normannischer Lehensherr; reiste 1402 mit Gadifer de la Salle auf die Kanarischen Inseln, um sie zu erobern; geriet vorübergehend in Cádiz in spanischer Gefangenschaft; vergeblicher Versuch, sich zum Herrn über die indigene Bevölkerung von Lanzarote und Fuerteventura zu machen; ließ Gadifer zurück und suchte Unterstützung bei König Heinrich III. von Kastilien; begab sich 1404 mit neuen Schiffen auf die Kanarischen Inseln mit dem Titel „König der Kanaren“. Viele kanarische Könige unterwarfen sich und wurden von seinen Kaplanen Bontier und Le Verrier getauft; 1405 holte er aus Frankreich 160 Kolonisten, die er ansiedelte und für die er eine Verwaltung und Kirchen einrichtete; setzte dann seinen Neffen Maciot de Béthencourt als Gobernador ein; dann ging er nach Spanien, wo er in Sevilla gefeiert wurde, nach Rom, wo er um ein Bistum für die Inseln bat und schließlich nach Frankreich, wo er bis an sein Lebensende blieb als Lehensmann des Königs von Kastilien und des Königs von Frankreich (Lehenseid 1415 und 1417)


    Alternative Namen bzw. Schreibungen: 
  • Juan de Béthencourt

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Zitierhinweis

Béthencourt, Jean de . In: edition humboldt digital, hg. v. Ottmar Ette. Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Berlin. Version 8 vom 11.05.2022. URL: https://edition-humboldt.de/v8/H0003312


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