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Staatsbibliothek zu Berlin - PK

Den ganzen Tag war ich beschäftigt die Contour der Berge mit
dem Fernrohr zu verfolgen u zu  Siehe die Skizzen in der Staatsbibliothek Preußischer Kulturbesitz, Nachl. Alexander von Humboldt, gr. Kasten 8, Nr. 1a, 15v–17v. Siehe Bl. 8v.
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zeichnen
. Da wir lange
besonders Nachts (als uns der Wind hinderte zwischen der
Allegranza u S. Clara durchzugehen) bei den Inseln um
herkreuzten, so hatte ich Gelegenheit die Konturen mehr-
mals zu berichtigen u den  innerhalb der Zeilezu entwerfen: 2 Seiten
von Allegranza, die Rocca del Este, Lancerotte (mit der sich an-
schiebenden S. Clara) den Sattelberg auf Graciosa, Lobo, das
Nordcap von Fortaventura, u d  innerhalb der Zeileein mit der Boussole re-
levirter Situat. Plan der Inseln Clara, Rocquette, Allegranza[,]
Roca del Este u Graciosa. Der Cap. hatte die erste für In-
fierno
, die dritte für S. Clara u die vierte für Graciosa
gehalten. In der That sind beide Karten die Carte réduite des
Côtes occidentales d'Afrique 1753
u die neue von allen See am linken Rand⎡fahrern gebrauch-
te  Kommentar Carmen Götz
Humboldt hat mindestens zwei Auflagen der Karte gesehen. Hier erwähnt er den Minister Castriers, dessen Name nur auf der Karte von 1786 zu lesen ist. Dagegen bezieht sich Humboldt vor allem für aktuelle Messdaten auf die Karte von 1792.
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Carte de l'
Océan atlantique
publiée par ordre du
Ministère (du Mar.
de Castriers) en 1786.
revue et corrigée en
1792
.

in Situation der kleinen Inseln falsch. Vergleiche  Gemeint ist hier die „Carte réduite d'une Partie de l'Océan Atlantique ou occidental“, siehe Verdun de la Crenne 1775. Die Karte ist angehängt an den Reisebericht Borda 1778.
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Borda
! Der
Fischer der  innerhalb der Zeileauf Graciosa kannte den Namen Infierno gar
nicht, wahrscheinlich ist es der so kraus u furchtbar aussehen
de Schlakkenhügel Rocquette. Nachmittags gegen 3 Uhr wa-
ren wir an die Nordöstl. Spize von Lancerotte gelangt[.]
Man sahe oder glaubte ein Castell zu sehen, vielleicht
las Coloradas u begrüßte es mit einer Salve. Es erfolgte
natürlich keine Antwort. Wir lagen nun vor einem
tiefeinschneidenden Busen, ganz in der Lage der ersten Ent-
dekker. Die Küste sah einsam u öde aus. Aber der Por-
tugisische  Vgl. Pimentel 1712, 212.
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derotero
, des Cap. Orakel,  Vgl. Humboldt 1814–1825 I, 87.
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gab hier den Ha-
fen der Stadt Lancerotte an
, das vermeinte Kastell lies [sic]
auch die Nähe von Personen vermuthen, welche das
große Problem, ob die Engländer wirklich (wie man zu
Corunna behauptete) vor Teneriffa kreuzten) [sic] löst  innerhalb der Zeilelö-
sen könnten
. Der Pilote hielt die ganze Expedition
für zeitverderbend u meinte der Capitän hätte die Lich-
ter welche wir am Abend vorher sahen wohl für Zei
chen eines vor Anker liegenden Corsars ausgeben u
unmittelbar den Weg nach St Cruz fortsezen können, oh
ne dem Befehl in Lancerotte Erkundigung einzuholen[,]
zu gehorchen. Nach vielem Streiten wurde beschlossen,
daß der  Siehe oben.
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Pilotin
D. Emanuel Baruti ein gutmüthiger
lustiger Mensch, sich in Uniform sezen solle, um den
Officir im Kastell od. im Hafen (der gewiß in der
Nähe war) zu begrüßen. Wir erhielten Erlaubniß
mit ins Boot zu steigen, mit welchen Empfindungen
läßt sich nicht ausdrükken. Die Idee afrikan. Boden
zu betreten, ein Land, das man sich ier so fern

Zitierhinweis

Humboldt, Alexander von: Voyage d’Espagne aux Canaries et à Cumaná Obs. astron. de Juin à Oct. 1799 [= Tagebücher der Amerikanischen Reise I], hg. v. Ulrike Leitner und Carmen Götz unter Mitarbeit von Sandra Balck, Ulrich Päßler, Linda Kirsten, Eberhard Knobloch, Oliver Schwarz, Laurence Barbasetti und Regina Mikosch. In: edition humboldt digital, hg. v. Ottmar Ette. Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Berlin. Version 5 vom 11.09.2019. URL: https://edition-humboldt.de/v5/H0016412/9v


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