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Eine der größten Freuden
meines Lebens würde sein einmal
ein 5-6 Monathe mit
Ihnen, an Ihrer Seite, unter
Ihrer Belehrung reisen zu
können. Süßwassermuscheln
Fische, Bergpflanzen Ruß
lands
sind wenig bekannt[.]
Erst seit gestern hat das
Ruß Gouvernement meine
Reise freilich nur nach
dem Ural u Tobolsk
am Irtysch auf das
großartigste genehmigt. Ich
bin abwesend vom 1 Mai
bis October[.] Wäre es möglich
theurer Professor, daß Sie
diese Zeit Ihre wichtigen
Arbeiten unterbrächen, mit
| 1vanderen wichtigen vertausch
ten u mich mit Ihrer
Begleitung beglükken. Wir
wären Deutsche drei,
Sie, Gustav Rose u
ich. Denken Sie darüber
nach. Ich komme heute
morgen zu Ihnen. Die
Reise wird Ihren
Vermögenszustand nur in
so fern afficiren,
als Sie während der
ganzen Abwesenheit nichts
von dem Ihrigen
auszugeben haben. Ich
hoffe daß das Russ.
Gouvernement darein
willigt u würde
morgen deshalb Schritte
thun. Sie würden
dabei das terrain
| 2rsondiren, da man Ihnen
ja selbst schon Aner
bietungen gemacht, die
ich billigte.

Ihr
Sie herzl
achtender u
verehrender
AHumboldt

Freitags

Königsberg, Dorpat, Petersburg
(Ladogasee) Perm, Casan
Ekatherinburg (Gebirgsfische,
des Ural) vielleicht zurük
über Orenburg, Moskau
u wieder Petersburg...
Überall die größte Be
quemlichkeit auf Kosten
der Krone.

Suggested citation

Alexander von Humboldt an Christian Gottfried Ehrenberg. [Berlin], [20. Februar 1829] , ed. by Anette Wendt in collaboration with Eberhard Knobloch. In: edition humboldt digital, ed. by Ottmar Ette. Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Berlin. Version 5 of 11.09.2019. URL: https://edition-humboldt.de/v5/H0016734


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