| 1r

Statt Ihnen, mein theurer Freund, innigst
fur Ihren Glükwunsch und den Ihrer liebens-
würdigen und so verstandigen Gattin zu danken
bin ich in der Lage[,] Sie mit neuen Bitten
zu belastigen. Seit einem Monate habe
ich bei Gelegenheit der recht elenden, gehalt-
und geschmaklosen   Schleiden 1848.

 [Schließen]
Pflanze
sehr viel
botanisches gelesen, und Sie selbst,   Kunth 1847.

 [Schließen]
Ihr
neues so uberaus mich physiologisch
befriedigendes Werk
täglich in der Hand
gehabt. Meine Bitten sind diese:


Fur den   Zuccarini 1843.

 [Schließen]
Zuccarini
danke ich sehr[.]
Er ist alter als  Möglicherweise Endlicher/Unger 1843.

 [Schließen]
Endlicher
und fur
die Coniferen der sudl. Hemisphare
ziemlich falsch[.] Wunderbar wie
er p 758 an der Pinus Cembra
in Sibirien, die auf allen Tischen
gegessen wird, zweifeln kann[.] Ich
habe mir von der Bibl. die
Munchner Abh. kommen lassen[.] Die
Abhandl. steht

Munchner Abh. der mathem[-]
physik Klasse 1837–1843
T III S. 753[.]

 Dieses Schreiben der Cousine Kunths Caroline Kunth-Valesi konnte bislang nicht nachgewiesen werden. Die im vorliegenden Brief angedeutete Eheschließung mit dem flüchtigen 1848er Revolutionär Gustav Rasch scheint nicht zustande gekommen sein: Humboldt vermittelte Kunth-Valesi noch 1849 ein Engagement in Sankt Petersburg (vgl. Humboldt an Kunth, nach 20. Juni 1849 (https://edition-humboldt.de/H0005457). Rasch ging 1850 in Magdeburg in Festungshaft.

 [Schließen]
Schicken Sie mir gutigst bald
den Brief von Fr. Caroline zuruk[,]
da ich ihr antworten muss[.]

| 2r

Ist denn die Verbindung mit dem Refer.
Gustav Rasch zu wünschen? Ware er
ganz unschuldig so wurde er nicht
entwichen sein. Der Konig scheint ihn
amnistiren [sic] zu wollen wenn er seine
Reue erklärt was man aber in der
Zeitung publiciren wird. Ob er diese
Bedingung annimmt.

Verzeihen Sie die viele, viele
Belastigung!
AHt

Berlin Donnerstags

| 2v

Sr Wohlgeboren
Herrn Prof. Kunth
mit einem Hefte
AlHumboldt

Da ich die Nov. Gen
nicht besize so muss
ich fragen ob T. I p 315
etwas anderes uber Piri-
guao Palme steht
als  Vgl. Humboldt 1826c, II, 91–102.

 [Schließen]
meine unbotanische
Bescheibung
?

Die Erstellung der Datenbestände der edition humboldt digital ist ein fortlaufender Prozess. Umfang und Genauigkeit der Daten wachsen mit dem Voranschreiten des Vorhabens. Ergänzungen, Berichtigungen und Fehlermeldungen werden dankbar entgegengenommen. Bitte schreiben Sie an edition-humboldt@bbaw.de.

Zitierhinweis

Alexander von Humboldt an Carl Sigismund Kunth. Berlin, Donnerstag, [11. Januar 1849], hg. v. Ulrich Päßler unter Mitarbeit von Klaus Gerlach und Ingo Schwarz. In: edition humboldt digital, hg. v. Ottmar Ette. Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Berlin. Version 6 vom 13.10.2020. URL: https://edition-humboldt.de/v6/H0000009


Download

 Dieses Dokument als TEI-XML herunterladen

Kanonische URLDieser Link führt stets auf die aktuelle Version.

https://edition-humboldt.de/H0000009

Versionsgeschichte

Dieses Dokument liegt auch in älteren Versionen der edition humboldt digital vor. Die Versionen, die eine Änderung gegenüber der jeweiligen Vorgängerversion beinhalten, sind mit einem Punkt gekennzeichnet.