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Dienstags 11 Uhr.

Ich werde Ihnen Ihre
schöne überaus interessante
Karte selbst zurükbringen
mein verehrter Freund.
Wie können Sie glau
ben dass ich mich nicht
freuen sollte, so
wichtige topographische
Materialien dem Publi
kum übergeben zu sehen[.]
Eine solche Kenntniss der
Localität wird von großem
Nuzen sein, selbst
wenn nach 50 od 100
Jahren man einmal
in diesen der Barbarei
preiß gegebenen Gegenden
wird eine wirkliche trigo
nometrische Aufnahme
machen können. Ich freue
| 1vmich einer solchen Arbeit
sehr[.] Sie haben an
Herrn v. Möllendorf einen
geschikkten Mitarbeiter
gefunden, nur muß
das Ganze im Stich
wieder schwarz gehal
ten werden[.] Mündlich
(ich werde Sie morgen
früh besuchen) sagen
Sie mir wohl ob
Sie zur Küste
etwa   D'Arc du Lys/Édouard 1830
 [Close]
Capit Gautiers
neueste Aufnahmen
der Mittell. Küste

od etwas   Oltmanns 1826
 [Close]
Notizen
von Oltmann
für
 inserted in between the lineserste Lage u Variation
der Nadel haben
brauchen können. Es
ist immer gut sich
an schon vorhandene
Punkte anzuschließen
| 2rund die Küste wie die
Situation v Balbek
(von Sichem?) wird
bei der Kritik wie
Sie wissen immer zu
erst geprüft, obgleich
das wichtigste immer
Ihr Schaz von Local
beobachtungen über das
Gebirge ist. Lassen
Sie ja auch den
Sinai so bearbeiten[.]

Minutoli’s Streit
mit Ihnen, schlichten
Sie ja, so Sie es
können, ohne der
edlen Unabhängigkeit
Ihres Charakters im
geringsten zu schaden[.]
Ich habe den General
heute morgen ver
mocht, sich mit der
von Ihnen an Prof
Ideler gesandten Er-
klärung vollkommen
zu begnügen. Er hält
| 2vnun den projectirten
Aufsaz in der Allg
Zeitung (der noch nicht
abgesandt war u den
ich heute in Händen
gehabt) zurük u er
klärt dass er die Sache
als völlig abgemacht
betrachte. Ich habe
diese Gegenerklärung
des Generals eben
an Prof Ideler geschikkt
von dem Sie Sie
erhalten sollen[.] Ich
danke Ihnen für die
se Beendigung der Sache
die Ihnen Ihre kost
barste Zeit raubt
Ihre Phan[tasie] unange
nehm besch[äftig]t u Sie
gezwungen ha[ben] wird
vieles vor da[s] Publi
kum zu bringen, was
selbst der Akademie
u dem Gouvernement
unangenehm sein wird.
Jeder wird Ihre Art
⎡fest u edel in der Sache
gehandelt zu haben, mit mir loben[.]
Der General wünscht daß Ihre Er
klärung an der er nicht eine
Silbe zu ändern findet, in der
  Haude/Spener 1740-1874
 [Close]
Spenerschen Zeitung
eingerükt werde[.]
Lachen Sie über den Spenerschen Pro-
fessor! Wir kennen den
Mann.

AHt.

Ich habe nicht
Zeit heute
morgen Sie
zu besuchen, da
ich 11 h ½ zum
König zum déjeu
ner dansant muß.

Suggested citation

Alexander von Humboldt an Christian Gottfried Ehrenberg. [Berlin], [wohl um 1829] , ed. by Anette Wendt in collaboration with Eberhard Knobloch. In: edition humboldt digital, ed. by Ottmar Ette. Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Berlin. Version 5 of 11.09.2019. URL: https://edition-humboldt.de/v5/H0016742


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