| 1r

Ich habe um so mehr beklagt,
theurer liebenswürdiger Freund, Sie
verfehlt zu haben, da Sie so
angenehme Nachrichten die auch den
König interessiren werden, von der
guten Ida geben konnten. Die Entre
vue der sehr strengen Königin
von Madagascar mit der schlichten
Ida Pfeiffer wird ein piquantes
Kapitel von der neuen Reise
geben. Ich sende Ihnen, da ich
morgen nach Potsdam muss,
wo das Blüthenmeer (der
officielle Ausdruk) Sie auch
schon bezaubert hat, auf einige
Tage gehe [,] viel unlogisches
über die Meerestifen, wo man
dem kleinen Leben (ohne je
Sie zu benuzen) das Leben
abspricht[.] Die Thiere fallen
wie Schneeflocken das
ist das Bild zu dem sich
  Maury 1856
 [Close]
die Poesie v. Maury
erhebt[.]
Der Vulkanische Schlamm
der Tiefe soll vom Vesuv
sein, denn Gegenströhmungen
| 1vvon O u W sind wohlfeil
überall anzunehmen. Die
Beweise für das offene
Polarmeer scheinen mir auch
nicht sehr stringent, denn
das Polarmeer kann mit 100
F. dickken, die Schiffarth
hinderndem Eise bedekt
sein und doch kalte Wasser
ströhme n Süden ausschi
cken. Sie werden alles
dies einmal in die gehö
rigen Schranken ohne
Bildersprache von toten
Schneeflocken zurükrufen[.]
Behalten Sie den gelben
Aufsaz.

Ihr
Aht

Freitags

| 2r

Ich glaube, theurer Freund, im eben erschienenen

Suggested citation

Alexander von Humboldt an Christian Gottfried Ehrenberg. [Berlin], [Juni 1857] , ed. by Anette Wendt in collaboration with Eberhard Knobloch. In: edition humboldt digital, ed. by Ottmar Ette. Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Berlin. Version 5 of 11.09.2019. URL: https://edition-humboldt.de/v5/H0016487


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