15. April 1790

Fürnen, Nieuwpoort, Ghisiel, Ostende.

16. April 1790

Ostende, Jabick, Brügge, Gent.

17. April 1790

Gent, Lokeren, St. Nikolas, Antwerpen.

18. April 1790

Besichtigung einer Salzsiederei.

19. April 1790

Um 4.30 Uhr Abreise von Antwerpen, über die holländische Grenze, Zevenbergen, Moerdyk, Übersetzen über Hollandsch Diep, Weiterreise über Stryen nach Katendrecht (?).

20. April 1790

Über die Nieuwe Maas nach Rotterdam.

21. April 1790

Rotterdam, Delft, Den Haag, am 21.4. Spaziergang nach Scheveningen.

27. April 1790

Abfahrt von Den Haag um Mitternacht (auf dem Schiff geschlafen), an Hartekamp vorbei, Haarlem, mit Kutsche bis Amsterdam. Aufenthalt dort bis zum 1.5.

29. April 1790

Ausflug von Amsterdam nach Zaandam.

01. Mai 1790

Um 5 Uhr Abfahrt von Amsterdam, Haarlem, Leiden (22 Uhr). Aufenthalt dort bis zum 4.5.

04. Mai 1790

Leiden, Delft, Maassluis.

05. Mai 1790

Maassluis, über die Maas, Insel Rozenburg, über den anderen Maasarm, Brielle, Hellevoetsluis (13 Uhr). Um 16 Uhr Einschiffung an Bord der „Nancy“ (Fischerboot aus Harwich), Überfahrt nach England.

Juni 1790

Reisen in England: London (3.6.), Besuch der Westminster-Abbey, Aufführung des „Messias“ von Georg Friedrich Händel, (5.6.), Westminster Hall, (bei diesem oder dem zweiten Aufenthalt in der Stadt Besuch des botanischen Gartens von Kew), Windsor, Reading, Bath, Bristol (Ankunft 7.6., abends), über Worcester, Droitwich, Gloucester, nach Birmingham (9.–11.6.), über Cheadle und Buxton nach Castleton, Middteton (13.6.), Chatsworth, Matlock (14.6.), über Cromford nach Derby (15.6.), über Buxton, Coventry und Warwick nach Stratford (16.6.), über Shipston und Chapel nach Woodstock (17.6.), über Blenheim nach Oxford (18.–20.6.), H. lernt den letzten Schüler Linnés, Adam Afzelius (1750–1837), kennen. London (27.6.), Dover (28.6.). Überfahrt nach Frankreich: Calais (29.6.), Paris; dort Aufenthalt bis zum 6.7. (Diese Daten sind den Briefen und Berichten Georg Forsters entnommen.)

06. Juli 1790

Abreise von Paris, Livry, Claye, Meaux.

07. Juli 1790

Um 3 Uhr Abreise von Meaux, Marnetal bis Epernay (10 Uhr), Châlons-sur-Marne (16 Uhr).

08. Juli 1790

Châlons-sur-Marne, Clermont-en-Argonne, Verdun.

09. Juli 1790

Verdun, Mauheule, Metz (14.30 Uhr).

11. Juli 1790

Ankunft in Mainz.

25. Juli 1790

H. sendet seine Schrift „Mineralogische Beobachtungen über einige Basalte am Rhein“ an Abraham Gottlob Werner.

26. Juli 1790

Abreise (geplant) von Mainz, Aschaffenburg, Vogelsgebirge, Rhön, Göttingen (B: 10.8.), Hamburg.

10. August 1790

H. besucht Georg Christoph Lichtenberg in Göttingen und berichtet ihm von seiner Reise.

Mitte August 1790

H. setzt an der Handelsakademie von Johann Georg Büsch (1728–1800) in Hamburg seine Studien fort.

September 1790

H. macht eine achttägige Reise zur Insel Helgoland.

03. Oktober 1790

H. sendet seine „Mineralogischen Beobachtungen über einige Basalte am Rhein“ an Georg Christoph Lichtenberg.

1791

Marie Elisabeth von Humboldt kauft das Gut Falkenberg bei Berlin von einem Oberstleutnant von Lochau. Nach dem Umbau der Dorfkirche läßt sie die sterblichen Überreste ihrer Ehemänner und einer Tochter aus erster Ehe in den im Kirchturm eingerichteten Begräbnisplatz überführen.

26. April 1791

H. nach Beendigung seiner Studien an der Hamburger Handelsakademie auf der Durchreise nach Berlin in Escheburg.

Mai 1791

H. setzt in Berlin seine botanischen Exkursionen mit Karl Ludwig Willdenow fort.

14. Mai 1791

H. bittet um eine Anstellung im preußischen Bergdienst.

03. Juni 1791

H. reist von Berlin ab, um sich nach Freiberg in Sachsen an die dortige Bergakademie zu begeben. Aufenthalt in Dresden.

14. Juni 1791

H. nimmt sein Studium an der Bergakademie in Freiberg (Sachsen) auf.

29. Juni 1791

In Erfurt heiraten Caroline von Dacheröden und Wilhelm von Humboldt. H. reist deshalb am 24.6. nach Thüringen und verbindet die Reise auf Anraten seines Freiberger Lehrers, des Geologen Abraham Gottlob Werner, mit „geognostischen“ Beobachtungen um Naumburg, Bottendorf/Unstrut (Kupferflöze), Bretleben bei Artern, Bad Kösen und Sulza.

05. Juli 1791

Befahrung der Grube „Neu-Beschert-Glück“ in Freiberg (Sachsen).

07. Juli 1791

H. wird auf Vorschlag Karl Theodor Freiherr von Dalbergs außerordentliches Mitglied der „Churfürstlichen Mayntzischen Academie nützlicher Wissenschaften“ zu Erfurt.

09. August 1791

H. entdeckt bei einer Grubenbefahrung in Freiberg (in der „Radstube“) einen neuen Gang, der die Trivialbenennung „Humboldter Spat“ erhält.

Mitte August 1791

H. unternimmt (nach dem 9.8.) eine Reise durch das Böhmische Mittelgebirge mit seinem Kommilitonen Johann Karl Freiesleben, mit dem er sich in Freiberg angefreundet hatte. Reiseroute: Freiberg, Frauenstein, Altenberg, Klostergrab, Teplitz/Teplice, Dux /Duchcov, Ossegg, Teplitz, Steinkohlenwerk Kutterschütz/Chuderice bei Bilin/Bílina (zeitweise begleitet sie der Biliner Arzt und Naturforscher Franz Ambros Reuß), Bilin (Flaschenfabrik), Hrobschitz/Hrobcice, Meronitz/Merunice (Granatgruben), Kamaikberg/Kamýk bei Wschechlapp/Vsechlapy, Schelkowitz, Granatenschenke (Granátka), Podseditz/ Podsedice (Granatenschleifereien), Koschow/Chozov, Berge bei Koschow und Werschowitz/Vrsovice, Laun (Erdbrände), an der Eger/Ohre entlang bis Koschtitz/Kostice, Hasenberg/Hazmburk bei Klappay /Klapý, zurück über Trebnitz/Trebnice, Tepley/Teplá, Watislaw/Vlatislav, Milleschau/Milesov, nach Teplitz/ Teplice. Über Zinnwald nach Freiberg (B: 25.8.).

25. November 1791

Begegnung mit Leopold von Buch (1774–1853) in Freiberg.

27. November 1791

H. reist nach Grünthal (wohl bei Olbernhau im Erzgbirge).

26. Februar 1792

H. feiert mit Freunden seinen Studienabschluß in Freiberg. Abreise wohl am selben Tag um 18 Uhr über Meißen nach Berlin.

27. Februar 1792

H. trifft nach Beendigung seines Studiums in Freiberg wieder in Berlin ein.

06. März 1792

H. erhält die am 29.2. ausgefertigte Ernennung zum Assessor cum voto im preußischen Bergdepartement.

19. März 1792

9–12 Uhr Session in der Berg-Administration Berlin.

Anfang April 1792

H. mit dem Reichsfreiherrn Karl vom und zum Stein (1757–1831) und Friedrich Wilhelm Graf von Reden (1752–1815) in Freiberg. Sie fahren am 8.4. von Freiberg über Dresden, Elsterwerda, Annaburg und Beelitz „in 2 Tagen und 1 Nacht“ zurück.

10. April 1792

H. trifft in Potsdam ein.

11. April 1792

H. wieder in Berlin; an den Wochenenden in Tegel.

Juni 1792

H. stellt Versuche über das Leuchten des Holzes und das Keimen der Pflanzen an (Brief an Freiesleben, 5.6.1792).

Juni 1792

H. arbeitet über Kristallisation, hat einen Ofen für chemische Experimente gebaut.

04. Juni 1792

H. bricht von Berlin über Tegel (5.6. bei seiner Mutter in Tegel) zu einer fünf- bis sechstägigen Inspektionsreise auf: Linurn (Torfstecherei), Zehdenick (Ziegelei), Rheinsberg (Fayence-Herstellung), dort am 6.6. eingetroffen.

12. Juni 1792

Etwa von diesem Tage an besichtigt H. die Berliner Porzellanmanufaktur.

17. Juni 1792

H. verfasst in Berlin einen Bericht über die Fayence- und Steingutmanufaktur zu Rheinsberg – sein erstes wissenschaftlich-technisches Gutachten.

Zitierhinweis

Alexander von Humboldt-Chronologie. Hg. von Ingo Schwarz. In: edition humboldt digital, hg. v. Ottmar Ette. Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Berlin. URL: http://edition-humboldt.de/X0000001

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