Zweite Besteigung des Pichincha, Kraterrand des Guagua Pichincha, den Humboldt irrtümlich als „Rucupichincha“ bezeichnete.

Die Verwechselung der beiden Hauptgipfel des Pichincha hat Humboldt aus den Aufzeichnungen von Charles-Marie de la Condamine übernommen, auf die er mehrfach verweist. Der „Rucu“-Gipfel ist ein erloschener Vulkan ohne Krater mit einem markanten Felsgipfel. Der geologisch jüngere „Guagua“-Gipfel ist weiterhin aktiv und hat den von Humboldt umfassend beschriebenen weiten, Schwefel ausstoßenden Krater. Die Bezeichnungen „Rucu“ und „Guagua“ stammen aus dem Kichwa, die hier im 15. Jahrhundert eingeführte Inka-Sprache und bedeuten Rucu = „der Alte“ und Guagua = „der Säugling“.

Am Guagua Pichincha kam Humboldt seinen Tagebuch-Aufzeichnungen nach nicht bis zum Gipfel. Er erreichte, von Südosten kommend, jeweils den Kraterrand und den daran anschließenden frei und über dem Schlund stehenden „Stein“. Nur von dort geht es auch „über den Bimsstein in weniger als 9-10 Minuten zu den Pferden“. Der Gipfel des Guagua Pichincha liegt etwa eine Stunde inklusive Kletterpassagen weiter nördlich.

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Zitierhinweis

Schwarz, Ingo (Hg.): Alexander von Humboldt-Chronologie (26. Mai 1802). In: edition humboldt digital, hg. v. Ottmar Ette. Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Berlin. Version 6 vom 13.10.2020. URL: https://edition-humboldt.de/v6/H0014818


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