1. Januar 1800

H. übernachtet auf der Kaffeeplantage des Vicente Gallegos am Fuße der Silla bei Caracas. An diesem und dem folgenden Tage besteigt er die Silla.

17. Januar 1800

Exkursion nach La Guaira, dem Hafen von Caracas: Tacagua (17.1.), Quebrada de Tipe (Topo) (17.1.), La Guaira (23.–25.1.), danach Rückkehr nach Caracas.

7. Februar 1800

H. und Bonpland brechen von Caracas aus zur Orinocoreise auf. Reiseroute: Gneisgebirge EI Higuerote (8.2.), Hacienda von José de Manterola im Tal des Río Tuy (9.–11.2.), La Victoria am Valenciasee (11.–12.2.), La Concepción, Hacienda der Familie Ustáriz (13.2.), Maracay (13./14.2.), Tapatapa am Vorgebirge EI Portachuelo (14.2.), Hacienda de Cura, Besitz des Grafen Domingo Tovar, (14.–21.2., am 18.2. Besuch der heißen Quellen von Mariara), Punta Zamora, Guacara (21.2.), Mocundo (22.2.), Nueva Valencia (22.–26.2.), Las Trincheras (heiße Quellen, 27.2.), Puerto Cabello (27.2.–1.3.), Bárbula (1.3.), Guacara (Familie des Marqués del Toro, 4.–6.3.), zurück nach Nueva Valencia (6.–8.3.), Güigüe (8.3.), Villa de Cura (9./10.3.). Eintritt in die Llanos (Savannen). San Juan de los Morros (11.3.), Parapara, Ortiz, Mesa de Paja (12.3.), El Caimán (La Guadelupe; 13.3.), Calabozo (14.–24.3.; Versuche mit Zitteraalen).

27. März 1800

H. trifft in San Fernando am Río Apure ein, dem Hauptort der Kapuzinermissionen in der Provinz Barinas. Abschluß der Reise über die Llanos.

30. März 1800

Beginn der Flußfahrt. H. verläßt um 16 Uhr San Fernando in einer Piroge flußabwärts.

4. April 1800

H. erreicht die Einmündung des Río Apure in den Orinoco. Weitere Reiseroute der Bootsfahrt auf dem Orinoco flußaufwärts: Insel Encaramada (5./6.4.), Insel Boca de Tortuga (6.4.), Beobachtung der „Schildkröteneierernte“. Das Boot füllt sich beim Absegeln durch eine Ungeschicklichkeit des Steuermanns mit Wasser und gerät in Gefahr, unterzugehen. Die Insassen werden „wie durch ein Wunder gerettet“. Missionsdorf und Gebirge La Encaramada, La Urbana. Der Franziskanermönch Ramón Bueno macht H. auf Petroglyphen aufmerksam, die er für Buchstaben hält und später in den „Vues des Cordillères“ abdruckt.

9. April 1800

Pararuma, Carichana (11./12.4.), Einfluß des Río Meta (12.4.), San Borja (12.4.), Playa Guaripa (13.4.), Insel Guachaco (14.4.), Insel Panumana (14.4.), Stromschnellen (Raudales) des Orinoco bei Atures (15.–17.4.), Garcita (17.4.) und Maipures (18.–21.4.), Insel Piedra del Ratón (21.4.), Boca de Zama (22.4.), Aricagua (23.4.), Siquita (24.4.), San Fernando de Atabapo (24.4.).

26. April 1800

Abfahrt von San Fernando auf dem Atabapo: Guapasoso (26.4.), Mendaxari (28.4.), San Baltasar de Atabapo (29./30.4.), Einfahrt in den Río Temi (30.4.), von diesem in den Río Tuamini (l.5.), San Antonio de Yavita (1.–5.5.). Landtransport der Piroge zum Río Pimichin.

6. Mai 1800

Reise auf dem Río Pimichin und dem Río Negro abwärts bis San Carlos de Río Negro (Maroa, San Miguel de Davipe am 6.5., vorbei an der Casiquiare-Mündung). Nach Aussagen Einheimischer glaubt H., dass die Quellen des Río Negro nicht mehr weit entfernt seien.

7. Mai 1800

San Carlos de Río Negro, der südlichsten Punkt dieser Reise (bis 10.5.).

10. Mai 1800

Abreise von San Carlos, den Río Negro flussaufwärts zurück bis zur Einmündung des Casiquiare: San Francisco Solano, Piedra de Culimacare (11.5.), Mandavaca (12.5.), Wasserfall Cunuri (13.5.), Pasiba (14.5.). Fahrt auf dem Río (Brazo) Casiquiare flußaufwärts bis zum Ausfluß aus dem Orinoco (20.5.). H. bestätigt die ältere Erkenntniss, dass der Casiquiare ein Arm des Orinoco ist, der durch die Bifurkation (Gabelung) des Flusses entsteht. Der Casiquiare mündet in den Río Negro und verbindet damit die Stromsysteme des Orinoco und des Amazonas. H. vermutete als Ursache für die Gabelteilung eine von der heutigen Forschung bestätigte Bodenerhöhung im Bett des Orinoco.

21. Mai 1800

H. fährt den Orinoco aufwärts bis Esmeralda und bleibt dort bis zum 23.5. Er mißt den Gipfel des Cerro Duida und glaubt, nicht weit von den Quellen des Orinoco entfernt zu sein.

24. Mai 1800

Rückreise stromabwärts nach Angostura: Santa Barbara del Alto Orinoco, Isla de Minisi (26.5.), San Fernando de Atabapo (26./27.5.). Von hier an passiert H. bis Encaramada den gleichen Flußabschnitt, auf dem er bei der Hinreise schon flußaufwärts gefahren war: Mündung des Río Meta (28.5.), Mataveni (29.5.), Raudales von Maipures (29.–31.5.) und Atures (31.5.), am Raudal von Atures Besuch der Knochenhöhle von Ataruipe, dem „Nationalbegräbnis“ der Atures. H. nimmt „zum größten Aergerniß unserer indianischen Führer“[¹] drei Skelette und einige Schädel für seinen Göttinger Lehrer Johann Friedrich Blumenbach mit. Carichana, La Urbana (6./7.6.), Insel Cucuruparu (7.6.), San Rafael del Capuchino (8.6.), Encaramada, Caicara (9./10.6.), Puerto de los Frailes (11.6.), Boca del Infierno, Real Corona, Insel Ceiba (12.6.), Angostura (13.6.). Abschluß der 75tägigen Flußfahrt, bei der rund 2.250 km zurückgelegt wurden. [¹] Zit. Humboldt 1808a, 199, online verfügbar im Deutschen Textarchiv, http://www.deutschestextarchiv.de/humboldt_natur02_1808/3.

10. Juli 1800

H. bricht nach einem insbesondere für Bonpland notwendigen Genesungsaufenthalt auf der Hacienda von Juana Bonalda von Angostura zur Rückreise nach Nueva Barcelona auf dem Landweg auf: Cari (13.7.), Begegnung mit einer großen Gruppe von Kariben, die H. für die bedeutendste altamerikanische Kultur nach Azteken und Inkas erklärt. Villa del Pao (16.7.).

17. Juli 1800

H. wird auf der Gesamtsitzung der Königlich Preußischen Akademie der Wissenschaften zu Berlin zum außerordentlichen Mitglied gewählt.

23. Juli 1800

H. bleibt bis 26.8. in Nueva Barcelona.

4. August 1800

Die Wahl H.s zum außerordentlichen Mitglied der Preußischen Akademie der Wissenschaften wird durch König Friedrich Wilhelm III. bestätigt.

26. August 1800

H. fährt an diesem und dem folgenden Tage entlang der Küste nach Cumaná.

27. August 1800

Erneuter Aufenthalt in Cumaná (bis 16.11.).

7. September 1800

In Cumanacoa (bis 8.9.).

3. November 1800

Besuch der Halbinsel Araya (bis 5.11.).

17. November 1800

Küstenfahrt in 6 Stunden von Cumaná nach Nueva Barcelona. H. bleibt bis zum 24.11. dort.

24. November 1800

H. sticht von Nueva Barcelona nach Kuba in See.

19. Dezember 1800

H. landet in La Habana auf Kuba. Er macht die Bekanntschaft zahlreicher Familien und Persönlichkeiten der Stadt, darunter der Jurist Francisco de Arango y Parreno, der Graf Joaquín de Jaruco y Mopox sowie der Graf Pedro Pablo de Oreilly. H.s erster Aufenthalt auf Kuba dauert bis zum 15.3.1801.

Zitierhinweis

Alexander von Humboldt-Chronologie. Hg. von Ingo Schwarz. In: edition humboldt digital, hg. v. Ottmar Ette. Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Berlin. URL: http://edition-humboldt.de/X0000001

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