24. Januar 1796

„Je conçus l'idée d'une physique du monde.“ (Brief H. an M.-A. Pictet, 24.1.1796). Erster Beleg für die wohl schon zuvor vorhandene Absicht, eine „physische Weltbeschreibung“ zu verfassen.

16. Februar 1796

H. reist von Bayreuth nach Berlin, wohin ihn Hardenberg zur Bearbeitung Bayreuther Angelegenheiten (vorwiegend Finanz- und Münzfragen) im Ministerium gerufen hat. Ankunft etwa 27.2. Er trifft in Tegel Bruder und Schwägerin, die dort bei seiner an Brustkrebs erkrankten Mutter weilen.

26. März 1796

H. hinterlegt sein Testament beim Stadtgericht Berlin.

05. April 1796

Mittagessen der Brüder H. mit Ernst Ludwig Heim bei Hardenberg.

07. April 1796

H. nimmt an einer Konferenz zur „Wegschaffung des Preußischen Courants aus den Fränkischen Fürstenthümern“ unter Anwesenheit Hardenbergs teil.

17. April 1796

H. kehrt über Jena nach Bayreuth zurück, wo er mehrere Wochen an einer fiebrigen Erkrankung leidet.

Juli 1796

H. wird zum Fürsten Friedrich Ludwig von Hohenlohe-Ingelfingen nach Ingelfingen gesandt, um von dort aus mit militärischer Eskorte den Befehlshaber der in Württemberg eingerückten Truppen, General Jean-Victor Moreau, aufzusuchen und mit ihm über die Beachtung der Neutralität der Fränkischen Fürstentümer und der Hohenloheschen Besitzungen zu verhandeln (B: 17.7.: Ingelfingen; 18.7.: Ansbach; 21.7.: Ingelfingen; ? Juli: Stuttgart).

31. Juli 1796

H. von seiner erfolgreichen Mission zurück und wieder in Ingelfingen.

02. August 1796

Abreise H.s von Ingelfingen.

22. August 1796

H. wieder in Bayreuth.

23. August 1796

H. mit Reinhard und Christiane von Haeften, geb. Cramon, in Sanspareil (Eintrag im Gästebuch des Gasthauses Münch)

16. Oktober 1796

Unfall H.s bei Versuchen mit dem von ihm konstruierten Lichterhalter im Alaunwerk zu Berneck.

18. Oktober 1796

H. liest in der „Gesellschaft der naturforschenden Freunde“ in Berlin bei Bergrat Karsten: „Versuch über die Natur des Lichtstoffs und dessen Entbindung“.

Anfang November 1796

H. bereist mit Bergmeister Friedrich Killinger und Münzmeister Christian Friedrich Gödeking (1770–1851) 8 Tage lang die Oberpfalz und das Fichtelgebirge und entdeckt den Magnetismus des Haidbergs bei Gefrees (B: 14.11., Brief an A. G. Werner, 21.12.1796).

22. November 1796

In der „Königlich privilegirten Berlinischen Zeitung von Staats- und gelehrten Sachen“ erscheint die Anzeige des Todes von Marie Elisabeth von Humboldt. „Ich mache diesen Todesfall allen Verwandten und Freunden unsers Hauses für mich und im Namen meiner Brüder, des Legationsraths und des Oberbergraths von Humbold [sic!], hierdurch ergebenst bekannt, verbitte aber alle schriftliche Bezeigung einer Theilnahme, deren ich bei jedem, welcher die Verewigte näher kannte, ohnehin versichert bin. Berlin, den 19ten Novbr., 1796. Rittmeister [Ferdinand] v. Holwede.“

24. November 1796

H. erhält die Nachricht vom Tode seiner Mutter.

03. Dezember 1796

Beisetzung Marie Elisabeth von Humboldts in der Dorfkirche von Falkenberg. Wilhelm und Alexander sind nicht anwesend. (Die Kirche wird 1945 zerstört; am Eingang zur Gruft befindet sich eine Gedenktafel).

21. Dezember 1796

„Ich bereite mich jetzt ernsthaft zu einer großen Reise außerhalb Europas.“ (Brief an A. G. Werner, 21.12.1796).

Ende Dezember 1796

H. scheidet auf eigenen Wunsch aus dem Bergdienst aus.

Zitierhinweis

Alexander von Humboldt-Chronologie. Hg. von Ingo Schwarz. In: edition humboldt digital, hg. v. Ottmar Ette. Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Berlin. URL: http://edition-humboldt.de/X0000001

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