Für dieses Dokument liegen keine Faksimiles vor. | 68vRegierung gesichert, dass er in wenigen Wochen zur
trigonometrischen Aufnahme der Provinz Guyana, zu
Schlichtung der Streitigkeiten mit den Brasilianern
und zur Sicherung der, von diesen oft fanatisch
zerstöhrten protestantischen Missionen ausgesandt
wird. Diese Facta beruhen nicht auf seinem
Zeugniss und dem meiner Correspondenz-Nachrichten,
sie beruhen auf dem gedrukten, Ew. Majestät
vorgelegten Bericht des Anniversary Meeting des 25sten
Mai 1840. Der Freiherr von Bülow, der den Reisenden
lange in London gekannt, bezeugt auch gern, dass
derselbe daselbst, in den höheren Klassen der Gesellschaft,
mit vieler Auszeichnung und Vorliebe behandelt
worden ist.

Robert Schomburgk hat bereits, vor mehreren Jahren
in den Einöden der tropischen Zone ohne je
zu wissen, dass er in sein Vaterland zurük
kehrte, Sr Maj. der Königinn, die er das
Glück gehabt hatte, als Braut bei der Durch
reise durch Sachsen, zu erbliken, ein schönes
Pflanzen-Geschlecht gewidmet. Er hat
jezt, wie die Anlage beweiset, auf die
uneigennüzigste Weise die Kunst-Kammer,
das Herbarium und das zoologische Cabinett
bereichert. Die Geschenke, die er gemacht
haben wenigstens einen Geldwerth von
135 Friedrich d’or (Feder- und Kunst-Sachen
35 Fr. d’or; Bücher, prächtig gebunden und
Handzeichnungen 30; Pflanzen für das Her-
barium 60; ausgestopfte Vögel 10 Fr. d’or
= 135 Friedrich d’or). Seiner äusseren Lage
nach, hat der junge (36jährige) Mann so
lange er in der Vermessung ist, da andere
Officiere unter ihm stehen, den Rang eines
Oberst Lieutenants in der Colonial Miliz.

Unter diesen Verhältnissen und da es
in England viel Freude machen wird, dass
Ew. Königl Majestät einen Ihrer Un-
terthanen einer Auszeichnung würdigen
schlage ich allerunterthänigst vor:

dem Robert Schomburgk den
Rothen Adler Orden, nicht
vierter, sondern dritter Klasse
zu verleihen.

Bei der Veröffentlichung dieser allergnädigsten
Verleihung wäre die Person wohl am schiklich
sten also zu bezeichnen: Robert Schomburgk,
im Königlich-Grossbritannischen Colonial-Dienste
in Guyana. Bei Gelehrten die in fremdem

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Zitierhinweis

Alexander von Humboldt an Friedrich Wilhelm IV. Charlottenhof, 5. Oktober 1840. In: edition humboldt digital, hg. v. Ottmar Ette. Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Berlin. Version 8 vom 11.05.2022. URL: https://edition-humboldt.de/v8/H0019718


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