20. Januar 1830

H., während seiner Reise nach Russland und Sibirien zum Ehrenmitglied der Berliner Akademie der Künste gewählt (vgl. 22. April 1829), wird in deren Plenum willkommen geheißen; er spricht Erwiderungsworte.

03. Februar 1830

H. vermittelt dem Bildhauer Christian Daniel Rauch die Bestellung einer mythologischen Marmorstatue durch den Zaren Nikolaus I.

11. Februar 1830

In der Nacht zum 12.2. wird in das eisenfreie Häuschen im Garten Leipziger Str. 3 eingebrochen; dabei werden wichtige Instrumente gestohlen, andere beschädigt (vgl. Herbst 1828).

16. Februar 1830

H. veröffentlicht eine Notiz in der Presse: er bittet die Optiker und Mechaniker Berlins auf zum Kauf angebotene Instrumente oder Teile zu achten, die aus dem eisenfreien Häuschen gestohlen worden sind.

01. Mai 1830

H., Berzelius und S. de Sismondi werden durch König Louis Philippe von Frankreich zu Offizieren der Ehrenlegion ernannt.

13. Mai 1830

H. liest in der Berliner Akademie über „die Gebirgsketten und Vulkane im Innern von Asien“.

21. Mai 1830

H. reist im Gefolge des preußischen Kronprinzen, des späteren Königs Friedrich Wilhelm IV., von Berlin nach Warschau (Eröffnung des polnischen Reichstages). Am 3.6. nimmt H. an einer Sitzung der Warszawskie Królewskie Towarzystwo Przyjaciol Nauk teil, deren Ehrenmitglied er ist, und reist in derselben Nacht mit dem Kronprinzen über Posen, Schmiedeberg (B: 6. und 9.6.), Buchwald im Riesengebirge (B: 8.6.; Besuch bei Friederike Gräfin von Reden) nach Schloss Fischbach (15./16.6.). Von dort besucht er das schlesische Gut seines Bruders in Ottmachau (B: 21./22.6.) und fährt am 23.6. nach Berlin zurück.

27. Juni 1830

Arago berichtet im „Institut“ über H.s russisch-sibirische Reise.

10. Juli 1830

H. reist mit König Friedrich Wilhelm III. nach Teplitz. Reisedaten: Friedrich Wilhelm III.: 12.7. Abreise, 13.7., 5:25 Uhr Ankunft in Teplitz. Am 2. und 3.8. der übliche Geburtstagsausflug nach Schandau

03. August 1830

Rückkehr nach Berlin. Reisedaten Friedrich Wilhelm III.: 5.8. Abreise, 6.8. Ankunft in Charlottenburg.

17. August 1830

Der kolumbianische Politiker und spätere Präsident von Großkolumbien Francisco de Paula Santander (1792–1840) trifft H. zufällig im Museum in Berlin.

22. August 1830

Santander frühstückt bei H.

26. September 1830

H. verfasst ein Vorwort zu „Correspondirende Beobachtungen über die regelmäßigen stündlichen Veränderungen und über die Perturbationen der magnetischen Abweichung im mittleren und östlichen Europa“ von Heinrich Wilhelm Dove.

28. September 1830

H. schreibt an diesem Tage zum letzten Mal einen Brief mit deutschen Buchstaben (Brief H. an Encke [Berlin,] 28.09.1830. Handschrift: Archiv der BBAW, NL Encke, Nr. 52, Bd. 2, 105; publiziert in Humboldt 2013a); künftig bedient er sich auch für Briefe in deutscher Sprache fast ausschließlich lateinischer Lettern (bspw. Brief H. an Ehrenberg und Encke). Von dieser für die Datierung von H.-Briefen wichtigen Regel sind bisher nur wenige Ausnahmen bekannt geworden.

28. September 1830

H. reist von Berlin nach Paris ab. Bei seiner Übersiedlung von Paris nach Berlin 1827 hatte er sich von König Friedrich Wilhelm III. die Genehmigung für längere Reise nach Paris ausbedungen. Mit der Verwirklichung seiner eigenen wissenschaftlich-literarischen Absichten verbindet H. auf allen Paris-Reisen (1830/31, 1831/32, 1835, 1838, 1841, 1842/43, 1845, 1847/48; s.u.) die Erfüllung diplomatischer Aufträge. Er trifft am 3.10. in Paris ein und bleibt bis zum 17.1. 1831 dort. Er wohnt: Hôtel d'Angleterre, Rue Colombier.

11. Oktober 1830

H. liest im „Institut“ eine Mitteilung über „le voyage qu'il a fait en Sibérie“ und gibt außerdem eine „analyse des travaux auxquels se sont livrés ses deux associés, MM. Gustav Rose et Ehrenberg“.

22. November 1830

H. macht im „Institut“ eine mündliche Mitteilung zur „Choléra-Morbus“.

06. Dezember 1830

H. liest im „Institut“ über die „montagnes et les volcans de l'Asie centrale“ (Schluß 20.12.).

Zitierhinweis

Alexander von Humboldt-Chronologie. Hg. von Ingo Schwarz. In: edition humboldt digital, hg. v. Ottmar Ette. Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Berlin. URL: http://edition-humboldt.de/X0000001

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