5. Januar 1789

In der Gazette littéraire de Berlin erscheint H.s erste Veröffentlichung, „sur le Bohon-Upas“ (Fortsetzung am 12.1.1789 in derselben Zeitschrift). Der Text stellt eine Besprechung der lateinischen Dissertation des Botanikers Carl Peter Thunberg dar, die H. mit eigenen Anmerkungen zu dem Bohon- oder Boa-Uppas (Antiaris toxicaria) genannten Giftbaum versieht (vgl. dazu den Einführungskommentar zu diesem Text in: Sämtliche Schriften digital, Universität Bern). In der Gazette erschien H.s Text ohne Nennung des Namens des Autors als „Lettre […] par un jeune Gentilhomme de cette ville“. 1790 erschien in der Zeitschrift Olla Potrida eine deutschsprachige Fassung unter dem Titel „Ueber den Bohon Uppas“ mit einer Einleitung des Redakteurs, in der „Herr von Humboldt der jüngere“ als Verfasser genannt wird.

10. April 1789

H. reist mit Kunth von Berlin ab, um in Göttingen an der Universität seine Studien fortzusetzen. Reiseroute: Magdeburg (5 Tage), Besuch der Salzwerke zu Schönebeck, Groß-Salze und Frohse, Herrnhuter-Kolonie Gnadau, Harbke (Veltheimsche Baumzucht), Helmstedt (Besuch bei dem Mathematiker Johann Friedrich Pfaff), Braunschweig (8 Tage; Zusammentreffen H.s mit seinem Bruder Wilhelm).

25. April 1789

Immatrikulation an der Universität Göttingen. Von Göttingen mehrere Reisen ins Hessische, durch Niedersachsen, in den Harz und ins Eichsfeld.

1. Juni 1789

H. auf dem Brocken (Beleg: Grosse, W.: Die Stammbücher des Wolkensacks, und: Brockenwanderer der Jahre 1809 bis 1849 [nach Auszügen aus dem Wernigeröder Intelligenz- bzw. Wochenblatt]. In: Zeitschrift des Harz-Vereins für Geschichte und Altertumskunde. Jg. 61. 1928, S. 125.)

19. Juli 1789

H. übergibt dem Philosophen Friedrich Heinrich Jacobi in Bad Pyrmont ein Empfehlungsschreiben seines Bruders Wilhelm. Er bleibt 8 Tage.

24. September 1789

H. verläßt Göttingen mit dem holländischen Arzt und Botaniker Steven Jan van Geuns zu einer „naturhistorischen“ Studienreise. Reiseroute: Kassel, Marburg, Gießen, Frankfurt/Main, Darmstadt, der Bergstraße folgend über Heppenheim und Weinheim bis Heidelberg, Speyer, Bruchsal, Philippsburg, Mannheim, Alzey, Mörsfeld, Besuch von Quecksilberbergwerken in Pfalz-Zweibrücken. Dann nach Mainz, wo sie 8 Tage im Hause Georg Forsters leben, auf dem Rhein bis Bonn, zu Land nach Köln und Pempelfort, wo sie 8 Tage bei Friedrich Heinrich Jacobi verbringen, Duisburg, Münster, Warendorf, Rietberg, Paderborn, Kassel.

14. Dezember 1789

H. und sein Bruder Wilhelm treffen sich in Gotha. Sie bleiben zwei Tage im Hause ihres früheren Lehrers Josias Friedrich Christian Löffler, bei dem sie in Frankfurt/Oder gewohnt hatten. H. reist am dritten Tag nach Erfurt weiter.

18. Dezember 1789

H. reitet nach Göttingen zurück.

Ende Dezember 1789

H. erkrankt in Göttingen an Masern.

Zitierhinweis

Alexander von Humboldt-Chronologie. Hg. von Ingo Schwarz. In: edition humboldt digital, hg. v. Ottmar Ette. Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Berlin. URL: http://edition-humboldt.de/X0000001

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