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II et VI.

| [2]

[...]

| [3]

[...]

| [4]

[...]

| [5]

[...]

| [6]

[...]

| 1r

 Voyage de Paris en Italie avec Gay Lussac 1805 

        Anmerkung des Autors (innerhalb der Zeile) Kothvulkane von Turbaco, ob damals Wasserstofgas, pagina 85, jezt gewiss.

| 1v

[...]

| 2r

[...]

| 2v

Bonpland. Rue des postes numéro 5. près l’Estrapade. Ich habe ihm Zeit gelassen für alle Pflanzen bis 1. October

à Zurich 17 Octobre poste restante 22. Octobre Cotta

| 3r

geschrieben auf der Reise mit Gay Lussac von Paris über Turin nach Neapel und durch Schweiz nach Berlin 1805

AlHumboldt

| 3v

[...]

| 4r5

Anmerkung des Autors (am linken Rand)   Kommentar Cettina Rapisarda
Vgl. dazu Greaves 1737, 67.

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Doktor Greaves fand in Brust einer Mumie einen Scarabeus von wahrem Magnet
, Fabroni degli antichi Abitatori d’Italia, 1803, pagina 16 .
2. Magnetische Inclination observé sur mer par retournement et renversement Latitude 16°20′ australe et 31°30′ Longitude occidental de Greenwich par Mr Horner (de l’Expédition de Krusenstern) 1803. Inclinaison 31°30′ au Sud Zach Correspondenz 1804, page 215.

3. Horner si Sirius 100, Canopus 90, moi 98. Acharna(?)r = Fomahault. Les Chronomètres d’Arnold (4 Chronomètres) au Cap Verd déjà faux de 1° de longitude dans l’Expédition Russe.

Anmerkung des Autors (am linken Rand) Géomètres Italiens

4. Latitude 23° sept, Longitude Greenwich 20°, Mer 19°, air 21°. K. Horner.

5. Pour rédiger des observations de ☉ au Mérid. pour trouver la Latitude très exactement Zach Monatliche Correspondenz Julius 1804 et moins exacte Band 4, pagina 26.

6.   Kommentar Cettina Rapisarda
Vgl. Henry 1802.

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Les Observations de Henry avec le Cercle de Le Noir
 Pouce: Längenmaß (Frankreich), 14 Pouce entsprechen 37,90 cm14 pouces donaient Latitude d’après ses calculs de 48°8′19″,6 à 20″,2 mais Zach en les recalculant les trouve de 48°7′48″ à 48°8′21″. Correspondenz 1804, page 261 .Anmerkung des Autors (am linken Rand) sur la sureté des Sat. Zach in Bod. III Supplementband, page 44.

7. Je ne dois par me plaindre de n’avoir pas eu dans mon Expédition un Cercle répétitive quand je vois que Messieurs de Zach et Bürg en 16 jours au Broken avec un grand Cercle répétitive de Le Noir n’ont que trouvé la latitude qu’à 4″ près quoique par des séries de 30 à 50 observations. Correspondenz 1804, page 203 . On voit par-là qu’il faut bien de l’addresse et du tems pour venir à 1″. Et dans une Expédition en courant aurait-on au delà de 10″ de sureté? Demandez Zach. Avec cela il fallait 2 observateurs. Bürg a publié Wiener Ephemeriden 1804, page 405 la latitude de Vienne par un Sextant de Througton de  Pouce: Längenmaß (Frankreich), 9 Pouce entsprechen 24,36 cm9 pouces. Le maximum de l’erreur est de 13″. Liesganig avec un Secteur de 10 piés en avait souvent 16″.

8. Großglokner 1997 toisen, Schieg; Hohenwartshöhe 1732 toisen; München 1658 piés; Kleinglockner 1982 toisen; Alpenpaß Heiligen Blut, Tauern 1343 toisen.

9. Les Occultations des étoiles par la lune donnent en comparant différentes observations entre celles de 23–36″ en tems de doute en longitude. Zach, Correspondenz 1804, page 119 . Il y avait des doutes sur la différence de longitude de Paris et Greenwich de 2′ en arc. Roi, Transactions, Volume 77, page 223 .

| 4v6

10. Différence du niveau du Danube d’Ingelstadt à Ofen 773piés. Placidus Heinrich.

11.   Kommentar Cettina Rapisarda
Vgl. dazu Cotte 1774, 186.

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Cotte dit que sous les Tropes le Baromètre est plus élevé dans les Syzigies que dans les Quadrat.
Toaldo a observé en Europe le contraire. Vasalli explique le phénomène des Tropes par un refoulement de l’air froid latéral qui remplace l’air élevé par la lune. Observations météorologique pendule l’Éclipse du(?) soleil du 21 Pluviôse an(?) 10. L’attraction coulmée du ☉ et de la ☾ dans les conjonction en reréfiant l’air doit faire baisser les Baromètres diminuer la chaleur et faire aller l’Hygromètre au sec. Les vapeurs qui se raréfient dans un air dilaté don̅ent le l’É. négat. lorsqu’ils se condensent elles en donnent de la posit. Vasalli alles wahr, nur nicht der Barometer. Car la pesanteur du mercure demi nuera aussi! mais il y a une petite différence qui nait de la distance. La Place a calculé cet effet du soleil et de la lune sous les Tropiques. Wan̅ lokt Mond die Wolken weg durch Luftverdünung?

| 5r9

Geologie

Boquetta. — Près de Gênes au Phare blauer Alpenkalkstein oft schim̅ernd ins feinkörnige übergehend, stets mit schneeweißen Kalkspattrümern, Stunde 3,4 mit 80° Meridies , um Genua sehr regelmäßig im Streichen, aber schon gegen Westen bei Cabo de Porto fino und bei Nervi Stunde 8. mit 70° Meridies . Gewiß Uebergangskalkstein, denn er wechselt deutlich mit Uebergangsthonschiefer ab, wechselt von Campo Marone bis zum(?) Gipfel der boquetta und gegen Voltaggio hin unzählige Male ab. Dieser Thonschiefer bei Campo Marone unregelmäßig streichend, meist Stunde 3, oft aber Stunde 6. Wellenförmig schiefrig, grünlichschwarz, seidenartig glänzend. Gegen die Kuppe hinauf wird Kalkstein im̅er häufiger, schwarz, sehr dünngeschichtet, oft fast schiefrig und Alaunschiefer ähnlich; täuscht, wenn man ihn nicht mit Säuren untersucht, hält man ihn für Alaunschiefer. Beim Dorf Lovezara Serpentinsteinlager dunkel lauchgrün ungeschichtet, bröklich, von Thonschiefer bedekt. Im Serpentinstein etwas Schillerspath und Asbest, Oberfläche oft schon meergrün, perlmutterartig glänzend, im Inneren Serpentinstein sehr rein, wirkt auf Magnet fast nicht. Nach Fallen zu urtheilen wird Serpentinstein von düngeschichtetem schwarzen Uebergangskalkstein unterteuft. Weiter aufwärts Kalkstein wieder mit Thonschiefer (seidenartig glänzend) geschichtet. Fallen aller unregelmäßig, doch gegen Kuppe hin meist Stunde 1, bald Oriental bald Occidental . Auf der höchsten Kuppe wieder ein prächtiges Serpentinstein-Lager im Thonschiefer. Im Serptentinstein goldgelbe Flekke, fast edler Serpentin, sehr rein. Von Kuppe herab gegen Voltaggio hin | 5v12 wechselt wieder Kalkstein und Thonschiefer, doch ist in ganzer Boquetta Kalkstein das herrschende. Dieser Serpentinstein also ziemlich neu, zur Uebergangsformation gehörig (Guana(?)xuato). Bei Gavi auf dem Kalkstein eine grobkörnige Sandsteinformazion, sehr regelmäßig Stunde 3 mit 45° gegen Nord. Bei Novi wieder Kalkstein und Thonschiefer abwechselnd und erstrer(?) leicht zu verkennen. Im Fluß hier Granitgeschiebe, giebt es Granit in der Boquetta?

In Schottland röthlichweißer Kalkstein, körnig, mit viel Hornblende. Museo Nazareno.

| 6r17.

Kupfer zu meiner Reise.

Anmerkung des Autors (am linken Rand) grouper les arts comme les familles des plantes, sons(?)t pagina 52, numero 291) Mexikanische Priesterinn. Nur der Ungeübte, sagt Zoega, kann darinn(?) Aehnlichkeit mit Aegyptischen Kunstwerken finden. Das Haarputztuch der Egypter, die Calantica, hat breite aber platte dünne Zipfel, meist quergekni(?)ttert (Sphinxe). Nur einige Apisstatuen haben diese Zipfel langgefurcht und vorn etwas konvex,Anmerkung des Autors (am linken Rand) mehrere solche Idole im Museo capitolino, vorn konvex, stets hinten platt, im Durchschnitt  
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aber hinten stets platt und an der Brust anliegend. Perlen nie im Egyptischen Haarputz bemerkt, Visconti bloß Perlen (Glasperlen oder Früchte, Saamen) als Halsschmuk der Mumien. Etwas Haarbeutelartiges an einem bronzenen Osiris im Borgianischen Kabinett von Veletri sah Zoega. An Egyptischen  Statuen  im̅er ArmeAnmerkung des Autors (am linken Rand) pagina 48. numero 9. angegeben, bei meiner Priesterinn bloß Brust und Beine. Zoega glaubt, die herabhängenden Klumpen seien Haarflechten und so etwas ähnliches sei in Bibliothek Ludovisi in Rom an einer Isis, die griechisch geschmükt ist, denn ächt ägyptische Isis stets barhaupt, nicht in bloßem Haar frisirt, wie die in Griechenland verehrte Isis.Anmerkung des Autors (am linken Rand) Eigentlich aber wohl ein nämliches Idol. Zoega.

Aber in Kapitä(?)len des Tempels von Tentyris, Denon, Planche 40, planche 124. Doch diese Klumpen ganz meiner Priesterinn ähnlich, unbestreitbar ähnlich. An den Zeichnungen der Idole von Pascua hängt auch seitwärts etwas Kappenartiges herab, aber nicht tiefer als Kinn, platt wie ungeheure Hundsohren .

2. Opferstein. Zoega glaubt, daß Nase und Kinn des Bärtigen zu gut gezeichnet ist, Fehler der Copie,Anmerkung des Autors (am linken Rand) der Fußsporn in keinem anderen Bilde!! daß  rechts und links  im Egyptischen wie in allem Anfang der Kunst oft verwechselt ist, so daß in Egyptischen Kunstwerken man Hände mit Außendaumen findet, das ist die linke Hand am rechten Arm, worin andere Antiquarier fälschlich etwas mysterieuses gesucht haben. Aber   Kommentar Cettina Rapisarda
Hieraus wird deutlich, dass Humboldt und Ennio Quirino Visconti sich bereits vor Humboldts Romaufenthalt 1805 begegnet sein müssen, d. h. möglicherweise in Paris 1804 oder 1805 im Vorfeld der Reise, und dass sie sich bei dieser Gelegenheit über Humboldts Mexikanische Gemälde ausgetauscht haben.

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bei meinen Mexikanischen Gemälden (was Visconti zuerst bemerkt)
stets Waffen in linker Hand, also nicht Verwechselung!Anmerkung des Autors (am linken Rand) pagina 50.Anmerkung des Autors (am linken Rand) [...] Altetruscische Figuren auch dikköpfig und untergesezt, doch nicht ganz so kurz als meine Mexikaner. Egyptische Figuren haben stets die gehörige Länge.

| 6v18

3. Nasenkönig. Ein Relief in Guatimala gefunden, die Zeichnung wurde an Cervantes in Mexico gesandt, mir hat Don Luis   Vom Schreiber ausgelassen (1 Wort)        eine Copie davon gemacht. An der Treue des Ganzen, den Nasen, der hohen Figur, den Ornamenten nicht zu zweifeln. Zuverlässige Personen haben es gesandt. Ob aber im Einzelnen, im Schwung der Muskeln, Wahrheit der Umrisse der Copist nicht verschönert hat? Ich glaube es selbst, vielleicht unwillkührliche Verschönerungen, da ich aus eigener Erfahrung weis, wie an den bearbeiteten Basalten die Conturen(?) oft halbverwischt sind, und das an schöne Formen gewöhnte Auge des Zeichners unwillkührlich in einem Style ergenzt, der dem Mexikanischen Bildhauer fremd war. Ich durfte es nicht wagen, diese Umrisse roher und steifer zu geben. Das wäre noch mislicher gewesen. Ich habe also ein wegen der Physionomie und des Anzuges so merkwürdiges Alterthum genau stehen lassen, wie man mir es gezeichnet gab. Die Lendengewänder der beiden sizenden   Kommentar Cettina Rapisarda
Italienisch Pulcinella, Figur der süditalienischen Volkstradition.

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Polichinells
hält Zoega für ägyptischeren Styls als die Priesterin. Anmerkung des Autors (am rechten Rand) [...]

4.  Pyramide von Cholula  unten(?), pagina 49, 50.Anmerkung des Autors (am rechten Rand) vide pagina 36, pagina 37 Wer den Circus Caracallae = Rom gesehen, kann sich Idee der Größe machen. Dieser hat   Kommentar Cettina Rapisarda
Hier bezieht sich Humboldt auf Bianconi/Fea 1789.

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nach Fea
1482 Fuß Länge und 244 Fuß Breite.Anmerkung des Autors (am rechten Rand) Auch in Gize viel kleine Pyramiden um die große wie in Teotihuacan (Oteiza MSS.). Bau der Pyramide von(?) Cholula, Voy au Mex., page 216. Clavijero, II, 13, III, 59 . Besser noch ist Vergleich mit Colosseo –, das man sich ausgefüllt denken kann, und das man im̅er der Maße wegen bewundert. Das Colosseo hat 2416 palmi Umfang und 232 palmi Höhe. Also in der Pyramide könnte man ein Colosseo ausgraben, das fast 3fachen Durchmesser hätte und in dem über 300000 Mann, ohne arena zu betreten, sizen könnten. Pyramide des Cajus Cestius ist 102 Fuß hoch.

| 7r19.

Anmerkung des Autors (am linken Rand) orientiren(?): unten, pagina 49, numero 17Auch in allen Römischen Gräbern an Via Appia: Raum darin sehr enge gegen Größe des Gebäudes. Auch in Egypten bei Sacara sehr niedrige und in 3–4 Etagen Gebaute Pyramiden, wie Cholula ohne Zwischenstufen. So hat   Kommentar Cettina Rapisarda
Gemeint ist die bei Grobert 1801, 12 als „Méheddun“ bezeichnete archäologische Stätte von Meidum bzw. die ebd. befindliche Meidum-Pyramide.

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Pyramide von Meheddun(?) bei Sacara
4 Etagen, jede zu 22 Fuß. Belustempel in Babylon war so eine Art Pyramide, pagina 20, numero 10. Zoega zur Vergleichung: Die größte Pyramide zu Sakhara in Egypten ist von Ziegelsteinen und hat basis von 800 Fuß länge. Die Cheops-Pyramide bei Ghize ist hoch 447Anmerkung des Autors (am linken Rand) Nach Herodot Cheops 800 Fuß, nach Strabo 600 Fuß,   Kommentar Cettina Rapisarda
Vgl. dazu Villamont 1595.

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nach Villamont 992 Fuß
,   Kommentar Cettina Rapisarda
Vgl. dazu Niebuhr 1774-1778, I, 190209 sowie Tab. V.

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Niebuhr 440 Fuß
hoch. Zoega, pagina 401 .
Fuß 2 Zoll und an Basis Länge 728 Fuß. Man sieht deutlich Mörtel an der Cheops-Pyramide , der Steine verbindet. Die Pyramide des Cephren bei Gize 655 Fuß lang an Basis, 398 Fuß hoch. Die Pyramide des Mycerinus an Basis lang 280, hoch 162 Fuß auch bei Ghize. Grobert, Chef de Brigade d’Artillerie, Description des Pyramides de Gize, sehr genau. Obeliske, größte jezt Lateranensis jezt 144 palmi, sonst 150. Vaticanus sonst 150, jezt 113½. Obeliscus Luxorensi(?)s im alten Theben jezt 104 palmi. Die   Kommentar Cettina Rapisarda
Vgl. dazu Grobert 1801, 102.

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Ziegel-Pyramide des Asychis bei Sacara
hat 800 Fuß an basis. Grobert.Anmerkung des Autors (am linken Rand) Grobert nachgesehen, sehr genau!

 5. Mitla:  dieselben Meandri, wenn Linien sich kreuzen Labirinthi genannt,  
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Bildbeschreibung Vgl. dazu Ette/Maier 2018, 584: Mäander-Ornament […] aus Mitla (Vizekönigreich Neuspanien), 1805[.] Tinte auf Papier, 200×124 mm […]. [Schließen]
   
von kleinen Baksteinen habe ich am Tempel des Deus redicolus (vulgo von Hannibals Rükzug, doch aus Zeit der Republik, wahrscheinlich Grab. Zoega) gesehen, unfern der Nymphe Egeria, die ein brustloser Mann, nach Zoega Flußgott Almo, ist. Sehe Meander sonst keinesweges Etruscischen Ursprungs, da man in Etrurien nur die sogenanten Etruscischen Vasen gemacht. Griechen und Römer und alle Nazionen, die sich eine regelmässige Form zu wiederholen freuten, haben sich genaht. Auch Otaheiter auch(?) Waffen. Egypter nie. Zoega. numero 8.

6. Pyramiden. Zoega hält es für gar nicht ausgemacht, daß egyptische orientirt sind. Schwierigkeit wegen des Mangels scharfer Umrisse. Obeliscorum, pagina 154, 402 . Frage(?) Nouet. Meine Mexikanischen gut orientirt, gewiß Motiv wie bei Mexikanischen Straßen, aber wohl kein großes Geheimniß zu suchen. Auf freiem Felde hat man keinen anderen Bestimungsgrund als Gestirne um ein Ding so oder so zu sezen. Aber sind Pyramiden nicht genauer gestellt als man hatte thun könen, ohne O(?)peration, zum Beispiel wenn man bloß nach Augenmaß Sonn(?)enaufgang in beiden Solstitien halbirt hätte?

7. Kalender. Mexikanischer   Kommentar Cettina Rapisarda
Vgl. dazu Leon y Gama 1792.

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nach Gama Gnomon
(Aber wohl zu künstlich wie   Kommentar Cettina Rapisarda
Vgl. dazu Stuart 1750, LXIVff..

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Stuart’s Idee vom Pyramidion der Obelisken
. Zoega, Obeliscorum, pagina 162 . Bandini, Commentarius de Obelisco Caesaris Augusti, pagina 91 ).

 8. Mitla;  numero 5. Kleine Fehler der Symmetrie auch in allen alten Kunstwerken. Zwei neben einander stehende Säulen oft nicht ganz von gleichem Durchmesser in Römischen Tem | 7v20 peln, doch nie so daß in Augen fallend, ohne zu messen. Wohl aber Obelisken und Pyramiden auffallend ungleichseitig. Alten(?) in diesen Dingen weniger genau als man glaubt. Zoega, pagina 401 .

Anmerkung des Autors (am rechten Rand) Aelteste griechische Tempel zum Beispiel des Apoll zu Delfos von Holz, Pausanias, liber 10, caput 5 . Zu Homers Zeiten lauter hölzerne Säulen, Paolo, Pesto, pagina 72 .

9. Thüren  
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Bildbeschreibung Vgl. dazu Ette/Maier 2018, 551: Trapezförmige Tür […] des Inka-Palastes von Callo (Vizekönigreich Neugranada), gezeichnet in Rom, 1805[.] Tinte auf Papier, 201×124 mm […]. [Schließen]
   
oben enger, Palais de l’Incas au Callo, so Egypter, wovon ein kleines Tempelfragment in Museo Borgiano in Veletri, so auch Römer-tempel der Vesta in Tivoli. — Europäisch schiefe Dächer wie unsere auf Trajans Säule.

 10.  Mitla. Pyramide Cholula. Mexikaner prächtigere Begräbnisse als Wohnhäuser.Anmerkung des Autors (am rechten Rand) Grabhügel bei Cayambe, den Memphitischen Feldern der Peruaner, wie Zoega sagt. Ulloa, Voyage, Tomus I, liber 6, caput 11. So dachten auch Egypter, weil Leben so kurz daure, Diodorus Siculus, liber 1, caput 51 . Völker zwischen Indus und Ganges nur niedrige Grabhügel, Zoega, pagina 337 . So auch alte Germanen. Doch Scandinavier in Dänemark tumulos bis 1000 Fuß Umfang und 140 Fuß Höhe von Erde. Bartholini, Antiquitatum danicarum, liber 1, caput 8, pagina 112 . So ein großer tumulus bei Jellingen in Jütland von König Gormus und der Königin Thyra Daneboda. So auch schon Gertzen und Scythen am Borysthenes, Herodot, liber 4, caput 71. Diodorus, liber 2, caput 34 nennt den tumulus der Scythischen Königin Zarina welche 2 Generationen vor dem Cyrus lebte, eine 3seitige Pyramide, welche, wie Zoega glaubt mit Steinen überdekt war.Anmerkung des Autors (am rechten Rand) Die Grabpyramide des Ninus nach Ctesias bei Diodorus, liber 2, caput 7 neun Stadien hoch! und 10 Stadien breit nach Ctesias. In Ostindien Tempel meist Pyramidal- und Cylinder-Figur, Paolino, pagina 336 . So waren auch Mexicanische Tempel Pyramidisch bis 80 Fuß hoch, mit 114 Stufen. In Bengalen kleine Pyramiden, Zoega, pagina 381 Chineser machen(?) Erdpiramiden 12 Fuß hoch und nicht höher, Duhalde, Description de la Chine, tome 2, page 126 , so auch Thibetaner, Asiatic researches, tome 2, page 314. Die Pyramide (welche Strabo fälschlich Belus Grabmal nen̅t und welche ein dem  Jupiter Belus geweihter Tempel  war) stand zu Babylon, pagina 50. In Lydien das Grabmal des Alyatte , des Vaters des Croesus, ein Erdhügel, dessen Bossament allein aus großen Steinen war, 6 Stadien + 200 Fuß lang und 1300 Fuß breit, Herodot I, caput 93 .

11. Cholula, unten(?) pagina 49, Busch. So nent Strabo, liber 16, pagina 1111 die Grabpyramide des Königs Erythras auf der Insel Tyrrine im rothen Meer ganz mit wilden Palmen bewachsen. So in(?) Aveaderi(?) Erdhügel Grabhügel der Callisto mit Fruchtbäumen besezt und auf Spize ein Dianentempel, Pausanias, liber 8, caput 35 . In Puerto Deseado in Magellanischer Meerenge (Hist. génér. des Voy. T. 10. page 340) Grabhügel der Patagonier, kleine, aus rothgefärbten Steinen aufgeführte Pyramiden. Skandinavier begruben sich mit allen ihren Habseligkeiten, Zoega, pagina 336 .Anmerkung des Autors (am rechten Rand) tumulus (κωμα) bei(?) Callisto

 12 .   Kommentar Cettina Rapisarda
Vgl. dazu Gemelli 1728.

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Gemelli, Sündfluth.
 Meru  ist Olymp, ein [...] berg auf dem Vishnu sizt, nicht Ararat. Manu Nahusha, Nor, schwim̅t im Wasser in der Sündfluth p pagina 48. ☞ 14.

| 8r21

Anmerkung des Autors (am oberen Rand) Vergleiche pagina 31.

 Alte Steine 

 1)  Penthelischer Marmor oder Cipolo, weißer, körniger Kalkstein, ziemlich grobkörnig, mit etwas weißem Glimer gemengt. Oft ganz raue große Stükke, doch spaltet, klüftet er leider! auch leicht nach dem Glimmer. Große Musen in Paris.Anmerkung des Autors (am linken Rand) Cipolo nicht so großkörnig als Parischer. vide pagina 30.

Cipolino von Euboea von Mons Caristius, vielleicht mit Mons Penthelius dieselbe Gebirgskette, nur mit mehr Glimmer und von diesem geflammt. Schöne SäuleAnmerkung des Autors (am linken Rand) schöne im Museo Capitolino in S. Paolo. Der schönste Cipolino hat in den blauen Glimerstreifen auch rothe Streifen, wie zum Beispiel in dem räthselhaften Bachus?tempel bei Caecilia Metella, den man Honoris und Fortunae nennt. Schöne Cipolino-Säulen am Porticus des Tempels der Faustina in Campo vaccino. Siehe pagina 30.

 Parischer Marmor  nie in großen Stükken, ganz rein, grobkörniger als der Penthelische, in Innerem schimernder als der Cararische. Laocoon auch aus 5 Stükken. Der Apoll ist Cararisch, wie man aus den blauen Flekken sieht. Parischer Marmor großkörniger als der Cararische, pagina 30.

Giallo aus Numidien, doch auch schön bei Siena in Florenz.

Der Gemeinere Griechische Marmor ist von Insel Thasos, noch grobkörniger als der Cararische (Marmor Lunense), selbst als der Parische, riecht gestoßen nach Schwefelleberluft.

2.) Fast aller Granit in Rom ägyptisch, doch glaubt man, daß schlechtere Sorten aus Insel Elba waren. Im Mailänder Dom in̅en im Eingange 2 ungeheure Granitsäulen von Domo d’Ossola, leicht mit ägyptischem zu verwechseln.Anmerkung des Autors (am linken Rand) Im Obelisken-Granit unterscheidet Zoega zweierlei, den hochrothen Feldspath, nur kleinere Obelisken, schönste Piazza Navona und die größte(?) (Lateran) mit blässerem Feldspath.

4.) Wad, Fossilia Ægyptiaca Musei Borgiani Veletris 1794. Wad will alten Uranfänglichen Basalt, der zum Granit gehört, Basanites nennen, hält keinen der Obelisquen für Syenit; es giebt Egyptischen Werner’schen Syenit mit Feldspat, Hornblende und etwas Mica Basanites (basalte nero der Antiquarier = Löwen am Capitol) enthalten; Hornblende, Felspat oft in Adern, bald derb bald kristallisirt und etwas Quarz. Egyptier bestreichen ihre Basaltidole oft mit Pech, Plinius, liber 35, caput 15 . Im Basalt-Syenit (Basanites Wad) Hornblende, Feldspat und Olivin! Dieser Olivin bisweilen, pagina 11 , in 4seitigen Säulen kristallisirt! Poröser Basalt der Villa Borghese, welchen Dolomieu, Journal de Physique 1790, September , für Lava hielt. Wad glaubt, Olivin sei bloß ausgewittert, sei unvulkanisch. Doch hält er mehrere Stükke von Borgia für wahren Basalt, mit Olivin, ohne allen Feldspat. Er beweist, daß alte Römer die Ba | 8v22 saltlava um Rom Silex nannten, so jezt Selce, pagina 8 . Den Basalt mit Leucit, numero 455 , hält er für ein im alten Rom nachgemachtes Kunstwerk von Römischen Laven.

Breccia d’Egitto besonders schön in Villa Albani mit Granitbrokken, Hornstein, Syenit, Jaspis. Eine Statue aus wirklichem 3-Zölligem Topas, Chrysolit des Plinius , pagina 15 ! Plasma di smeraldo ist Prasem. Basalte verde ist nach Wad Hornstein, theils rein, theils mit Hornblendpunkten. Fragmente von Statuen aus Obsidian; aus lapis lazuli oder Cyanos, Plinius, liber 37, caput 9 . Egyptischer Amazonen-Stein, ein Smaragdgrüner Feldspath, pagina 22 . Gewichte(?) aus Nephrit, welche Ferber für Basalt ansah! Oft sehr grünlichschwarz mit Glim̅er, dahin(?) lapis Thebaicus, Plinius, XXXVI, caput 22 . Wad sagt nicht, daß alter Basalt auch Lydischer Stein ist, erwähnt des Lydischen Steins gar nicht. 11 Pfund gewichtige grüne Feldspathe mit etwas Hornblende (also aus Syenit, so er(?) fast reiner Feldspat, ausgeschnitten, wie zu Basalt die Anhäufung der Hornblende). Dies, glaubt Wad, sei Smaragd des Plinius, liber 37, caput 5 , bei Copton, unweit Theben, gefunden, wovon ein ganzer Obelisk! in Tyrus. Wad, pagina 22 . Zoega bemerkt gegen Wad, daß er alle ägyptischen Kunstwerke für ägyptische Steine hält.

5) Ich habe im Museo Capitolino bemerkt: Basalt, schwarzer der Antiquarier, eine zweiteilige Figur, Isis und Osiris, sehr berühmt, 2 Fuß hoch, dunkelschwarz, stark glänzend mit unbestimt ekkigen weißen 2–3 Linien–1 Zoll großen Flekken, die der Künstler für den Ochsen menagirt hat. Die weißen Hörner neu. Zweifelsohne Lydischer Stein mit Quarz. Nim̅t leicht Metallstrich an. Damit nicht(?) zu verwechseln, weil andere ägyptische Idole, 4–5 Fuß hoch, aus Villa Adriani, mit großen weißen Trümern, Nero antico Kalkstein. Idem Nero antico die berühmten 2 Centauren, 4 Fuß hoch, aus Villa Adriani, und eine Säule, 15 Fuß hoch.

Basalt verde, ein Cynocephalus, Affenkopf, wohl nicht Hornstein, sondern Grünstein, Urtrapp. Feldspath darin zu erkennen, wohl Feldspath und Hornblende sehr sehr kleinkörnig.

Basalt nero. Der schwärzeste und prächtigste aller. Die auf dem Aventin gefundene Statue des jungen Herkules 5 Fuß hoch, doch habe ich an  der  Anmerkung des Autors (am unteren Rand) Siehe pagina 29.

| 9r23

Materialien
zu meiner Reise

1. Gelbes Fieber. Viel facta und Recensionen. Jenaische Allgemeine Litteratur Zeitung, 1805, Merz pagina 433461; auch 1804, numero 291.Anmerkung des Autors (am linken Rand) Blen(?)deau’s, der in S. Fé war, Aufsaz Moniteur, Junius 1805. Auszug nicht schlecht.

2. Schwimende Inseln bilden sich auf Schwefelsee bei Tivoli, Lago di agua Solfa bei alten Thermen des Agrippa, von Olivin mit Schwefel und Kalk gemischt, aber sehr klein, 8 Fuß lang, vom Winde hin und hergetrieben, den Mexikanischen ähnlich.

3. Von Cataracten des Orinoco hat man im kleinen ein Bild in Grotta de la Sirena bei Tivoli, wo der ganze Fluß in eine Felskluft stürzt.

4. Große Cascade von Tivoli hat manches ähnliche mit Tequendama, Wassermenge dieselbe, Anio etwas reicher, aber Tequendama gerade 12 mal höher.

5. Egypter reiten auf Schilfcanoen(?), ganz wie Peruanische Cavallitos. Denon, planche 78. So auch in Niederägypten Entenjagd, an Füßen herabgezogen wie in Mexikanischen Seen. Volny.

6. Kreuze in Guatimala will man gefunden haben. Was thut Zufall nicht? In ägyptischen Hyeroglyphen kom̅t eine wirkliche umstrahlte Hostie, ein Ding wie das Santissimo Sacramento vor und in der von niemand verstandenen Sprache, die man mit Lettern auf Mumienbinden findet, hat mir Zoega den Namen JESV ordentlich mit lateinischen Lettern geschrieben gezeigt. Wer weiß, was das in dieser ägyptischen Buchstabenschrift hieß.

7. Zoega hält es für sehr wichtig, daß ich in alt(?)en Mexikanischen Hyeroglyphen und Gemälden nie einen(?) Phallus oder etwas unzüchtiges, auf Zeugung Bezug habendes entdekt. Das | 9v24. zeigt große Verschiedenheit von Indostan, wo alles von Zeugungsideen voll ist.Anmerkung des Autors (am rechten Rand) Doch Voyage au Mexique, page 223. Zoega glaubt (gegen viele andere, besonders gegen Padre Paulino —), daß Phallusgeheimnisse neuer sind, daß rohen Nazionen die Zeugung natürlicher und freier erschien. Auf älteren Obelisken und allen Werken des ältesten Styls kein Phallus. Auch glaubt Zoega, daß Naktheit spätere Idee von Schönheit ist. Alle ganz rohen Völker malen bekleidete Figuren.

8. In Altegypten 2 Menschenracen, eine gelbe arabische (Caukasische) und eine Negerartige Abessynische. Zoega.

9. Porphyr-Pole. Nazareno in Rom ein brauner Vulkan-Tuf von Anagni im Kirchenstaat mit 2 Polen, auch zerschlagene Pole!

10. Dolomieus Flußspath in Vulkanischen Produkten von Rocca di Papa bei Albano mit Olivin und M(?)ica ist Latialite des Padre Gismondi. Unschmelzbar, aber giebt Gallert-Säuren.

11. Entdekung von Amerika . Das Wappen von Mexico sei ein Pferdekopf, Fabbroni, degli habit. d(?)’Italia, pagina 43 . Er glaubt auch an eine Phönizische Inschrift bei Boston, die auch Gebelin bekannt gemacht haben soll. pagina 44 . Pferd auf Azoren.

| 10r25.

 12.  Südlich vom Gebirge Himali Imaus, der unter 30° latitude in ewigen Schnee reicht, zwischen Indus und Ganges Schnee unbekannt. Anmerkung des Autors (am linken Rand) pagina 33.Altes Paradies bei Sirinagar, bei den Quellen des Ganges. Padre Paolino.

13. In Laven von Etna und Vesuv nie Schwefel. In Cratern wohl Schwefelgeruch, aber kein Schwefel je Zollgroß gefunden. Hier und da Atome, denn was Gelb im Crater aussieht ist gelber Letten, der sich an die Zunge anhängt, aus verwitterter Lava. Schwefel kann nicht Ursach des Vulkan-Feuers sein. Schwefellager in Sicilien fern von allen Vulkanen. Gioeni. Aber am Crater des Pic von Teneriffa findet man große Schwefelkristalle.

 14.  Das Wasser, welches man behauptet, der Aetna habe 1755 gespien, war ein bekannter, am Etna gelegener durchbrechender See: Er selbst spie nie Koth, nie Wasser.   Kommentar Cettina Rapisarda
Siehe dazu Gioeni 1791 und Dolomieu 1794.

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Gioeni gegen Dolomieu.
Die peperinos oder brèches boueuses sind Sandsteine, deren Materiale vulkanisch sind. Gioeni. Aber Girgenti. 16.

15. In Neapel mit Gay Luft aus Meerwasser geprüft. Darinn 0,309 oxygen, alle Luft, welche Meerwasser giebt, zusam̅en aufgefangen, reiner, weil Salze sich lösen, azotreichere Luft ausstößt und wäre wohl noch reiner, wenn nicht schwim̅ende organische Fasern beständig oxygen raubten. Phosphorescenz des Meeres wohl dégagement de l’hydrogène phosphoré. Meerwasser ist Fleischbrühe. Wie aber wirkt Atmosphäre darauf? Poli glaubt auch nicht, daß ganze Thiere die Ursach sind, glaubt wie ich, daß Fasern, vielleicht organische molecules, bittrer Schleimstof. Daher Meerwasser eßbar für so viele Fische.

| 10v26.

 16.  Andes-Vulkane alt, voll Hölungen, die sich mit geschmolzenem Schneewasser füllen; reichen mehr in ewigen Schnee als europäische. Haben wegen ihrer Höhe dieselbe Lava oft von neuem gekocht, zu Asche zerrieben, in diesen alten Hölungen deshalb Koth und Fische, die bei Erdbeben ausbrechen. numero 14.

17. Beim lezten Erdbeben in Neapel vom 26 Julius 1805 öfnete sich Erde bei Stadt Cantalupo und schob kleine Pyramiden von kalkartigem (Muschel?-)Sand hervor. Sehr den Pyramiden von Pelilio und Riobamba ähnlich.

18. In Europa Vulkane isolirt, fern von Gebirgsketten. Nicht so die Alten Basalte! In Amerika Vulkane in Ketten, Guatimala, Quito und zwar in einer Kette mit unvulkanischem Theile der Andes. Wäre der vulkanische Porphyr (wie Buch will) aufgetrieben, warum füllt er gerade Lükke aus, sezt Andeskette fort. Und war in Quito zum Beispiel schon Gebirgsstok vorhanden, warum brach in ihm gerade Vulkan-Feuer aus, warum nicht in der Ebene, wie bei Arequipa? Sehr schwierig zu erklären. Also doch wohl Ursach im Gebirge, wie(?) oft so tief liegende Ursach. Chimborazo nach Pendelversuchen wirklich hohlen Bauchs.

19. Formationen: Grünstein (Ur) mit (Passauer) Syderotitanium auf Porphyr aufgesezt im Thüringer Wald. Buch.

Urgrünstein im Granit bei Clermont in Auvergne (Puy de la Chaudepine). Buch .

Granit auf Gneiss, Spize des Sankt Gothard.

Spize des Montblanc ist Syenit, der seiger fallendes, sich weit erstrekkendes Lager im Granit ausmacht. Syenit im Plauenschen Grunde liegt auf Porphyr, Buch . Ich habe Syenit mit Serpentin abwechseln gesehen. GoanaxoatoGuanavacoa, also 3 Syenitformationen.

Grundmasse der meisten Hornsteinporphyre, zum Beispiel der Tyroler, ist dichter Feldspath, Werner. Klingstein ist dichter Feldspath. Buch .

| 11r27.

Uebergangsgips im Uebergangsthonschiefer bei Chamonix. Dieser Uebergangsgips im alten Conglomerat bei Bex. Buch

Uebergangsthonschiefer im Wallis, bei Bex und Aigle mit schwarzem Alpenkalkstein, eigentlich Uebergangskalkstein abwechselnd.Anmerkung des Autors (am linken Rand) Kieselschiefer (wie in Bereuth) in Schlesien im Uebergangsthonschiefer. Buch .

Am Bonhomme im Alpenkalkstein Feldspath eingewachsen. Buch . So Feldspath im alten Conglomerat in Goanaxoato.

20. Vesuv wirft aus körnigen Kalkstein mit LeucithAnmerkung des Autors (am linken Rand) wie(?) wirklicher Leucith und nicht analcin(?), der so ähnlich.         Buch . und Pyroxen. Wegen Bildung des Leuciths schwierig. Wirft auch aus k(?)örnigen Kalkstein mit Tremolith und unversehrtem Bleiglanz.

Poli besizt Glim̅erschiefer, silberweiß, etwas knotig etwa wie vom Granitlager vom Vesuv gespien. Thomson besizt vom Vesuv gespien eine Lava mit eingebakkenem rothen Granit mit deutlichem schillernden Feldspath, Hornblende, Quarz, Glimmer und Lazurstein. In derselben Lava körniger Kalkstein. Alles andere, was man Granit nennt: Gemenge von Nepheline und Mica. Kleine glasige Feldspatkristalle in alten Laven des San̅a(?), doch selten. Desto häufiger Feldspath in Laven vom Aetna und Ischia! In Auvergne.

Je länger Vulcane die Laven wiederkäuen, desto mehr zerstöhren sie Feldspath.

In Ischia und Auvergne je weiter hin im Lavastrohme, desto mehr Feldspath verschwunden, aufgelöst, desto seltener. Buch .

Am Pic de Teyde viel glasiger Feldspath, fast Porphyrschiefer! So auch in allen Andeslaven, z. B. Anzango am Antisana, die wirklich geflossen.

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21. Obsidiane. Gewiß Lava. Schnell erkaltet glasig, langsam erdig, Glasstein. Kair.(?) Thomson besizt erdigen rauchgrauen Porphyr (Lava?) mit Feldspath und Pyroxene eingebakken im(?) Obsidian von Lipari, in Hölen schwimmend, noch nicht zergangen:  
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Bildbeschreibung Vgl. dazu Ette/Maier 2018, 471: Mineralien und Basaltlaven des Vesuv im Querschnitt, 1805[.] Tinte auf Papier, 202×123 mm […]. [Schließen]
   
Anmerkung des Autors (am rechten Rand) Der eingebakkene Porphyr ist ganz dem von der Insel Panaria ähnlich.

Glasstein in Obsidian in Lagen in Lipari wie am Quinche. Endlich mit Glasstein so zu, daß Obsidian verschwindet und man bloß Perlstein sieht. Also Perlstein wohl obsidienne glastinisée! Cinapecuaro! Am Vesuv Laven, die in 2 Linien breiten Lagen zerblättert sind  
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Bildbeschreibung Vgl. dazu Ette/Maier 2018, 471: Mineralien und Basaltlaven des Vesuv im Querschnitt, 1805[.] Tinte auf Papier, 202×123 mm […]. [Schließen]
   
, Basaltlaven!

Anmerkung des Autors (am rechten Rand) Obsidian in Porphyr bei San Zibio bei Bataglia (zwischen Rovigo in Padua und Cerro de Nabaj(?)as.)

Anmerkung des Autors (am rechten Rand) Panaria.22. Auf Insel Panoria 5-seitige Porphyrsäulen. Lava? gewiß nicht als Strohm geflossen, wohl aber buttes hervorgeschoben wie auf Crête des Andes, Porphyrschiefer, Grünstein, Basalt. Thonporphyr von Panoria mit Pyroxen und Feldspath. Auch Santorino und bei Clermont vorgeschobene verbleichte Porphyre, kranke, veränderte Granite. So Siebengebirge, so Riobamba! Buch .

Anmerkung des Autors (am rechten Rand) Alausí23. Schwefel in Sicilien, fern von Vulcanen in schmalen Schichten im Alpenkalkstein. Ein solcher Schwefelberg hat sich entzündet und ist wie Lava zerflossen. Schwefelkristalle fest in der Schwefelmasse porphyrartig eingebakken.

24. Vesuv. Im Crater Schwefelsäuregeruch, muriate de soude kristallisirt. Bisweilen riechts nach Erdpech. Auf Lava muriate d’amoniac und muriate de cuivre.

25. Buch. Im Auvergne das 1200 Fuß hohe plateau du Montperdu oder de la chaîne des puys Granit. Auf diesem stehen in einer oder mehreren parallellen Reihen (Jorullo, Mexikanische Schneeberge!) theils die Kegel von gehobenem gebranntem Granit, jezt (fast) Porphyr-buttes ohne Crater wie Puy-de-Dôme selbst und kleine puys wie puy de la Chaupine, puy de Sarcuit, … theils Schlakkenhügel mit Craters wie puy de Pariou …. Also hier wie in Andes zu fragen, warum gerade diese Kegel auf Höhe und nicht bei Limoges in Ebene ausbrechen, denn Buch hält das plateau nicht für gehoben.

| 12r29

 Mineralogie der Alten 
Fortsezung pagina 22.

Hüfte(?) deutlich Feldspathkristalle entdekt, also derselbe Grünstein wie die Capitolinischen Löwen(?).Anmerkung des Autors (am linken Rand) Man erklärt sie fälschlich für   Kommentar Cettina Rapisarda
D. i. „pietra di paragone“, deutsch: ‚Prüfstein‘.

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pietra di paragona
. Sie ist gemengt, aber jeder Reisende hat sein Geld daran gestrichen, nen̅t(?) metallenes Streichen.
(Bayreuther Paterlestein) eben dort und eben dies der Basalt der Caligulabüste. In Neapel ein 6 Fuß hoher sizender Apoll von Basalt, ganz dem Hercules Aventino ähnlich.

Rosso antico. Bräunlichrother dichter Kalk. 5 Fuß hoch ein Faun aus Villa Adriani, d(?)as größte Stük von Rosso antico, was existirt. Diesen Marmor und den nero antico finden wir in Europa nicht!Anmerkung des Autors (am linken Rand) Beide Marmore wegen ihrer Härte bekannt.

Basalt nero, ein colossales Egyptisches Idol mit Thurm auf dem Kopf und Palmzweig in der Hand. Urtrapp, aber von einzig(?) mitten im klein-körnigsten Gemenge von kaum sichtbaren Hornblend- und Feldspathkristallen, einzelne, 1–1½ Zoll große rothe Feldspathkristalle porphyrartig eingewachsen; eben so ein Tiger in Neapel. Diese Statue entscheidet ganz den Streit über Basalto nero. Ein ähnlicher Koloß von Granit auch mit Zollgroßen Feldspatkristallen und schwarzem Glim̅er, nicht Hornblende. Neuere Antiquarier sehen indeß beide Idole schon für Granit (Pyropoicile) an. Anmerkung des Autors (am linken Rand) Basaltes du Musée de Paris à examiner

  • noir
    • numéro 367
    • 368
    • 364
  • verts
    • 363
    • 533 lion
  • rouge: masse (spate) du porphyre 514.

6) Zoega bemerkt, daß kein ächt egyptisches Monument von Porphyr sei, sehr sonderbar! Alabastro orientale durchscheinender Kalkstein, auch in Egypten Memphitischer Marmor. Im Ganzen fast gar keine Marmorstatuen in Egypten.

Anmerkung des Autors (am linken Rand) Schon Blumenbach, pagina 609 sagt, daß im antiken Porphyr aus Nieder-Egypten? und dem steinigten Arabien Hornblende und Feldspath liegen!7) Im Museo Pio Clementino