Januar 1856

Der Panamakanal-Projektant Frederick M. Kelly aus New York sucht H. auf.

02. Januar 1856

H. nimmt im Kreis der Familie des verstorbenen Johann Gottfried Schadow (1764–1850) an der Feier des 79. Geburtstages von Christian Daniel Rauch (1777–1857) teil (Belege: Brief an G. von Cotta, 2.1.1856; Brief an Carl Gustav Carus, 4.1.1856).

18. Januar 1856

H. nimmt an einem „kleinen“ Kapitel des Schwarzen Adler-Ordens im Schloss zu Berlin teil.

24. Januar 1856

H. erhält das Ehrenbürgerrecht von Berlin. Die Verleihungsurkunde, die ihm in seiner Wohnung überreicht wird, scheint 12.1. datiert gewesen zu sein.

25. Januar 1856

Der Prinz von Preußen (der spätere König Wilhelm I.) und die Prinzessin von Preußen (Königin Augusta) machen H. einen längeren Besuch. Quelle: Vossische Zeitung vom 31.1.1856, S. 4.

26. Januar 1856

H. macht seine „15 Bürger-Visiten“, Besuche anlässlich der Verleihung der Ehrenbürgerwürde von Berlin.

01. Februar 1856

H., Wrangel und der Polizeipräsident von Berlin Karl von Hinckeldey (1805–1856) auf einem Universitätsball im Arnimschen Lokal Unter den Linden.

13. März 1856

H. nimmt am Begräbnis des am 10.3. bei einem Duell erschossenen Karl von Hinckeldey teil.

April 1856(?)

Der Arzt Reinhold Bernhard Brehm (1830–1891), sein Bruder Alfred Eduard Brehm (1829–1884) und drei Freunde besuchen H. vor ihrer Abreise nach Spanien. H. übergibt ihnen einen Empfehlungsbrief an den preußischen Gesandten in Madrid Graf von Galen und erteilt ihnen den Auftrag zu geologischen Forschungen in Spanien.

09. April 1856

H. hält anläßlich des Dienstjubiläums des früheren Ober-Berghauptmanns Ernst Graf von Beust eine Ansprache.

22. Mai 1856

H. legt in der Berliner Akademie der Wissenschaften die neuesten photographischen Erzeugnisse vor. Während H. zuvor häufig seine Grippeerkrankungen und immer wiederkehrende Magen- und Darmbeschwerden erwähnte, beginnt er nun, über Pruritus senilis (altersbedingtes Hautjucken) und Abnahme der Kräfte (Schwäche beim Gehen) zu klagen.

30. Mai 1856

H. in Sanssouci. Gleichzeitig dort anwesend Zar Alexander II von Rußland (1818–1881) und dessen Mutter Charlotte (Zarin Aleksandra Fedorovna; 1798–1860).

09. Juni 1856

Vorlesung von Louis Schneider in Sanssouci vor der Kaiserin-Mutter (Zarin Aleksandra Fedorovna) in Anwesenheit von H.

25. Juli 1856

H. veröffentlicht in der „Spenerschen Zeitung“ (Berlinische Nachrichten von Staats- und gelehrten Sachen) einen Protest gegen die Weglassung des gegen die Sklaverei gerichteten Kapitels des „Essai politique sur l'île de Kuba“ in der in New York erschienenen englischen Übersetzung von John S. Thrasher (1817–1879).

29. Juli 1856

Friedrich Althaus besucht zum letzten Mal H. in der Oranienburger Straße.

23. August 1856

Der nordamerikanische Maler und Erfinder Samuel F. B. Morse sucht H. auf.

14. September 1856

H. begeht seinen Geburtstag in Tegel; in Anwesenheit von Eduard Hildebrandt, Christian Daniel Rauch und Wilhelm von Kaulbach werden die Marmormedaillons der Brüder Humboldt von Rauch und Christian Friedrich Tieck durch Carl Ritter von Baratta aufgestellt.

14. September 1856

Besuch George Ticknors in Berlin bis 19.9.; zahlreiche persönliche Begegnungen mit H.

18. September 1856

H. zu Dinner in Potsdam beim Friedrich Wilhelm IV. aus Anlass der Ankunft des Großherzogs von Baden.

09. November 1856

H. und dem neben ihm stehenden Robert Remak fällt bei einer Kunstausstellung ein Gemälde auf den Kopf. H. wird durch seinen Hut geschützt.

21. November 1856

H. schreibt für den Kunstliebhaber Fürst Gregor Ypsilanti (1835–1886) Empfehlungsbriefe an Christian Daniel Rauch und Ignaz von Olfers.

25. November 1856

Der nordamerikanische Schriftsteller Bayard Taylor (1825–1878) besucht H. in der Oranienburger Straße 67 und sieht im Treppenhaus den Fürsten Ypsilanti, der auch Gast bei H. war.

06. Dezember 1856

Kurd von Schlözer besucht H. „und verlebte dort eine höchst interessante Stunde“.

12. Dezember 1856

Robert Avé-Lallemant besucht H. in der Oranienburger Straße 67 wegen der von ihm gewünschten Teilnahme an der „Novara-Expedition“.

16. Dezember 1856

H. teilt Alexander Mendelssohn mit, er habe ein Antisklaverei-Gesetz für Preußen durchgesetzt. H. hat in diesem Jahr gegen 4.000 Briefe und Billets geschrieben. Er „läßt sein schönes Talent, immer Angenehmes und Beißendes zu sagen, ungestört walten“. Das Schreiben der Briefe ist „ihm eine große Last, aber auch ein großes Vergnügen“ (Varnhagen von Ense: Tagebücher, Bd. 13. 1870, S. 293.)

18. Dezember 1856

H. beabsichtigt, an diesem Tage mit Rauch am Begräbnis Adelheid von Hedemanns in Tegel teilzunehmen.

Zitierhinweis

Alexander von Humboldt-Chronologie. Hg. von Ingo Schwarz. In: edition humboldt digital, hg. v. Ottmar Ette. Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Berlin. URL: http://edition-humboldt.de/X0000001

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