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Mein theurer Rugendas! Es ist eine Freude des Lebens wenn nach langer räumlicher Trennung man sich endlich einmal wieder durch Beweise gegenseitigen Wohlwollens einem Manne nähern kann, dessen schönes, lebensfrisches Talent einem desto werther geblieben ist, als es durch Liebenswürdigkeit des Charakters erhöht ist. Sie haben mir freundliche Zeilen durch einen gemeinschaftlichen geistreich schaffenden Freund, Herrn von Kaulbach, zukommen lassen. Empfangen Sie, theurer Rugendas, innigen Dank dafür, den Dank eines urweltlichen Greises. Der Brief den Sie die Freundschaft gehabt haben mir bei Ihrer endlichen Rückkehr zu schreiben, der Catalog Ihrer herrlichen Arbeiten ist nicht in meine Hände gekommen, aber mit einem so lieben, grossartig begabten Freunde, mit dem Schöpfer physiognomischer Darstellung der Pflanzengestalten, ja der ganzen freien Natur hadert man nie, Sie

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Zitierhinweis

Alexander von Humboldt an Johann Moritz Rugendas. Sanssouci, 20. Oktober 1851 , hg. v. Ulrich Päßler unter Mitarbeit von Florian Schnee. In: edition humboldt digital, hg. v. Ottmar Ette. Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Berlin. Version 8 vom 11.05.2022. URL: https://edition-humboldt.de/v8/H0019725


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