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Anmerkung des Autors (am oberen Rand) Vergl. p 31.

 Alte Steine 

 1)  Penthelischer Marmor od. Cipolo[,] weißer. körniger
Kalkstein[,] ziemlich grobkörnig[,] mit etwas über der Zeile⎡ weißem Glimer
gemengt. Oft ganz raue große Stükke, doch
spaltet[,] klüftet er leider! auch leicht nach dem
Glimmer. Große Musen in Paris.Anmerkung des Autors (am linken Rand) ⎡Cipolo nicht
so großkör-
nig als
Parischer. vid
p. 30.

Cipolino von Euboea am linken Rand⎡ von Mons
Caristius
,
vielleicht mit Mons Pen-
thelius
dieselbe Gebirgskette[,] nur mit mehr
Glimmer u von diesem geflammt. Schöne Säu-
leAnmerkung des Autors (am linken Rand) ⎡schöne im
Mus. Capitolino
in S. Paolo.  innerhalb der Zeile und am linken RandDer schönste Cipolino hat in den blauen⎡ Glimerstrei-
fen auch rothe
Streifen[,] wie z.
B. in dem räthsel-
haften Bachus?
tempel
bei Cae-
cilia Metella
[,]
den man Honoris
und Fortunae
nennt. Schöne Ci-
polino[-]Säulen
am Porticus des
T. der Faustina
in Campo vac-
cino
. S p. 30.

 Parischer Marmor  nie in großen Stükken, ganz
rein, grobkörniger als der Penthelische, in Inne-
rem schimernder als der Cararische. Laocoon auch
aus 5 Stükken. Der Apoll ist Cararisch[,] wie man
aus den blauen Flekken sieht.  innerhalb der ZeileParisscher Mar-
mor großkörniger als der Cararische, p 30.

Giallo aus Numidien, doch auch schön bei Syene
 innerhalb der ZeileSiena in Florenz.

Der Gemeinere Griechische Marmor ist von Insel
Thasos[,] noch grobkörniger als der Cararische (Mar-
mor Lunense)[,] selbst als der Parische, riecht gestoßen
nach Schwefelleberluft.

2.) Fast aller Granit in Rom ägypt.[,] doch glaubt
man[,] daß schlechtere Sorten aus Insel Elba waren.
Im Mailänder Dom in̅en im Eingange 2 ungeheure
Granitsäulen v Domo d’Ossola[,] leicht mit ägypt.
zu verwechseln.Anmerkung des Autors (am linken Rand) im Pyr innerhalb der ZeileObe-
lisken
[-]Granit
unterscheidet
Zoega zweier
lei, den hoch-
rothen Feldspath[,]
nur kleinere Obe
lisken[,] schönste
Piazza Navona
und die größte(?)
(Lateran) mit
blässerem
Feldspath.

4.) Wad[,] Foss. aegypt. Musei Borgiani Veletr.
1794
. Wad will alten Uranfängl. Basalt[,] der
zum Granit gehört[,] Basanites nennen, hält kei
nen der Obelisquen für Syenit; es giebt Egypt.
Wern. Syenit mit Feldspat, Hornblende und etwas Mica
Basanites (basalte nero der Antiquarier = Löwen am
Capitol) enthalten[;] Hornblende, Felspat oft in Adern,
bald derb bald xllisirt und etwas Quarz. Egyptier bestreichen
ihre Basaltidole oft mit Pech[,] Plin.[,] lib 35. c. 15 .
Im Basalt-Syenit (Basanites Wad) Hornblende[,]
Feldspat und Olivin! Dieser Olivin bisweilen[,] p 11 [,]
in 4seit Säulen xlisirt! poröser Basalt der
Villa Borghese[,] welchen Dolomieu[,] J. de Phys.
1790[,] Sept
[,] für Lava hielt[.] Wad glaubt[,] Oli
vin sei bloß ausgewittert[,] sei unvulkanisch[.]
 Durch Überschreibung unleserliche Stelle (1 Wort) [...] Doch hält er mehrere Stükke von Bor
gia
für wahren Basalt[,] mit Olivin[,] ohne allen
Feldspat. Er beweist[,] daß unter der Zeile⎡ alte Römer die Ba-

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Zitierhinweis

Humboldt, Alexander von: Voyage de Paris en Italie avec Gay Lussac 1805 [= Tagebuch der Italien-Reise], hg. v. Cettina Rapisarda und Christian Thomas unter Mitarbeit von Annika Geiser. In: edition humboldt digital, hg. v. Ottmar Ette. Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Berlin. Version 8 vom 11.05.2022. URL: https://edition-humboldt.de/v8/H0019155/8r


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