans les Vosges l’étang de Voidecône au Nord de Plombières verse d’une part dans la Saône par la rivière de Cône et de l’autre dans la Mozelle par la Niche. page 45. Le cours des eaux donne la figure du terrain.

Gegen Orinoco? On voit par-là que lorsque deux grandes rivières coulent dans le voisinage et à peu près dans la même direction, quoiqu’elles n’ayant pas leur embouchure dans la même mer il arrive toujours qu’entre-elle il existe une chaîne de montagne. page 47. Das unterstrichene rettet die Behauptung!

Canal du midi. largeur à la surface de l’eau 60 piés dans le fond 32 piés, profondeur 6 piés (page 124).

Note by the author (inserted at the left margin) b)filtrations et érosions causées par les altérations d’humidité et de sécheresse

Note by the author (inserted at the left margin) c)percée à ciel ouvert en enlevant la cerveau de la voûte passage souterrain de Malpas.

ménagement des forêts. Les sources ont diminué en Canal de midi avec les défrichemens et la destruction des forêts sur la pente des montagnes page 251.

Note by the author (inserted at the left margin) f.Soleil darde(?) les eaux de pluye qui tombent sur les pentes défrichées, n’étant point contenues par les obstacles que leur opposaient le bois sur pied et les broussailles, affluent avec une grande vitesse et cetera en plus grande quantité dans le lit des rivières et augmentent l’effet des inondations, page 250. Aussi ces eaux forment moins d’aterrissemens si elles glissent sur des pentes couvertes de pelouse aussi long tems que les forêts y subsistent, page 257.

| 30v

    Canal du midi.

  • depuis 1686–1791.
  • recettes 52,7.3.0.5.3.6. francs
  • dépenses 22,999869 francs (entretiens, régie)
  • produit net 29, 730667 francs
L’auteur du Canal est(?) François Andreossy et non Riquest, page 289.

Note by the author (inserted at the right margin) g

La réservoir de Saint Ferriol dans(?) la Forêt Noir qui alimente le Canal du Midi 800 toises de long, 400 toises de large et 99 piés dans sa plus grande profondeur. Il contient 939104 toises cubes d’eau, page 105.

Pour le commerce du Canal du(?) midi suffisent 150 barques,Note by the author (inserted at the right margin) elles chargent 1800 quintaux il y en a de 2000 qu’elles ne peuvent à cause de leur forme ne pas naviguer sur la Garonne. Le Commerce transporte année commune 1200000 quintauxNote by the author (inserted at the right margin) ce poids passe soit en allée soit en retour. de marchandises qui coûteraient par terre (par voitures) de Toulouse à Ag. de 6 millions de # par eau ils coûtent 1260000 #, page 266.

Les marchandises mettent 20 jours pour aller de la Méditerranée à Bordeaux dont la moitié sur le Canal. Le transport sur le Canal est à meilleur marché que celui de la Garonne, page 266.

Note by the author (inserted within the line) aus Bethoncourt sur un nouveau système de Navigation intérieure, 1808.

sas accollés. Statt ihrer und von Höhe über 30 Fuß lassen plans inclinés inventés par Reynolds perfectionné par Fulton.

bief supérieur et inférieur.

Porte d’Amont porte d’aval.

Écluse a plongeur de Bethoncourt ou plutôt de Monsieur Lanson Hul(?)dleston. on y passe un bateau en 4 minutes au canal du midi ¼h et sans perte d’eau.

Note by the author (inserted at the right margin) KLes petites canaux propres à(?) des bateaux de 10 tonneaux ont le désavantage de causer beaucoup de retard et de perte d’eau dans les petites écluses. L’écluse de Bettoncourt fournit le moyen [...] le système des petits canaux.

| 31r

[...]

| 31v

air pris dans un nuage près de la grande Croix du Mont Cénis dans l’Eudomètre de Volta 200 air 200 hydr. abs. 126,4 air porté de Paris abs. 126,3 donc identique.

| 32r81.

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Observations métérologique faites à l’Hospice du Mont Cénis
Heure Hygromètre S. Thermomètre centigrade Baromètre
le 5 Germinal
5h¾ .. 65°… −2. 21po 7,3 bleu beau. ☉ couché
6¼ .. 69 … −3,5.
7¾ .. 71 … −6,5 notre Chambre a été +5°.
9 ½ .. 63. −6,3 belles étoiles
11 ... 60. −5,7.
le 6 Germinal
20h .. 55. −4. 21. 6,7 azuré Vent
22h .. 53,5 −2 beaucoup de vent
23h .. 49,5 +0,5 21. 6,5
2 ¼ 53,5 +0,1. 21 6,5 +3liNote by the author (inserted at the right margin) à l’oc. de l’Hospice la Corne rousse et l’Aro. à l’or la Ronche.
3h 51,0. +0,8. calme
5 ½ 56,0 −3,0
7 ½ 58,0. −2. 21. 6,6. ventétoilesNote by the author (inserted at the right margin)
    • Thermomètre noir au ☉ 4,°5
    • blanc 3°,2
    à 2h vent le 6 Germinal
10. 56 −3,3
12 63 −6 21. 6,9. Note by the author (inserted within the line) ou?
13. 62. −6 vent.Note by the author (inserted at the right margin)
    • noir 19°
    • blanc 13
    2h le 8 Germinal calme.
le 7 Germinal
18h 72 −7,5
19h.. 71. −6,5.
20h 65° −6. la nuit Thermomètre — 10°
2h …. −1. 21. 7,5 à midi — 7° vent.
13h …. −7 21. 8,0. vent
le 8 Germinal, l’Hygromètre rapellé le 8 Germinal matin à 100° par l’eau.
23h 58° −5. 21. 8,4
5 ½ 58° −4 8,5 vent. Note by the author (inserted within the line) ou?
le 9 Germinal
19h 88° −10° vent
20h 67. −4. 21. 9,8. vent.
10. Germinal
21h ...... — 6 21. 10,5.

| 32v82.

Monsieur Dausse Ingénieur en Chef, Directeur des ponts et chaussées de la 27me Division militaire a trouvé par le Niveau d’eau

  • Différence de Niveau entre Lanslebourg et le point le plus élevé du Passage du Mont Cénis — ——— 691mt,52
  • Depuis ce point à la Grande Croix — 191,75
  • De la grande Croix à la Novalaise — 1066,88
  • De la Novalaise au pié du glacis du Fort de la Brunette à Suse — 191,07.
voyez page 89.         communiqué en manuscrit par Monsieur Coic.

| 33r

[...]

| 33v

page 86.

Mesure du Vésuve page 92.

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Gay, Buch et Humboldt le Juillet 1805
Portici à 15½h 28po 1. 16°
Hermite 17h dehors — 26. 3,4 17°
Commencement du Cône 17¾h 25. 11. 17°½
bord le moins élevé du
Crater …….. 20h 25po 0,75 15°½
Portici 2h ……. 28. 1. 24°
Naples 7h 42 piés audessus des eaux communes de la mer … 17 ¾h . 25. 11. 17½

Etliche 70 Höhenmessungen des Oestr. Kreises von Schultes Zach 1805 pagina 515. Junius und vom Erzherzog Reiner c. l. April pagina 305.

| 34r

[...]

| 34v88.

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Observations barométriques. Thermomètre centigrade
30 Ventôse 13. po. li.
Lyon 2h mi 27 1,1 Granite feuilleté (au Nord) couvert de pierre calcaire bleue remplie de coquilles. Alpenkalkstein
Bourgoing 10h s(?). 26. 11,5. Thermomètre 20° galets
1 Germinal:
4h m. 10,8. plaines.
au Gat. 9h m. 3,6.
Cime à l’est du Gat. 2,3. première Chaîne calcaire du Jura. Cavernes. ebener Bruch. Buxus. h 6 avec 60° Mer.
aux Échelles 12h 3,0.
Ouverture du Chemin de la Grotte ….. 0,3.
Saint Hibou des coups. 4 h 25. 11,6. Kalkmauern seiger abgestürzt
Chambery 6h 26. 8,3. Thermomètre 17°.
2 Germinal 2h n. 9,1.
Montmelion 6hm 8,3.
La chabane Village 7h m. 7,0. Montagne calcaire vrai Jura
Aiguebelle 12h.. 6,0. Première chaîne de Schiste micacé et de Gneiss.
Saint Jean de la Maurienne 4h 25. 8,7. Schiste primaire h 3 avec 60° Mer Or.
Saint Michel le
3 Germinal. à 9h. 5,0 Thermomètre 12° Schiste primaire avec des paillettes de mica. Dans la Vallée sur le Schiste du Gypse grené blanc de Transition mêlé d’argille jamais fibreux alternant avec de la pierre calcaire dense, fissile, grès verdâtre paraissant talqueux à la surface. Le Schiste primaire h 3 Mer Or. 60°
Village de Modane à 7½h 24. 4,0. Thermomètre 11° Entre Saint Michel et Modum près du Village de la Denise le Schiste h. 3,7 Septembre Oc. 70° avec des couches d’Anthracite de 18pouces. Aussi filons de fer spaltique que l’on exploite. Plus à l’est le Schiste h 8 Mer 60°.
à Modane à 9h Thermomètre au ☉ 17° à l’ombre 10°,5
le 4 Germinal. Modane 22½h 24. 3,2
Village de Bramant à 2h 23. 9,0. Thermomètre
Village de Termignon à . 3h 23. 5,1.
le 5 Germinal
Village de Lanslebourg 0h 15′ 23. 1,6. Thermomètre 9° H 63° la nuit du 4 en 5 beaucoup de vent le Baromètre aura-t-il baissé, pour cela Lansleburg trop haut.
Mont Cénis à la Ramasse (à la première Auberge à 3h 21. 4,7 Thermomètre — 6°

| 35r89.

La Condamine Mémoire de l’Académie 1757, page 406, au Couvert 22p 0h,5. Il le vit par un rocher auprès 19p 10½li

En comparant nos Observations à Lyon du 30 Ventôse et en supposant Lyon 88toises sur mer on trouve

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Mormalian 152 toises Sauss. 139 toises
Aiguebelle 184. 165.
Saint Michel 365 363.
Modane 561. 543.
Braman 659 622. voyez page 82
Lanslebourg 772? 712. ( Del. 692 toises. Shukb. 688 toises.)
Hospice du Mont Cénis 1070? Sauss. le plus haut du chemin 1060.

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Le Baromètre et le Chronomètre cassé à la ramasse le 10 Germinal Autre tube
le 5 Avril 1805
à Turin 18h 27po 3li,5 Thermomètre 10° R.
Alessandria 10h 8,0.
le 6 Avril Note by the author (inserted within the line) (ce baromètre donna à Superga 26po0li,3. il y a été comparé à celui de Vasalli.)
Alessandria 17h 7,8
Voltaggio 24h 26. 11,0
Boquetta le plus haut du chemin 2h 25. 5, 4.
Gênes 55pieds sur la mer 9h 27. 10 ,8. Thermomètre 17° R.
le 7 Avril Note by the author (inserted at the right margin) à Turin Baromètre le 6 Avril à 0heure —27. 1,8. Thermomètre 10°,5 le 10 Avril 0heure — 27. 4. Thermomètre 9. donc Boquetta 277 toises sur Turin. Mes observations donnent Turin à 131 toises com̅e Vassalli et Beccaria l’ont aussi créé.
Gênes 21h 27. 10,4.
9h 27. 11,0.
le 8 Avril
Gênes 19h 28po 0li,7.
9h 2,7.
le 9 Avril Note by the author (inserted at the right margin) près de Nervi Uebergangskalkst. St 8. Mer 80° près de Gênes heures 3–4, Mer 75°.
Gênes 20h 28. 2,8.
7h 3,0.

| 35v90

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le 10 Avril
Gênes 17h 28po 2li,0. Thermomètre 16° R.
Campo Marone village à 20½h 27. 10li,2
Pietra Lovezare village 21h. 26. 7,2.
Boquetta cime le plus haut du chemin 24h 25. 7,8. Thermomètre 11° R. les cimes de près de 50–60 toises celles plus près de Gênes de 200 toises plus hautes.
Voltaggio 2h 27. 1,0.
Novi 10h 27. 5,5. Thermomètre 12° R.
le 11 Avril
Novi 17h 27. 4,5.
Voghera 1h 27. 8,8.
Pavia 8h 9,8. Thermomètre 12° H.
le 12 Avril Note by the author (inserted at the right margin) Oriani me comunique que le Sol du Jardin botanique de Brera à Milan est à 65,7 toises le sol de la Place de Parie de 43,5 toises sur mer.
Pavia 2h 27. 9,4
Milano 11 h 27. 7,8.
le 13 Avril
Milano 4h 27. 7,0.
le 16 Avril
Milano 22h 27. 5,8.
Lodi ville 5h 7,8.
17 Avril Note by the author (inserted at the right margin) les hauts baromètres de Gênes, de Rimini, de Pesaro serviront à donner l’élévation de Turin et de Bologna sur mer.
Lodi 17h 8,0
Piacenza 1h 27. 10,3.
Fiorenzola village 10h 27. 9,5.
18 Avril
Fiorenzola 18h 9,5.
Parma 0h 10,6.
Reggio 11h 9,8 Thermomètre 16° R.
19 Avril
Reggio 17h 27. 9,6
Modena 0h 11,2.
20 April
Bologna 8h 10,0.

| 36r91.

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21 Avril
Faenza 0h 27po 11,li0.
Forlimpopoli ville 6h 27. 11,0.
22 Avril
Rimini Note by the author (inserted at the right margin) à Rimini et Pesare 30pieds sur le niveau de la mer. 5h 28po. 0,2
23. Avril
Pesaro 12h 27. 11,8.
24 Avril
Fosombrono Note by the author (inserted within the line) hier tritt man erst eigentlich ins Gebirge. Jurakalkstein flachmuschlig, fast eben. Schichten nach allen Weltgegenden selbst gewunden. Keine regel. Keine Versteinerungen gesehen bis Rom. 12h 27. 5,0.
Gallerie Romaine, Roche percée du Furli 4h 27. 1,5.
Cagli ville 7h 26. 10,8.
25 Avril
Cagli 12h 26. 11,0 Note by the author (inserted at the right margin) La montagne isolée des Capucins encore 50toises plus élevée
Cima de la Scheggia Note by the author (inserted within the line) point de partage des eaux les montagnes à l’entour couvertes de neige de 200toises plus élevées. Weinreben 80 Toisen höher als Weg. 4h 25.po 9,5.
Costachara village à l’auberge. 6h 26. 1,0.
26 Avril
Costachara le village 30toises plus haut. 17h 26. 1,2.
Nocera, ville 2h 26. 3,3.
27 Avril
Fuligno, ville 18h 27. 2,5.
Spoleto cependant Spoleto vraisemblablement de 80toises plus bas que Fuligno. 1h 27. 0,2.
Monte Somma 4h 25. 10,2.
Terni ville 9h 27. 7,5.
28 Avril
Terni 18h 27. 7,0

| 36v92.

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4 Juin
à Rome 17h 28.po 0,8li Thermomètre 18° R.
Tivoli bord supérieur de la grande Cascade 1h 27po 6,2 Thermomètre 22°
le 5 Juin
Tivoli codex loco 17h. 27. 5,15. Thermomètre 16°
codex loco 20¼ 27. 6,3. Thermomètre 19°
Tivoli bord supérieur de la grande Cascatelle près de la fabrique de cuivre 20h 27. 8,7. Thermomètre 18°.
Tivoli pié au bord inférieur de cette grande Cascatelle 19h 27. 0,2 Thermomètre 18° 336li,2.
le 6 Juin.
Tivoli 3h 27po 5,3. (Thermomètre 23°)
Rome Strada Gregoriana 27. 1,5. Thermomètre 21.

J’en déduis

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Mesure du Vésuve. faite par Mr. Gay, le 29 Juillet 1800.
niveau de la mer 7h 28po — 22° R.
Hermite de Saint Salvador dans sa Chambre 10h 26. 4,3 — 18°Note by the author (inserted at the right margin) [...]
idem à 14h 26. 4,4. — 19°
bord du Crater le plus élevé à 17½h 24. 7,4 — 14,5
bord du Crater le plus bas P. à 17h 25. 0,5 — 15°
… en P. à 15h 25. 0. — 15°Note by the author (inserted at the right margin) [...]
au bas ou commencement du Cône à 19½h 25. 11,5 — 18°
Hermite (dehors) à 23h½ 26. 5,1 — 22°

voyez 86

| 37r93.

Observations et Mesures.

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à Ville neuve sur Yonne le 21 Ventôse 13. au Sud de Sens. Note by the author (inserted at the left margin) Oscillations horizontales 60 oscillations
grande Aiguille tems Moyen̅e. temps Petite temps
5′ 7″ 4′ 43″ 3′ 36″
5′ 6″ 4′ 42″ 3′ 35″,2
5′ 6″,2 4′ 43″ 3′ 35″
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à Lucie le Bois le 22 VentôseNote by the author (inserted at the right margin) notre Aiguille d’Inclinaison don̅ait à Paris 68°45′. (Biot croit la vraye 69°41′.) La Billard dit à Paris 72°56′, I page 30.
Inclinaison moyennes 68°15′ Humboldt
Inclinaison 68°5′ 68°15″ moyenne 68°10′ Gay.
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à Tournus entre Châlons et Mâcon
Inclinaison 66°50′ 67°10′ moyenne 67°0′. Gay.Note by the author (inserted at the right margin) voyez les Résultats fol(?)
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à Lyon le 27 Ventôse, Hôtel du Parc place des Terreaux Culmin. du ☉ non renvoyé
11h 40′ 10″ 85° 29′ 10″ 12h 20′ 15″
41. 35. 31. 42. 19. 1.
42. 17. 33. 25. 18. 21.
Note by the author (inserted at the left margin) midi non corrigé 0h0′ 16″ du Crhonomètre 43. 12. 34. 50.
45. 35. 39. 30.
47. 21. 43. 10.
50. 59. 49. 5.
51. 49. 49. 50. limbe 30′25″
Note by the author (inserted at the left margin) en supposant avancée diurne du Chronomètre de 15″ Lyon. lg 9′ 34″ l’avancement paraît donc en tout de 19″ en 24heures 53. 27. 51. 18. bonne exc. 34. 25″
54. 32. 51. 55. ajoutez 2′0″
56. 16. 52. 25.
57. 7. 54. 2. bonne
58. 22. 54. 38.
59. 22. 54. 40. donne latitude 45° 46′ 8″
12h 0′ 52″ 53′ 40.

| 37v

l’occulation d’Antares manquée par des nuages le 29 Ventôse

à Lyon le 30 Ventôse

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B) Oscillations de l’Aiguille d’Inclinaison
dans le plan perpendiculaire au Méridien magnétique
20 oscillations en 31″,5.
30 — — 48″,0.
30 — — 48″,2.
Note by the author (inserted at the left margin) déduisez en l’Inclinaison.dans le plan du Méridien magnétique
oscillations en 46″,2
— — 46″,0
— — 46″,1.

| 38r

à Chambéry

La Moyenne. Aiguille

Expand table   Collapse table
60 oscillations 4′37″,5
38 ,7
38 ,0

La petite Aiguille

Expand table   Collapse table
60 oscillations 3′35″
34″,4

La grande

Expand table   Collapse table
60 oscillations 4′23.
22,5
23.
23,5.

Indien à Chambéry 66°18 (la nouvelle) Oscillations de l’Aiguille d’Inclinaison

Expand table   Collapse table
plan méridien magnétique 30 oscillations 46,3
47,0
46,7
Expand table   Collapse table
plan perpendiculaire au méridien méridien 30 oscillations 48.2
48,4
48,0

à Saint Michel Dimanche

Expand table   Collapse table
La grande 60 oscillations 4′54″
55″
moyenne 4′31.
31,8.
petite 3′26,5
27,0
Expand table   Collapse table
30 oscillations plan perpendiculaireNote by the author (inserted at the right margin) [...] 48″,3
48, 0
plan méridien 48 ,5
Expand table   Collapse table
45,7 très bonne
46,0
45,8

| 38v96.

Expand table   Collapse table
à Saint Michel Dimanche le 3 Germinal (24 Mars) ☉ non renvoyé
91°43′10″ — 11h51′ 1″
44.10. 52. 45.
43.45. — 53. 24.Note by the author (inserted at the right margin) limbe 30′ 30″ exc. 34′ 30″ latitude 45° 23′ 17″.
25. 54. 15.
10. 56. 8.
41.5. 57. 29.
40.50. 58. 23.
Expand table   Collapse table
à Modane le 4 Germinal
Inclinaison Gay 66° 0′
Humboldt 66° 6′.
oscillations plan perpendiculaire 48,5
48,5
plan méridien magnétique 46,7.
46,2
46,5
46,2.
Expand table   Collapse table
à Lanslebourg le 5 Germinal
Inclinaison 66°12 Gay
9 Humboldt
oscillations plan perpendiculaire 98″,0.
60 oscillations 97″,2
97″,4
plan méridien 93″,6
60 oscillations 93 ,0
92 ,8
Expand table   Collapse table
Grande Aiguille
60 oscillations 4′57,5 56,8.
57,0
56,7
Moyenne Aiguille
4′32″,0
31,7
petite
3′28,4.
28,0.
28,1.

| 39r

Expand table   Collapse table
le 4 Germinal au Village de Villaraudin entre Modane et Bramant. ☉ non renvoyé
11h49.32. — 92°30′ 50″
50.13. 31. 10.
59. 31. 5.Note by the author (inserted at the right margin) latitude 45° 13′ 23″.
52.18. 29. 50.
Expand table   Collapse table
Inclinaison à l’Hospice du Mont Cénis le 6 Germinal. 66° 32′ Gay et Humboldt ☉ non renvoyé
11h35′31 — 93°50.18.
36.24 52.50. — 12h1′19″.
37.13. — 54.55
38.29. 56. 5.
39. 6. — 56.50. — 11h58′13″
40.16. — 58.38.
41.56 — 59.50.
42.46. — 94°0.50. — 55. 9″
43.54. — 1.22.
45.15. — 2.45.
46.47. — 2.48Note by the author (inserted at the right margin) douteux
47.57. — 3.20
49. 7. — 3.58. latitude 45°14′10″
50.27. — 4. 0.
51.39. — 1.58.Note by the author (inserted at the right margin) mauvais
52.51. — 3. 0.
53.28. — 2.25.

| 39v

au Mont Cénis à l’Hospice

[Start columns]
Expand table   Collapse table
le 6 Germinal Grande Aiguille entre 12h et 1h la nuit
250 oscillations en 1231″,0
1232 ,5
ou 60 oscillations en .. 4′55,5
55,8
4′55,6 [...]
[New column]
Expand table   Collapse table
12h 55.20
34.49
12h 30.8,3
9.36,0
[End columns]
Expand table   Collapse table
le 7 Germinal.
11h38′58″,0. 250 oscillations — 1235″,7
18 23,3.
10h54.32. 250 oscillations — 1235,0.
11.15.35.
à 2h43′30″ — 1233″,0
22.57
3h33.57. 1233″,7.
13.23,3.
à7h10′25,0 1234″,6
6.49.50,4
7.35′7″,5 1234,7
14.32,8
Expand table   Collapse table
le 7 Germinal ☉ non renvoyé
11h46′55 — 94°49′20″
47.49. — 50.50.
Note by the author (inserted at the left margin)
Expand table   Collapse table
limbe 31′ 35″
exc. 33. 45
+ 1′ 5″
50.25. —
49.11.Note by the author (inserted at the right margin) latitude 45° 14′ 12″.
51.28. — 48.25.
52.49. — 47.10.
54.32. — 46.25.
Expand table   Collapse table
le 7 Germinal
11h59′3. 1234″,0
12.19.37.
18h52′6″ 1234,2
12.40.
12.21.39,0 1233,5.
42.12,5
18h26′39″ 1235,0
6.4.
18h50.3″ 1234″,6
29.29,4
22h58′ 2″ 1231,0
23.18.33
23h21′18″,7 1231,5.
41.50,2

| 40r

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le 8 Germinal ☉ non renvoyé
11h50′13″ — 95°36′30″
exc. 33.′35″ donnerait 45° 14′ 36″ trop grande parce que le midi étaitdéjà passé de 2′ de tems.
limbe 30 42
+ 1′ 26″
Expand table   Collapse table
pour le tems ☉ non renvoyé
2h18.30 — 73.1′50″
Note by the author (inserted at the left margin) ajoutez 0° 1′ 26″ 19.6 — 72.51.38″
38 — 42.42.
20.26 — 29. 2″
Expand table   Collapse table
le 8 Germinal oscillations
4h26.28. 1231,0
5 57
11h57′59″,3. 1229,3.
37.30,0.
4h49′42″,8 1230,8
29.12,0
12h1′39″ 1229,8.
22.8,8.
5h6′45″ 1231,2
27′16,2
Note by the author (inserted at the left margin) 19h37.48,8 1229,2
58.18,0
20h0′29″ 1229,0
20′58″
23h22′33″ 1230,3.
43′3,3
Expand table   Collapse table
le 9 Germinal ☉ non renvoyéNote by the author (inserted at the right margin)