Für dieses Dokument liegen keine Faksimiles vor. | 271 Spitze des Tschimborasso erstiegen haben, wir zu Kuenka und Loxa gewesen sind, um dort die Cinchona-Arten zu studieren. Von Loxa gingen wir, über fürchterliche Wege, nach der Provinz Jaen de Bracamoros, und nach dem Amazonenfluß; von da, über die Kordillere, durch die großen Bergwerke von Chota, nach Truxillo, und längs der Küste des Südmeers nach Lima: wo ich den Durchgang des Merkurs beobachtet habe. Von Lima machten wir die Reise nach Guayaquil zur See, blieben dort einen Monat, und schiften nach Akapulko, auf welcher letzten Fahrt wir 35 Tage zubrachten, und einen grausamen Sturm dem Golf von Nicoya gegenüber auszustehn hatten.

Daß ich seit lange die Reise nach den Philippinen aufgegeben habe, weißt Du. Ich würde einen ungeheuren Seeweg machen, bloß um eine einzige Inselgruppe zu sehen. Auch erlaubt der gegenwärtige Zustand meiner Instrumente mir nicht die Reise zu verlängern, die schon vier Jahre dauert; und es ist mir unmöglich gewesen, mir neue Instrumente aus England zu verschaffen. Man ist hier fast ganz abgeschnitten von der übrigen Welt, wie im Monde.

Ich wünschte gegen Ende dieses Jahres in Europa zu sein. Allein, das schwarze Erbrechen,

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Zitierhinweis

Alexander von Humboldt an Karl Ludwig Willdenow. Mexiko, 29. April 1803, hg. v. Ulrich Päßler unter Mitarbeit von Klaus Gerlach und Ingo Schwarz. In: edition humboldt digital, hg. v. Ottmar Ette. Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Berlin. Version 7 vom 07.09.2021. URL: https://edition-humboldt.de/v7/H0006056/271


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