| 1rIch werde von neuem wie Sie
aus der Anlage sehen, mit
der Einfuhrung der Dahlien
gequält. Senden Sie mir
theurer Kunth, deshalb
doch den Theil des   Aiton 1789.
 [Schließen]
Hortus
Kewensis
, wo die Einfuhrungs
epoche
durch Lady Holland
(die die Pflanze von
Cavanilles in Madrid erhielt)
steht[.]

Ich weiss dass als ich
zurukkam 1804 violette
Dahlien, bloss diese in
Paris existirten; ich
glaube aber dass die
gelben u orangenen auf dem
| 1v ganzen Continent von
unseren Saamen sind
ja auch dass alle
Dahlien (violette u gelbe)
in Deutschland von
uns sind.

Sie konnen denken wie
wenig mir an dem Plunder
einer solchen Einfuhrung
liegt: Es wäre doch
aber gut einmal daruber
historisch aufs reine
zu kommen. Darf ich
Sie daher gutigst
bitten, ehe Sie mir
die Anlage zuruksen
den
an Herrn Director
Otto
der meine Hierogly
phen nicht lesen
| 2rwürde Abschrift dieses
Briefchens zu senden und
ihn zu bitten frei von
allem Wunsch mir gefallig
zu sein, bestimmt auszu
sprechen ob ich recht
habe od ob auch in
Deutschland (Dresden u
Berlin
) vor unserer Rukkunft
überhaupt Dahlien od. ob
violette aber keine gelben
rothen u orangenen existirten[.]

Verzeihen Sie diese
kleinliche Stöhrung und
nehmen Sie, theurer
Freund, zur Stärkung
ein Duzend bout. Port
wein an den ich aus
Bremen habe kommen lassen[.]

A Humboldt

Dienstag

Zitierhinweis

Alexander von Humboldt an Carl Sigismund Kunth. [Berlin], Dienstag, [vor 14. August 1838.], hg. v. Ulrich Päßler unter Mitarbeit von Gerlach und Ingo Schwarz. In: edition humboldt digital, hg. v. Ottmar Ette. Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Berlin. Version 2 vom 14.09.2017. URL: http://edition-humboldt.de/v2/H0012104


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