| 0

Fragmente
des
Sibirischen
Reise-Journals
1829

| 1r

  Chronometer Earnshaw  

| 1v

nach Sobolewski

[Beginn Spaltensatz] [Neu Spalte]

 Humboldts Notizen zur Umrechnung verschiedener Maße zeigen eindrücklich die gedankliche Bewegung eines Wissenschaftlers in ein anderes Normsystem. Wie ein Reisender, der nach Ankunft am Zielort seine Uhren umstellen muss, übersetzt Humboldt für ihn geläufige Maßeinheiten (toise, Köllnische Mark, Kilo, englisches Fuß, geographische Meile) in die russischen Standardgrößen (etwa pud, Werst und Sajen), für die er jeweils eine möglichst präzise Umrechnung etabliert.

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 Pud: Gewichtsmaß (Russland), 1 Pud entsprechen 16,38 kg1 pud =16kil,3755

[Neu Spalte]

 Pud: Gewichtsmaß (Russland), 1 Pud entsprechen 16,38 kg1 pud = 16kil,38.  Pud: Gewichtsmaß (Russland), 1 Pud entsprechen 16,38 kg1 pud =  Kölnische Mark: Gewichtsmaß (Preußen), 69,9 Kölnische Mark entsprechen 16,35 kg69 9/10 Köllnische Mark.

[Ende Spaltensatz]

nach Erman 1 geographische Meile, deren 15 auf einen Aequator Grad =  Versta: Längenmaß (Russland), 6,97 Versta entsprechen 7,44 km6,97 Werst. Anmerkung des Autors (am linken Rand) er sagt jezt selbst die 6,97 sollten 6,95 heissen.  Versta: Längenmaß (Russland), 1 Versta entsprechen 1,07 km1 Werst =  Toise: Längenmaß (Frankreich), Humboldt verwendet auch die griechische Bezeichnung 'hexapus' (6 Fuß), 547,3 Toise entsprechen 1,07 km547,3 toises.

 Sažen: Längenmaß (Russland), 1 Sažen entsprechen 2,13 m1 Sajen =  Foot: Fuß (Großbritannien), 7 Foot entsprechen 2,13 m7 englische Fuß =  Toise: Längenmaß (Frankreich), Humboldt verwendet auch die griechische Bezeichnung 'hexapus' (6 Fuß), 1,09 Toise entsprechen 2,13 m1toises,094

Ist die  Gemeint ist hier wahrscheinlich der halbe Durchmesser, also der Radius der Erde.

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halbe grosse Axe der Erde
=  Toise: Längenmaß (Frankreich), Humboldt verwendet auch die griechische Bezeichnung 'hexapus' (6 Fuß), 3.271.628,89 Toise entsprechen 6.374,44 km3271628,89 toises, so ist 1° des Aequators =  Versta: Längenmaß (Russland), 104,32 Versta entsprechen 111,29 km104,32 Werst.

Anmerkung des Autors (am linken Rand)  Versta: Längenmaß (Russland), 1 Versta entsprechen 1,07 km1 Werst =  Toise: Längenmaß (Frankreich), Humboldt verwendet auch die griechische Bezeichnung 'hexapus' (6 Fuß), 547,36 Toise entsprechen 1,07 km547toises,358 weil  Sažen: Längenmaß (Russland), 500 Sažen entsprechen 1,06 km500 Sajenen =  Versta: Längenmaß (Russland), 1 Versta entsprechen 1,07 km1 Werst und  Sažen: Längenmaß (Russland), 1 Sažen entsprechen 2,13 m1 Sajene =  Foot: Fuß (Großbritannien), 7 Foot entsprechen 2,13 m7 englische Fuß =  Toise: Längenmaß (Frankreich), Humboldt verwendet auch die griechische Bezeichnung 'hexapus' (6 Fuß), 1,09 Toise entsprechen 2,13 m1toises,0947.

Erman und Schubert

aber wenn nach Encke 1 Aequator Grad=  Toise: Längenmaß (Frankreich), Humboldt verwendet auch die griechische Bezeichnung 'hexapus' (6 Fuß), 57.104 Toise entsprechen 111,26 km57104toises,0, so ist 1/15 davon =  Toise: Längenmaß (Frankreich), Humboldt verwendet auch die griechische Bezeichnung 'hexapus' (6 Fuß), 3.806,6 Toise entsprechen 7,42 km3806toises,6 und  Geographische Meile: Längenmaß, 1 Geographische Meile entsprechen 7,42 km1 solche geographische Aequator Meile =  Versta: Längenmaß (Russland), 6,95 Versta entsprechen 7,41 km6,95 Werst geographischen Meilen die 1/15 des Meridian-Umfanges oder geographische Meridian Meilen =  Toise: Längenmaß (Frankreich), Humboldt verwendet auch die griechische Bezeichnung 'hexapus' (6 Fuß), 3.800,6 Toise entsprechen 7,41 km3800toises,6 =  Versta: Längenmaß (Russland), 6,94 Versta entsprechen 7,41 km6,945 Werst.

Nach diesen dates ist 1° Aequator =  Versta: Längenmaß (Russland), 104,32 Versta entsprechen 111,29 km104,32 Werst

Meridian =  Versta: Längenmaß (Russland), 104,16 Versta entsprechen 111,12 km104,16 Werst  Versta: Längenmaß (Russland), 1 Versta entsprechen 1,07 km1 Werst =  Foot: Fuß (Großbritannien), 3.500 Foot entsprechen 1,07 km3500 englische Fuß.

| 2r

Configuration du terrain. Höhenzug in Ostpreussen  Pied: Längenmaß (Frankreich), 600 Pied entsprechen 194,88 m600 Fuß. Sur nivellement Berghaus Annalen 183(?)0 Juli page 410. Siehe auch Engelhardt Profil von Lievland.

Gegend zwischen Memel und Riga Dubois Karsten Archiv Band II Heft 1. Höchster Estländischer Berg Munamägi g M. südlich von Dorpat  Pied: Längenmaß (Frankreich), 997 Pied entsprechen 323,83 m997 Fuß Struve, siehe(?) Berghauß page 58. Oberbuschkau bei Danzjg  Toise: Längenmaß (Frankreich), Humboldt verwendet auch die griechische Bezeichnung 'hexapus' (6 Fuß), 183 Toise entsprechen 356,56 m183 toises Wolf.

Tout mon voyage de Russie et de Sibérie a été de  Versta: Längenmaß (Russland), 14.495 Versta entsprechen 15.463,27 km14,495 Werstes avec les deux Voyages de Berlin a Pétersbourg et de retour  Versta: Längenmaß (Russland), 17.500 Versta entsprechen 18.669,00 km17500 Werst ou  Geographische Meile: Längenmaß, 2.500 Geographische Meile entsprechen 18.551,10 km2500 milles géographiques de 15 au degré.

Anmerkung des Autors (am linken Rand) woher?

Hertha Tome I numéro 2. page 221.

Intensités magnétiques I 67

 
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Bildnachweis

b [...] 2,2 6,4(?) 4(?)1,5 7,2(?)

Bildbeschreibung Größere geographische Skizze; Bleistift. Kommentar Vermutlich handelt es sich bei der nur schlecht zu erkennenden Skizze um eine während der Reise vorgenommene Messung, die Richtungs- und Entfernungsangaben umliegender Orte festhält (vgl. die Skizze auf Bl. 76v). Nach der Reise war die Skizze offenbar nicht mehr wichtig, so dass Humboldt den frei werdenden Platz für Exzerpte aus der Forschungsliteratur nutzen konnte.  [Schließen]
   
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  Kommentar Tobias Kraft

Karl Friedrich von Ledebour, Alexander von Bunge und Carl Anton Weher unternahmen 1826 eine Forschungsreise durch das Altai-Gebirge und die sibirische Steppe. In Humboldts Reisejahr 1829 veröffentlicht Ledebour den Bericht der Reise (Ledebour 1829-1830) in zwei Bänden.

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Ledebour und Bunge

Ledebour Reise I 406 .
 Humboldt wertet hier das aus Ledebours Reisebericht (Ledebour 1829-1830, I, 402–412) übernommene Verzeichnis der gemessenen Höhen aus und übernimmt 15 von insgesamt 154 Messpunkten. In der Quelle ist die Tabelle gegliedert in die Spalten Standpunkte, Pariser Fuß über dem Meere (von Humboldt hier umgerechnet in Toise, 1 Pariser Fuß = 1/6 Toise), Witterung (nicht übernommen) und Zahl der Beobachtungen. Da wir in diesem Fall von einer direkten Übernahme der Ortsnamen aus der gedruckten Quelle ausgehen können, wurden Kopierfehler entgegen der sonst üblichen Textkonstitution explizit korrigiert.
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Zahl der
Beobachtungen
page 402. Barnaul Hospital  Toise: Längenmaß (Frankreich), Humboldt verwendet auch die griechische Bezeichnung 'hexapus' (6 Fuß), 61 Toise entsprechen 118,85 m61 toises (1024)
page 410 Kolywansche Schleiffabrik  Toise: Längenmaß (Frankreich), Humboldt verwendet auch die griechische Bezeichnung 'hexapus' (6 Fuß), 202 Toise entsprechen 393,58 m202 toises (1)
Schlangenberg Kirche  Toise: Längenmaß (Frankreich), Humboldt verwendet auch die griechische Bezeichnung 'hexapus' (6 Fuß), 200 Toise entsprechen 389,68 m200 toises (19)
page 403 Riddersk Haus des  Ledebour spricht hier vom Hause des Befehlshabers
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Bergmeisters
 Toise: Längenmaß (Frankreich), Humboldt verwendet auch die griechische Bezeichnung 'hexapus' (6 Fuß), 391 Toise entsprechen 761,82 m391. toises (54)
page 403
 Vermutlich bezieht sich Humboldt hier auf den Eintrag 95 in Ledebours Verzeichnis: Unterer Landungsplatz am Irtysch, etwa zwei Werst oberhalb Ustkamenogorsk am Hause des Aufsehers (Ledebour 1829-1830, I, 408).
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408
Ustkamenogorsk  Toise: Längenmaß (Frankreich), Humboldt verwendet auch die griechische Bezeichnung 'hexapus' (6 Fuß), 189 Toise entsprechen 368,25 m189. toises
(2)
Krasnojarsk Dorf  Toise: Längenmaß (Frankreich), Humboldt verwendet auch die griechische Bezeichnung 'hexapus' (6 Fuß), 204 Toise entsprechen 397,47 m204. toises (2)
Krukowsche Silbergrube  Toise: Längenmaß (Frankreich), Humboldt verwendet auch die griechische Bezeichnung 'hexapus' (6 Fuß), 390 Toise entsprechen 759,88 m390 toises (1)
Ledebour
I 405.
Quelle des  Vermutlich ist hier der Koksočka gemeint, ein Nebenfluss der Koksa.
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kleinen Koksun

am östlichen Abhange der
koksunischen Schneeberge
 Toise: Längenmaß (Frankreich), Humboldt verwendet auch die griechische Bezeichnung 'hexapus' (6 Fuß), 1.615 Toise entsprechen 3,15 km 1615. toises (1(?))
Dorf Abai  Toise: Längenmaß (Frankreich), Humboldt verwendet auch die griechische Bezeichnung 'hexapus' (6 Fuß), 598 Toise entsprechen 1,17 km598 toise (1.)
page 409 Buchtorminsk  Toise: Längenmaß (Frankreich), Humboldt verwendet auch die griechische Bezeichnung 'hexapus' (6 Fuß), 252 Toise entsprechen 491,00 m252 toise (1.)
Syränowsche Grube  Toise: Längenmaß (Frankreich), Humboldt verwendet auch die griechische Bezeichnung 'hexapus' (6 Fuß), 246 Toise entsprechen 479,31 m246 toise (11)
 Bei Ledebour genauer: Höchstes Getreidefeld zwischen den Dörfern Fykalka und Belaja (Ledebour 1829-1830, I, 409).
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Höchste Cerealien
 Toise: Längenmaß (Frankreich), Humboldt verwendet auch die griechische Bezeichnung 'hexapus' (6 Fuß), 648 Toise entsprechen 1,26 km648 toise (1)
page 410 See Kolywan  Toise: Längenmaß (Frankreich), Humboldt verwendet auch die griechische Bezeichnung 'hexapus' (6 Fuß), 184 Toise entsprechen 358,51 m184. toise
Tschuja Steppe  Toise: Längenmaß (Frankreich), Humboldt verwendet auch die griechische Bezeichnung 'hexapus' (6 Fuß), 959 Toise entsprechen 1,87 km959 toise (1)
Tschegan Alpe cime ...  Toise: Längenmaß (Frankreich), Humboldt verwendet auch die griechische Bezeichnung 'hexapus' (6 Fuß), 1.588 Toise entsprechen 3,09 km 1588 toise (1)

| 2v

Marquis de Paulucci Gouverneur(?)  Paulucci war militärischer Generalgouverneur des baltischen Gouvernements Livonia mit Sitz in Riga.

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von Riga
 Der Aachener (1818) und der Veroneser (1822) Kongress stehen in einer Reihe von Verhandlungen der europäischen Großmächte im Anschluss an den Wiener Kongress (1814/1815), an dem Wilhelm von Humboldt als Gesandter Preußens in Österreich teilgenommen hatte . Die Monarchen- oder Mächtekongresse (Schneider 2018) führten zu einer neuen Form außenpolitischer Kooperation und dienten der Konsolidierung der monarchistischen Herrschaftssysteme und -allianzen in West- und Zentraleuropa. Möglicherweise haben die hier erwähnten Paulucci und Araktschajew an den beiden Kongressen für Russland teilgenommen und sich mit Humboldt über Hintergründe der Verhandlungen ausgetauscht.

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Congrès d'Aix 1818 Congrès de Verona(?) 1822

 Arakčeev ist wie die meisten der hier genannten, kaum lesbaren Namen ein Vertreter der militärischen Elite im russischen Staat. Es konnte bisher nicht geklärt werden, welches Ereignis zu dieser ungewöhnlichen Auflistung an prominenten Personen führte. Vermutlich handelt es sich um einen oder eine Reihe von Empfängen zu Beginn der Reise am Hof des Kaisers Nikolaj I. in St. Petersburg (vgl. Alexander-von-Humboldt-Chronologie, 1.-20. Mai 1829). Viele Namen tauchen weder im Tagebuch noch in Humboldts Russland-Briefen wieder auf (Ausnahmen sind Speranskij, Polier, Lieven, Volkonskij, Bellingshausen und Wrangel). Das lässt vermuten, dass die meisten Einträge Humboldt als Gedächtnisstütze dienten und gesellschaftlich hochstehende, aber für seine Zwecke nur kurzfristig bedeutende Kontakte darstellten. In einem Brief an seinen Bruder heißt es am 19. Mai: die ewige Nothwendigkeit der Repräsentation […]. Man hat mich hier von 8 Uhr Morgens bis in tiefe Nacht von Haus zu Haus getrieben, und ich sehne mich nach der freien Luft fern von den Städten. […] Alle Minister, diplomatischen Personen haben dîners gegeben. Reden zu meinem Lobe und Anderer an den ponts et chaussées, auf Veranstaltungen des Herzogs […] W...t...[gemeint ist evtl. „Würtemberg“] tous les ennuis de la gloire. (Humboldt 2009a, 117, Nr. 27). Möglich ist auch, dass die Liste beim Empfang zur Festsitzung der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften im Zuge von Humboldts berühmter Rede vom 28. November 1829 entstanden ist.

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General Araktschajew

Comte Kotschubey

Speransky

Shindovinsky(?)

Comtesse Grudzinsky(?) ( Womöglich notierte Humboldt diesen Namen nach dem Gehör und meinte wohl Paulowit bzw. Konstantin Pawlowitsch Romanow. Pawlowtisch war in zweiter Ehe verheiratet mit der Comtesse Grudzinska.

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Paul(?) Lowit
)

 Sehr wahrscheinlich kannten sich die Diplomaten Stroganof und Strangford persönlich. Beide waren Anfang der 20er Jahre zur gleichen Zeit als Gesandte in Konstantinopel tätig während der griechischen Aufstände gegen die Herrschaft des Osmanischen Reichs (vgl. den Eintrag "Griechischer Freiheitskampf" in Pierer 1835–1836, VII, 618–628, hier 620).

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Staatsrat(?) Stroganow (Lord Strangford)

Prince Alexandre de Würtemberg

Comte Polier

Dr.(?) Porrini(?)

Ch(?) de Finlande

Prince Lieven

Glinka historien(?)

Amiral(?) Ministre(?) Schischkow

Prince Wolchonsky

Anmerkung des Autors (am rechten Rand) [Beginn Spaltensatz] [Neu Spalte] Geognosie astr(?) magn(?) bar(?) [...] [Neu Spalte] [...] veget(?) [Ende Spaltensatz]

M. Schabolsky(?)

Capitaine Billi(?)ngshausen et Lasarew

Capitaine Litke   Kommentar Florian Schnee
Im Rahmen der in den Jahren 1821 bis 1824 von ihm geleiteten Arktis-Expedition hatte der russische Marineoffizier und Forschungsreisende Friedrich Litke auch die Küsten von Nowaja Semlja erkundet und kartiert. 1825 war in der von Heinrich Berghaus herausgegeben Zeitschrift Hertha ein Bericht über die 1821 und 1822 unternommenen Forschungsfahrten zu der russischen Doppelinsel im Nordpolarmeer erschienen (Litke 1825). Die von Adolf Erman besorgte Übersetzung von Litkes Bericht der Reise erschien 1835 auf Deutsch (Litke 1835).

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(Nov(?) Zemla) 1822

Baron Wrangel 1827(?)

Timkowski (China)

Graf Mathieu Wielhorski

mit [...] [...] Fjerow sehr jung(?)

sonst(?) ohne platin

[...] Belimbay(?) plat aber(?) osmium auch bei(?) Kischtim Plat(?) ist(?) [...] (kein osmium um(?) Tagilsk).

noch(?) westlich von(?) Palefski rivière Refda (Refdinsk) ☉ nördlich(?)

Bissersk sur la Koiva (Tschussowaja au(?) Sud-Ouest du Katschkanar

 Über den hier skizzierten Reiseverlauf der Exkursion von Jekaterinburg in den Nördlichen Ural (25. Juni bis 11. Juli 1829) und die vor Ort untersuchten geologischen Proben äußert sich Rose ausführlich: Wir verliessen Katharinenburg am frühen Morgen und in einem ziemlich grossen Zuge, da alle unsere Freunde von Katharinenburg uns bis zum nächsten Seifenwerke Pyschminsko-Kljutschewskoi bei dem Dorfe Pyschma, 10 Werste von Katharinenburg begleiteten. […] Jenseits des Dorfes Mostowaja liegen zwei Goldseifen Malo Mustowskoi und Werchoturskoi, die noch zu dem Katharinenburger Bergamte gehörten, und die wir besuchten, da sie nicht weit von unserm Wege entfernt waren. […] Wir kamen noch durch die Dörfer Pjankowa und Schaiduricha, in welchem letztern die Pferde gewechselt wurden, die wir in Mostowaja erhalten hatten. Spät in der Nacht um 2 Uhr erreichten wir endlich das Ziel des Tages, Newjansk. (Rose 1837/1842, I, 281, 288, 291).

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Pyschminsk Mostowaya (?) Neviansk
(Monsieur   Kommentar Florian Schnee
In Humboldts Brief an Demidov vom 22. November 1829 (Humboldt 2009a, Nr. 80, 221ff.) wird Lubinoff als Verwalter der Demidovschen Werke von Nizhnej Tagilsk bezeichnet. Möglicherweise war Lubinoff zugleich Verwalter von Newjansk, wie ein Hinweis bei Rose (Rose 1837/1842, I, 291), der Lubinoff allerdings nicht namentlich erwähnt, vermuten lässt.

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Lubinow
)

 Die Quelle, vermutlich ein von Terletzky veröffentlichter Brief, konnte bisher nicht erschlossen werden. Terletzkys Höhenmessungen des Südlichen Ural, die 1829 auf Grundlage eines Beitrags in der Nordischen Biene in zahlreichen Fachjournalen veröffentlicht wurden, können hier nicht gemeint sein. Vgl. etwa die Berichterstattung zu Terletzkys Messungen im Journal für die neuesten Land- und Seereisen (Friedenberg 1829, 369f.).

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aus Oberst Terletzki
brief(?): Tomsk  Sažen: Längenmaß (Russland), 37 Sažen entsprechen 78,81 m37 Sagen [...]  Hier könnte sowohl der Berg als auch die Ortschaft (Smeïnogorsk) gemeint sein. Der Wert 160 Sažen entspricht nicht der Höhenangabe zum Ort Schlangenberg auf Bl. 2r, sondern liegt etwa 50 Meter tiefer.

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Schlangenberg
 Sažen: Längenmaß (Russland), 160 Sažen entsprechen 340,80 m160 Sagen Koliwanskoi Savod  Sažen: Längenmaß (Russland), 204 Sažen entsprechen 434,52 m204 Sagen rivière  Ein Nebenfluss des Irtysch mit diesem Namen konnte bisher nicht ermittelt werden.

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Smolenska
affluent de l'Irtisch  Sažen: Längenmaß (Russland), 110 Sažen entsprechen 234,30 m110 Sagen Petersbourg  Sažen: Längenmaß (Russland), 28 Sažen entsprechen 59,64 m28 Sagen (église Casan)

alte(?) Messungen  Vgl. zur hier erwähnten Passage die "Karte vom Ural-Gebirge" (Ausschnitt) in Rose 1837/1842.


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Bildnachweis


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Passage(?) de l'Ural au Nord
in  Die hier notierten Ortsnamen ergeben eine zusammenhängende Reiseroute am Osthang des Nördlichen Urals, von Verchotur’e ansteigend bis auf den Pavdinskij Kamen. Bei der von Humboldt erwähnten Quelle handelt es sich wahrscheinlich um den von Gmelin verfassten Bericht zur „Großen Nordischen Expedition“ von 1733–1744. Der Bericht verdeutlicht, dass Gmelin und Müller entlang der Route an verschiedenen Orten arbeitsteilig Messungen vorgenommen hatten (Gmelin 1751–1752, IV, 482–512). Die bei Gmelin in Pariser Fuß gemessenen Höhen stimmen allerdings nicht ganz mit denen von Humboldt in Toisen angegebenen Werten überein und lassen sich nur für Kyria und Spasskoi Selo (Gmelin 1751–1752, IV, 498–509) nachweisen.

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Müller et Gmelin

Werchoturie ville  Pouce: Längenmaß (Frankreich), 27,63 Pouce entsprechen 74,79 cm27po,63 Par hauteur  Toise: Längenmaß (Frankreich), Humboldt verwendet auch die griechische Bezeichnung 'hexapus' (6 Fuß), 58 Toise entsprechen 113,01 m58toises sur mer

Selo Spasskoi  Toise: Längenmaß (Frankreich), Humboldt verwendet auch die griechische Bezeichnung 'hexapus' (6 Fuß), 166 Toise entsprechen 323,43 m166toises

village Pawdinskaja  Toise: Längenmaß (Frankreich), Humboldt verwendet auch die griechische Bezeichnung 'hexapus' (6 Fuß), 185 Toise entsprechen 360,45 m185toises

village Kurga  Toise: Längenmaß (Frankreich), Humboldt verwendet auch die griechische Bezeichnung 'hexapus' (6 Fuß), 288 Toise entsprechen 561,14 m288toises

Pawdinskoi Kamen  Toise: Längenmaß (Frankreich), Humboldt verwendet auch die griechische Bezeichnung 'hexapus' (6 Fuß), 437 Toise entsprechen 851,45 m437toises  Vgl. Bl. 23v.

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page 44

| 3r1

 Die hier mit „Nadel A“ begonnenen erdmagnetischen Messungen werden mit „Nadel B“ auf Bl. 4r fortgesetzt.

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 Nadel A 

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28° 57′
90°   
118° 57′
 2° 23′
121° 20′
perpendiculaire 28° 57′
 213° 43′





242° 40′
121° 20′
Tabelle aufklappen   Tabelle einklappen
118° 57′
123° 43′
242° 40′
121° 20′
121° 20′
180°   
301° 20′
 
Große Ansicht (Digilib)

Bildnachweis

29
213

Bildbeschreibung Skizze einer Inklinations- und Deklinationsmessung; Bleistift. [Schließen]
   
213° 43′
90°   

123° 43′
2° 23′
121° 20′
Tabelle aufklappen   Tabelle einklappen
121° 20′ … 69°  5′  
301° 20′ … 70° 48′  
139° 53′  
a.  69° 56′,5
  Kommentar Tobias Kraft

Humboldt traf am Abend des 19. April 1829 auf der Memel gegenüber liegenden Spitze der Kurischen Nehrung ein und nahm im dort gelegenen Gasthaus „Sandkrug“ Quartier, da die Meerenge zwischen Kurischem Haff und Ostsee wegen Eisganges nicht passiert werden konnte (vgl. Rose 1837/1842, I, 11). Die Weiterreise verzögerte sich um zwei Tage. Humboldt nutzte den Aufenthalt am 20. April zur Durchführung geomagnetischer Messungen (vgl. Bl. 3r, 4r und 5r) sowie zur Bestimmung der Strömungsgeschwindigkeit des Wassers. Am Morgen des 22. April hatte Rose zufolge der Eisgang so nachgelassen, dass auch in grösseren Booten, in welche man die Wagen setzte, die Ueberfahrt bewerkstelligt werden konnte, mit denen wir denn glücklich am andern Ufer anlangten. (Rose 1837/1842, I, 15). Sandkrug (Smiltynė) ist heute Ortsteil von Klaipėda (Memel).

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Sandkrug Spize der
Nährung gegenüber
Memel
, 20ter Avril
1829

Thermomètre  Réaumur: Temperaturmaß, 10 Réaumur entsprechen 12,50 °C10° Réaumur
 Wohl im Sinne von poles tournés.
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umgelegt
… 70° 12′  
69° 45′  
139° 57′  
b … 69° 58′,5

Pole umgekehrt

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30°  5′
212° 11′
242° 16′
121°  8′

121°  8′
180°    
301°  8′
69° 56′,5
 69° 58′,5
69° 24′,5
69° 22′  
 161',5
69° 40′,4
121°  8′ …  69°  6′  
301°  8′ …  69° 43′
138° 49′  
a … 69° 24′,5
umgelegt … 70°  9′
68° 35′

138° 44′
b … 69° 22′
Tabelle aufklappen   Tabelle einklappen
Aa 69° 56′,5
  24′,5
81′,0
69° 40′,5
Ab. 69° 58′,5
22  
80′,5
40′,2
Anmerkung des Autors (am unteren Rand) Geschwindigkeit der Eisschollen beim Sandkruger Ufer: Nähe 22″–25″ = 60 Schritte, Mitte 18″ = 60 Schritte, also Der niedrigere Wert gibt laut Rose die Geschwindigkeit der Eisschollen in Ufernähe an, der höhere die Strömungsgeschwindigkeit in der Mitte des Haffstroms . Um diese zu ermitteln, hatten die Forscher am Nachmittag des 20. April 1829 am Ufer eine Distanz von etwa 200 Fuß abgemessen und anschließend die Zeit bestimmt, in der diese von markanten Eisschollen zurückgelegt wurde. Rose beschreibt das Verfahren in seinem Reisebericht (vgl. Rose 1837/1842, I, 12f., Zitat 13).


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 Pied: Längenmaß (Frankreich), 5,8 Pied entsprechen 1,88 m5,8 Pied: Längenmaß (Frankreich), 7,4 Pied entsprechen 2,40 m7,4 Fuß in einer Secunde
.

| 3v2

Eisenwerk Kaiserliches

Tabelle aufklappen   Tabelle einklappen
6heures¼ Abend
 Gemeint ist die Höhe über dem Meeresspiegel (vgl. den identischen Eintrag auf Bl. 62r, hier spricht Humboldt von 5 pies au dessus de l'eau). Vgl. ebenfalls Bl. 60v.
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 Pied: Längenmaß (Frankreich), 5 Pied entsprechen 1,62 m5 Fuß Wasser

5 Juin
387,1
354,7
741,8
 Réaumur: Temperaturmaß, 11 Réaumur entsprechen 13,75 °C11° Réaumur
16° Celsius
Nischney Isatsk.

Catherinburg

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6 Juin 9 heures matin 386,1
355,7
741,8
bleu  Réaumur: Temperaturmaß, 16 Réaumur entsprechen 20,00 °C16° Réaumur
21° Celsius

Lac bolschoi Schartasch.

Tabelle aufklappen   Tabelle einklappen
eau  Réaumur: Temperaturmaß, 14 Réaumur entsprechen 17,50 °C14° Réaumur
air  Réaumur: Temperaturmaß, 14 Réaumur entsprechen 17,50 °C12° Réaumur
383,3
354,8
738,1
10heures ¼
20°,3 Celsius
 Réaumur: Temperaturmaß, 14 Réaumur entsprechen 17,50 °C12° Réaumur

im Südwesten von   Kommentar Tobias Kraft

Wahrscheinlich ist hier das Seifenwerke Pyschminsko-Kljutschewskoi bei dem Dorfe Pyschma (Rose 1837/1842, I, 281) gemeint. Zum Serpentinstein schreibt Rose: Im Osten von Pyschminsk erheben sich […] an der südlichen, rechten Seite der Pyschma Felsen von Serpentin, welche in geringer Erhöhung auch noch weiter westlich das rechte Ufer dieses Flusses, da wo er durch den Hüttendamm zu einem See angeschwollen ist, bis jenseits der Schilowka begleiten. (Rose 1837/1842, I, 179).

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Puischminske Serpentinstein
Fluß Puischmi

Quarzgänge  Die Streichrichtung des Quarzgangs, gemessen mit einem Grubenkompass, ergibt südöstliche Richtung

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8–10
Beresit 3–4. [...] 1heure fällt 80 Ost  Réaumur: Temperaturmaß, 4,7 Réaumur entsprechen 5,88 °C4°,7 Réaumur Wasser. Stollen ( Sažen: Längenmaß (Russland), 9 Sažen entsprechen 19,17 m9. saginen).  Die schwer zu entziffernde Stelle ist vermutlich untertage während einer der Besuche in der Eisenhütte Beresowsk zwischen dem 18. und 20. Juni 1829 entstanden. Dass das Grubenwasser trotz der geringen Temperatur nicht gefriert, betont Humboldt auch in späteren Notizen (Bl. 16r/62v).

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Nie Eis(?)
air  Réaumur: Temperaturmaß, 6 Réaumur entsprechen 7,50 °CRéaumur aber:

Anmerkung des Autors (am linken Rand) Beresit NordnordostSüdsüdwest

 Réaumur: Temperaturmaß, 4,5 Réaumur entsprechen 5,62 °C4°,5 Réaumur Wasserstollen(?) friert(?) [...] Formen(?) im Winter Phyllade 11,4 gegen Septentrional Oriental 40°

 Humboldt greift seine Beobachtungen zum Fallen der Beresitmassen in seinem Bericht über den Besuch der Grube Blagowetschensky auf Bl. 16r erneut auf.

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Masse äußerste  Lachter: Bergbauliches Längenmaß, 2.000 Lachter entsprechen etwa 4 km2000 Lachter(?)
von einander 4–5 mittag(?) und giebt, aufgeschoben  Lachter: Bergbauliches Längenmaß, 4.000 Lachter entsprechen etwa 8 km4000 Lachter(?) schmaler als Zimmerung(?)

Perwo Pablowski  Pied: Längenmaß (Frankreich), 2 Pied entsprechen 0,65 m2 Fußrechts(?).  Sažen: Längenmaß (Russland), 2 Sažen entsprechen 4,26 m2 Sagines bis Fluss(?) Anmerkung des Autors (am linken Rand) Preobaschinskoi giebt Gold in Listwinit aber Quarzgänge darin schmaler.

 Zolotnik: Gewichtsmaß (Russland), 4 Zolotnik entsprechen 17,06 g3–4 solotnik Anmerkung des Autors (am rechten Rand) Quarzgänge in Blagowetschenski schneiden  Gemeint ist hier ein rechter Winkel. Auf Bl. 16r führt Humboldt hierzu aus: Aber lavages z. B. reiche von Perwo Pablowski in rechtem Winkel auf Beresit S. Plan. Bei Marinski (unterirdisch) 3–4 sol. [im] rechten auf Augitfels Dolerit S. 58..

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ab

 Sažen: Längenmaß (Russland), 3,5 Sažen entsprechen 7,46 mSagines air mine  Réaumur: Temperaturmaß, 7 Réaumur entsprechen 8,75 °CRéaumur près de la rivière Beresow Nagorni rudnik. kein(?)  Zolotnik: Gewichtsmaß (Russland), 1,5 Zolotnik entsprechen 6,40 g1½ sol Anmerkung des Autors (am rechten Rand) Torf Konevski Zircon blanc ( Zolotnik: Gewichtsmaß (Russland), 1 Zolotnik entsprechen 4,27 g1 solotnik kostet  Russischer Rubel (Rubl'): Währungseinheit (Russland)4r) atmosphère  Réaumur: Temperaturmaß, 11,2 Réaumur entsprechen 14,00 °C11°,2 Réaumur friert nie. 
Große Ansicht (Digilib)

Bildnachweis

Frost Sažen: Längenmaß (Russland), 15 Sažen entsprechen 31,95 m15 sagines Bildbeschreibung Mineralogische Skizze; Tinte. Kommentar Die Skizze zeigt vermutlich einen im Text mehrfach erwähnten fast senkrechten Quarzgang (mineralische Erdspalte) neben zwei Gesteinsablagerungen und zwei quer laufenden und flach fallenden Adern bzw. kleinen Gängen. [Schließen]
   

Bergwerk Crasnik Talkschiefer rothe Ocher aufgelöst mit(?) Knoten in Listwinit (harter Feldspath) [...] erst(?) Gold(?)= Quarzgänge Stunde 6. Hier Quarzgang außer Beresit . Eis ganzen Sommer air 2° Luft atmosphère  Réaumur: Temperaturmaß, 10,5 Réaumur entsprechen 13,12 °C10½ Réaumur ( Lachter: Bergbauliches Längenmaß, 13 Lachter entsprechen etwa 25 m13 Lachter) Jura.

| 4r3.-

[Beginn Spaltensatz]

 Fortsetzung der erdmagnetischen Messungen zu Sandkrug mit „Nadel A“ von Bl. 3r.

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 Nadel B 

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28° 30′
213° 30′
242°
121°  0′
121°  0′
180°   
301°   

Tabelle aufklappen   Tabelle einklappen
121°  0′
301°  0′
68° 46′  
70° 8′,5
138° 54′,5
a. 69° 27′,2

umgelegt

Tabelle aufklappen   Tabelle einklappen
69° 52′
69° 14′
139°  6′
b. 69° 33′

pole umgekehrt

Tabelle aufklappen   Tabelle einklappen


121°  3′
180°   
301°  3′
29° 42′
212° 25′
242°  7′
121°  3′

Tabelle aufklappen   Tabelle einklappen
121°  3′
301°  3′
69° 24′
70°  8′
139° 32′
a. 69° 46′

umgelegt

Tabelle aufklappen   Tabelle einklappen
70° 24′
69° 18′
139° 42′
b. 69° 51′

Tabelle aufklappen   Tabelle einklappen
69° 27′,2
46′  
73′,2
B, a 36′,6
69° 33′
51′
84′
B b 42′
Aa 40′,5
B a 36′,6
77′,1
mittel 69° 38′,5


Ab 40′,2
Bb 42′  
82′,2
mittel 41′,0

Si l’on avoit tourné sur les pivots l’erreur auroit été de 1′ ou 1′,5.

[Neu Spalte]

Humboldt traf am Abend des 19. April 1829 auf der Memel gegenüber liegenden Spitze der Kurischen Nehrung ein und nahm im dort gelegenen Gasthaus „Sandkrug“ Quartier, da die Meerenge zwischen Kurischem Haff und Ostsee wegen Eisganges nicht passiert werden konnte (vgl. Rose 1837/1842, I, 11). Die Weiterreise verzögerte sich um zwei Tage. Humboldt nutzte den Aufenthalt am 20. April zur Durchführung geomagnetischer Messungen (vgl. Bl. 3r, 4r und 5r) sowie zur Bestimmung der Strömungsgeschwindigkeit des Wassers. Am Morgen des 22. April hatte Rose zufolge der Eisgang so nachgelassen, dass auch in grösseren Booten, in welche man die Wagen setzte, die Ueberfahrt bewerkstelligt werden konnte, mit denen wir denn glücklich am andern Ufer anlangten. (Rose 1837/1842, I, 15). Sandkrug (Smiltynė) ist heute Ortsteil von Klaipėda (Memel).


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Sandkrug

[Ende Spaltensatz]

| 4v4

3 Juin

Dorf Reschetes

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12½heures midi 382,8
350,2
733,0
20,5° Celsius
 Réaumur: Temperaturmaß, 16 Réaumur entsprechen 20,00 °C16° Réaumur
couvert

Tabelle aufklappen   Tabelle einklappen
Berg

2heures bleu

381,2
350,8
732,0
381,6
350,2
731,8
25° Celsius
 Réaumur: Temperaturmaß, 17,2 Réaumur entsprechen 21,50 °C17,2° Réaumur

Monsieur Salomersky [...] de Gumerski

Tabelle aufklappen   Tabelle einklappen
ibidemheures midi couvert 386,6
354,5
742,1
20,2° Celsius
 Réaumur: Temperaturmaß, 14 Réaumur entsprechen 17,50 °C14° Réaumur

4 Juin

Nebenrechnung des Autors (am linken Rand) 67 27 × 12 = 54 + 270 = 324 310,31 + 17,73 = 328,04 27po
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heures

Völkner
29,2pouce

387,5
353,2
740,7

Fortin 740,8
Tabelle aufklappen   Tabelle einklappen
6heures matin
5 Juin
386,2
352,9
739,1
 Réaumur: Temperaturmaß, 15,5 Réaumur entsprechen 19,38 °C15,5° Réaumur air
22° Celsius

Schabrovski 600 M [...] (4 Reichsthaler [...] ) 6 Pud Gold grob etwas Platin Cinnobre. Magneteisener Schörl. Kosten 200000 Reichsthaler Werth 300000 Reichsthaler Kaiser 15 p C

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an SSE
d [...] Marg(?)
Gomaschitz(?)
[...] 6 Werst
Schr [...] der(?).
380,7
351,2
731,9
plateau Chron
14°,8 Celsius
Pereskaschka
Rer
an SSE
an Tobol
 
Große Ansicht (Digilib)

Bildnachweis

 Lachter: Bergbauliches Längenmaß, 6 Lachter entsprechen etwa 12 m Lachter 6 3 coniferen(?) Berg

Bildbeschreibung Montanwissenschaftliche Skizzen; Tinte (?). Kommentar Die Bedeutung der zwei, offenbar zusammenhängenden Skizzen ist nicht geklärt. Links ist vermutlich die Draufsicht auf einen Bergschacht mit der Maßangabe 6 Lachter Schachtbreite zu sehen. Die sich rechts anschließende Profilzeichnung eines Hügelverlaufs zeigt wohl den Verlauf des Schachts. [Schließen]
   

Matige(?)shabri NO von (Dorfe) auf Berg

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Berg 382,2
352,6
734,8

| 5r5

Humboldt traf am Abend des 19. April 1829 auf der Memel gegenüber liegenden Spitze der Kurischen Nehrung ein und nahm im dort gelegenen Gasthaus „Sandkrug“ Quartier, da die Meerenge zwischen Kurischem Haff und Ostsee wegen Eisganges nicht passiert werden konnte (vgl. Rose 1837/1842, I, 11). Die Weiterreise verzögerte sich um zwei Tage. Humboldt nutzte den Aufenthalt am 20. April zur Durchführung geomagnetischer Messungen (vgl. Bl. 3r, 4r und 5r) sowie zur Bestimmung der Strömungsgeschwindigkeit des Wassers. Am Morgen des 22. April hatte Rose zufolge der Eisgang so nachgelassen, dass auch in grösseren Booten, in welche man die Wagen setzte, die Ueberfahrt bewerkstelligt werden konnte, mit denen wir denn glücklich am andern Ufer anlangten. (Rose 1837/1842, I, 15). Sandkrug (Smiltynė) ist heute Ortsteil von Klaipėda (Memel).


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Sandkrug à la pointe de la Curische Nährung vis-à-vis Memel

le 20 Avril 1829

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 Humboldt überträgt hier die auf Bl. 3r und Bl. 4r notierten Ergebnisse seiner erdmagnetischen Messungen. Bereits 1830 veröffentlicht Humboldt die Daten in den Annalen der Physik und Chemie als Teil seiner Beobachtungen der Inclination der Magnetnadel (Humboldt 1830a).
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Aiguille A.
Aiguille B.
I I
a) face est — 69° 5′  — 68° 46′  
b) ouest 70° 48′ 70°  8′,5
c) tourné sur
les pivots
70° 12′ 69° 52′  
d 69° 45′ 69° 14′  
II poles tournés II
a) 69° 6′  69° 24′
b) 69° 43′ 70° 8′ 
c) 70°  9′ 70° 24′
d) 68° 35′ 69° 18′
moyennes
I a. b — 69° 56′,5 — 69° 27′,2
c d — 58′,5 33′  
II a b — 24′,5 46′  
c d —      22′        51′  
A 69° 40′,4 B 69° 39′,3

Moyennes de A et B 69° 39′,8.

Nebenrechnung des Autors (am linken Rand) 178 44 ÷ 69 Nebenrechnung des Autors (am rechten Rand) 129 ÷ 69 43 51

Berlin Garten von Bellevue mit Professor Encke

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18ten November 1826 68° 38′ 54″
9ten April 1829  In seinen 1830 in den Annalen der Physik und Chemie veröffentlichten Beobachtungen der Inclination der Magnetnadel gibt Humboldt für die am 9. April 1829 mit Encke in Berlin gemessene Inclination als Mittel aus 2 Nadeln den Wert 68° 30',7 an (Humboldt 1830a).
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30′ 45″
pikel Abnahme 3′ 3″ 

Königsberg bastion bei der Sternwarte mit Professor Bessel

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A. 69° 25′ 25″,8
 26′ 35″,8
 52′ 6(?)1″,6
26′

 Die hier notierten Messwerte setzen die Aufzeichnungen auf Bl. 5v fort und wurden entsprechend dort ergänzt.

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| 5v

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 Zum Nutzen der zahlreichen Wegmessungen schreibt Humboldt in einem Brief aus Jekaterinburg vom 21. Juni 1829 an Cancrin: Eine große Zahl von Barometermessungen an beiden Abfällen des Ural und auf dem sänftigen plateau werden eine interessante Profil Zeichnung und sichere Resultate über die Wasserscheide (divortium aquarum) geben. Die Kenntniß der wahren Configuration des Bodens ist, wie ich glaube, für die Leitung der bergmännischen Arbeiten nicht unwichtig (Humboldt 2009a, 135).
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Kungur.
6heures ½ Abend
389,4
358,5
747,9
21,3(?)° Celsius
 Réaumur: Temperaturmaß, 16 Réaumur entsprechen 20,00 °C16° Réaumur
Die von Wilhelm Mahlmann in Central-Asien zusammengestellten Beobachtungen „Über die Temperatur der Quellen in Russland“ übernehmen Humboldts knappen Eintrag des außergewöhnlichen Wetterphänomens (Humboldt 1844, II, 406). Roses Reisebericht erwähnt das sommerliche Eis nicht, verweist aber auf Johann Friedrich Erdmanns Reisebericht, der der Sache deutlich mehr Platz einräumt: Wie mit Krystall überzogen strahlt hier die schneeweiße Decke blendend den Schein des Lichtes wieder, und wo man sich hinwendet, erblickt man das Gestein mit einem dicken Reife in Form von schön geordneten Spießen und Blättern des reinsten Eises belegt. Eine neue Schlucht führt zu der dritten Abtheilung von 18 Faden Länge. In dieser gelangt man links zu einem hohen Eis-Berge, von dem herabtriefenden Wasser gebildet, und der Wärme des Sommers, gleich einem Gletscher, trotzdend. (Erdmann 1822–1826, II.2, 148). Die von Rose und Humboldt konsequent durchgeführten Messungen der Boden- und Quelltemperatur dienten dem übergeordneten Ziel "das Phänomen der Isogeothermen-Linien" (Humboldt 1844, II, 47) als globales Modell nach Kupffer (Kupffer 1833, 319–398) mit besseren Daten näher zu bestimmen.


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Höle(?) im August Eis
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2 Juin 7heures matin
17° Celsius
 Réaumur: Temperaturmaß, 15,2 Réaumur entsprechen 19,00 °C15°,2 Réaumur
387,2
354,2
741,4
Atschitskaya Krepost
Dorf
Source  Réaumur: Temperaturmaß, 4 Réaumur entsprechen 5,00 °CRéaumur
air  Réaumur: Temperaturmaß, 15,2 Réaumur entsprechen 19,00 °C15°,2 Réaumur
Nebenrechnung des Autors (am rechten Rand) [...]
Tabelle aufklappen   Tabelle einklappen
9heures ½ matin
Dorf
Bilserskaya
22°,5 Celsius
 Réaumur: Temperaturmaß, 15,2 Réaumur entsprechen 19,00 °C15°,2 Réaumur
385,8
355,4
741,2
Gemeint sind seitlich zum Grat abfallende Gebirgsrücken (Joch, Joche, vgl. Grimm 10, Sp. 2331) und die Schwierigkeit, das Areal der Gebirge und der Ebenen in bestimmte Grenzen einzuschliessen (Humboldt 1844 I.1, 288). Folge man nur den Höhenunterschieden, so könne Bisserskaya als Anfangspunkt des Urals gelten. Aber man ist ungewiss, ob die so allmäligen Niveauänderungen diese Frage überhaupt entscheiden sollen, oder ob man nicht ausser der Betrachtungen der Oberflächengestalt noch die Natur der Gebirgsarten berücksichtigen muss. (ebda.). Die methodische Unschärfe der barometrischen Höhenmessungen ist hier also zweifach gegeben: erst durch die fehlende Präzision der Messinstrumente, dann durch die sich orographisch nur graduell verändernde Gebirgslandschaft. Seinen Vorschlag, den Beginn des Ural-Gebirges, und damit der geographischen Scheide zwischen Europa und Asien, geologisch aufzuklären, kann Humboldt nicht abschließend einlösen, diskutiert aber ausführlich den dazu bekannten Forschungsstand (vgl. Humboldt 1844 I.1, 288–290).


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vorher einzelne
Jöcher Stunde 2.
Ural
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Berg  Versta: Längenmaß (Russland), 8 Versta entsprechen 8,53 km8 Werst
Mayaki Gorà
382,2
350,5
732,7
12heures ½ midi
21°,2 Celsius

alles Lilium Martagon
Fritillaria

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Berg  Versta: Längenmaß (Russland), 17 Versta entsprechen 18,14 km17 Werst 1heures ¾ Abend
Klenovaya Gorà
380,1
349,2
729,3
21,5° Celsius
 Réaumur: Temperaturmaß, 17 Réaumur entsprechen 21,25 °C17° Réaumur

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Dorf Klanovska
ya

3heures Abend
385,1
354,2
739,3
 
Große Ansicht (Digilib)

Bildnachweis

Bildbeschreibung Bergprofil; Bleistift. Kommentar Die einfache Skizze steht wohl im Zusammenhang mit der von Humboldt geplanten und im Brief an Cancrin erwähnten Profilzeichnung des Urals. Bei dem in der Skizze angedeuteten Plateau handelt es sich um das Plateau von Berjosowski, in dessen Tagebau Humboldt überdurchschnittlich hohe Goldvorkommen registrierte (vgl. Humboldt 1843, I, 504–505). Vgl. hierzu auch den Kommentar zur zweiten Skizze auf dieser Seite. [Schließen]
   
25° Celsius
source  Réaumur: Temperaturmaß, 3,2 Réaumur entsprechen 4,00 °C3°,2 Réaumur
Die Messung der Temperatur des Grubenwassers sowie die Suche nach gefrorenem Wasser in den Gruben diente dem Ziel, die Erdwärme, insbesondere die mittlere Temperatur des Bodens, in unterschiedlichen Tiefen besser zu erforschen. Angaben und kurze Kommentare zu den vorgenommenen Messungen finden sich bei fast allen Tagebuchnotizen zu Grubenbegehungen während der Reise. Das nur in der deutschen Fassung von Asie centrale (Humboldt 1844) veröffentlichte, von Wilhelm Mahlmann verfasste Kapitel Über die Temperatur der Quellen in Russland formuliert in aller Vorsicht die Vorläufigkeit der Ergebnisse und zeigt exemplarisch das enge Zusammenwirken von Tagebuch und Reisewerk: Wir haben stets absichtlich genau angegeben, was in dem Tagebuche als Quelle oder Brunnen bezeichnet war, dagegen die Wärme der Grubenwasser ganz gesondert zusammengestellt, wiewohl man sie in der Regel mit einander vermengt. […] Nach unsrer Ansicht wird der Wissenschaft ein grösserer Dienst geleistet, wenn man vor allem die Genauigkeit der Beobachtungsresultate in ihrem wahren Werthe kritisch darstellt, als wenn man stets nur darauf bedacht ist, sich von wenigen einzelnen Observationen zu allgemeinen Gesetzen zu erheben […]. (Humboldt 1844, II, 402, 404). Eine detaillierte Aufstellung der Messergebnisse, die auch den Reisebericht von Rose (Rose 1837/1842) berücksichtigt, nimmt Mahlmann vor unter B. Temperatur des Grubenwassers. Unterirdisches Eis (Humboldt 1844, II, 415–419).


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aber Eis tief
nur(?)
 Pied: Längenmaß (Frankreich), 7 Pied entsprechen 2,27 m7 Fuß!
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Berosovaya Gorà
Asie(?)

Birken Pinus sylvestris
2 Cypripedien (?)

378,2
348,4
726,6
4heures ¾ Abend
20°,5 Celsius
 Réaumur: Temperaturmaß, 16 Réaumur entsprechen 20,00 °C16° Réaumur

ein plateau  Versta: Längenmaß (Russland), 8 Versta entsprechen 8,53 km8 Werst

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Dorf Kirgisschanzkaya
8heures Abend  
Große Ansicht (Digilib)

Bildnachweis

Bildbeschreibung Bergprofil; Bleistift. Kommentar Am 14. Juni erreicht die Reisegesellschaft die Vorberge des Ural. Neben den Bergrücken des Mayaskaja Gora und Klenowskaja Gora hatte [d]ie grösste Ausdehnung sowohl an Höhe als auch an Breite [...] aber ein andrer mächtiger Rücken, Beresowaja Gora genannt, zwischen Kirgischansk und Klenowskaja, welcher eine Höhe von 1168 Fuss erreichte. Sie sind alle in mehr oder weniger mächtige Bänke geschichtet, die wie die Züge selbst in der zwölften Stunde streichen, und ziemlich steil nach Osten fallen. (Rose 1837/1842, I, 122). [Schließen]
   
382,3
349,6
731,9
18°,8 Celsius
 Réaumur: Temperaturmaß, 14 Réaumur entsprechen 17,50 °C14° Réaumur
Tabelle aufklappen   Tabelle einklappen
Grobowskoi Dorf

3 Juin

382,4
347,4
729,8
3 ½ heures matin
air  Réaumur: Temperaturmaß, 3 Réaumur entsprechen 3,75 °CRéaumur
10° Celsius

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Fluß
Chussuvaya

alter See
Bilimbo(?)jewskoi 6heures
Dorf 734,4

384,4
350,3
734,7
 Pied: Längenmaß (Frankreich), 12 Pied entsprechen 3,90 m12 Fuß
5heures ¼ matin
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Wasser
 Réaumur: Temperaturmaß, 12,4 Réaumur entsprechen 15,50 °C12°,4 Réaumur
air  Réaumur: Temperaturmaß, 7 Réaumur entsprechen 8,75 °CRéaumur
doch dikker Nebel

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8heures matin
[...] Gora
380,7
343,3
724,0
382,4
341,8
724,2
Warme Berg
  Kommentar Florian Schnee

Großer warmer Berg. Humboldt schreibt wohl nach Gehör "toplaya" für russ. тёплая [tёplaja], von тёплый [tёplyj]: warm.

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Bolschaya toplaya
Gora
16°,7 Celsius
Anmerkung des Autors (auf Rückseite des Blattes)  Das Einweisungszeichen bezieht sich auf eine Passage im letzten Viertel von Bl. 5r zu Beobachtungen vom 3. Juni 1829. Sie schließen unmittelbar an die zuletzt auf dieser Seite notierten Messwerte an und wurden wahrscheinlich in einem Zug von Humboldt niedergeschrieben. Humboldt hat die hier gemachten Aufzeichnungen auf Bl. 62r erneut zusammengeführt.

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Chaitanska Wehr
fließt in Chussuvaya
und Koiwa (?)
383,5
349,9
733,4
3 Juin
9heures matin
22° Celsius
 Réaumur: Temperaturmaß, 17 Réaumur entsprechen 21,25 °C17° Réaumur
Nischni Chaitanski zavod oder Wasilievski (Jarzow)
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Berg(?)
9heures ¾ matin
377,6
347,8
725,4
21°,3 Celsius
 Réaumur: Temperaturmaß, 19 Réaumur entsprechen 23,75 °C19° Réaumur
Berosova Gorà à midi on voit Wolschia Gorà wohl  Pied: Längenmaß (Frankreich), 1.000 Pied entsprechen 324,80 m1000 Fuß höher  
Große Ansicht (Digilib)

Bildnachweis

Bildbeschreibung Bergprofil; Tinte. Kommentar Die kleine, kaum sichtbare Skizze veranschaulicht den Höhenvergleich zwischen den Gipfeln der Berezovaja und Volčicha im Revda-Gebirge. [Schließen]
   

| 6r7

28 Mai

Sabakina

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air  Réaumur: Temperaturmaß, 23 Réaumur entsprechen 28,75 °C23° Réaumur
[...]
source  Réaumur: Temperaturmaß, 4 Réaumur entsprechen 5,00 °C4° Réaumur (10heures ½ matin)

Dorf Jangoulofskayan

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8heures ½ Abend 393,3
366,1
75(?)9,4
23°,2(?) Celsius
 Réaumur: Temperaturmaß, 17,4 Réaumur entsprechen 21,75 °C17°,4 Réaumur

29 Mai

Mukikaksinski

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392,5
364,5
757,0
9heures ½ matin
26° Celsius
 Réaumur: Temperaturmaß, 21 Réaumur entsprechen 26,25 °C21° Réaumur
Über Mukikaksinsk und die Dörfer zwischen Malmysch und Debesy in der Region westlich von Perm vermerkt Rose unter Verweis auf Klaproths "Tableaux historiques de l'Asie" und Abel-Remusats "Récherches sur les langues tartares": Die Bewohner dieser Gegenden sind die Wotjaken, ein Volk, das nach Klaproths Untersuchungen zu dem Finnischen Stamm der Permier gehört. (Rose 1837/1842, I, 114) Die heute zumeist als Udmurten bezeichneten Wotjaken leben als ethnische Minderheit in Russland nach wie vor in Udmurtien, der Region nördlich der Kama und westlich des Ural zwischen Kazan und Perm.


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Dorf der Waiteken
(Finnen)

30 Mai   Kommentar Florian Schnee

Roses Reisebericht zufolge erreicht Humboldt den westlich von Ochansk gelegenen Wotjaken-Dorf am Vormittag des 11. Juni neues Stils (Rose 1837/1842, I, 115).

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