1968/1983

Die in dieser Edition vorgelegte Chronologie basiert auf der Schrift

ALEXANDER VON HUMBOLDT. Chronologische Übersicht über wichtige Daten seines Lebens. Bearbeitet von Kurt-R. Biermann, Ilse Jahn und Fritz G. Lange. 2., vermehrte u. berichtigte Auflage, bearbeitet von Kurt-R. Biermann unter Mitwirkung von Margot Faak und Peter Honigmann. Berlin: Akademie-Verlag 1983 (Beiträge zur Alexander-von-Humboldt-Forschung. Bd. 1).

Aus dem Vorwort zur 2. Auflage der Druckfassung Diese Übersicht will „nicht nur ein Instrument für die Humboldt-Forschung, sondern darüber hinaus den zahlreichen Humboldt-Verehrern ein Orientierungsmittel sein. Sie stellt viele falsche Daten in der Humboldt-Literatur richtig und korrigiert auch Irrtümer Humboldts selbst, die ihm, meist bei der Erwähnung lange zurückliegender Ereignisse, unterlaufen sind. Hingegen kann und will sie weder eine Humboldt-Biographie noch eine Humboldt-Bibliographie ersetzen. […] Die Reihenfolge der auf den Reisen berührten Orte ist nicht immer gesichert, weil gelegentlich nicht zu ermitteln war, ob es sich um auf der Reiseroute nacheinander aufgesuchte Ortschaften oder hier und da um Exkursionen von einem vorübergehenden Standort aus gehandelt hat. Die Sigle B weist darauf hin, daß nicht das Datum des Beginns oder des Endes einer Reise oder eines Ereignisses feststellbar ist, jedoch ein Datum oder mehrere Daten während des Ablaufs belegt sind. Die zahlreichen, aber nicht vollständig bekannten Inspektionsreisen während Humboldts Tätigkeit im fränkischen Bergbau (1792-1796) konnten ebensowenig durchgängig berücksichtigt werden wie die späteren, von Humboldt selbst als "Pendelschwingungen" bezeichneten ungezählten Fahrten von Berlin nach Potsdam und zurück sowie seine Besuche in Tegel und seine Ausflüge nach Paretz. Bei der Wiedergabe der großen Reisen konnte nur eine kleine Auswahl der besuchten Orte aufgeführt werden. Dagegen wurden auch eine Anzahl zusätzlicher Informationen einbezogen, soweit dies der Zweckbestimmung dienlich schien, und zwar vor allem in solchen Zeitabschnitten, aus denen verhältnismäßig wenige Informationen vorliegen. Die ungezählten Begegnungen mit bedeutenden Persönlichkeiten konnten nur in Auswahl erwähnt werden - kennen wir doch heute über 2500 Personen [2017: rund 2800], mit denen Humboldt in Beziehung gestanden hat. Möglichst vollständig wurden die Humboldtschen Vorträge auf Sitzungen der Pariser und der Berliner Akademie erfaßt sowie die datierten Vorworte und dgl. Sonst wurden Schriften und Leistungen Humboldts nur dann in die Aufstellung einbezogen, wenn besondere Gründe eine Ausnahme angebracht erscheinen ließen. Ferner blieben alle Daten unberücksichtigt, die aus gebräuchlichen Übersichten und Tabellen zur politischen, Kultur- und Wissenschaftsgeschichte entnommen werden können. Der zeitgeschichtliche Hintergrund, vor dem sich Humboldts Leben abgespielt hat, wird nur dann deutlich gemacht, wenn Humboldt selbst handelnd oder wenigstens als unmittelbarer Zuschauer an den Ereignissen beteiligt war. [...] Berlin, im Herbst 1980 Prof. Dr. rer. nat. habil. Kurt-R. Biermann[1]
Leiter der Alexander-von-Humboldt-Forschungsstelle
der Akademie der Wissenschaften der DDR."
[1] Kurt-R. Biermann (1919-2002) war von 1969 bis 1984 Leiter der A.-v.-Humboldt-Forschungsstelle.

Dieser Band ist eine erweiterte Fassung der ersten, bereits 1968 erschienenen Auflage. Doch auch die Auflage von 1983 ist beim Verlag bereits seit über 20 Jahren vergriffen.

2001

2000 wurde die Chronologie auf Initiative von Ingo Schwarz inhaltlich erweitert und auf eine elektronische Publikation umgestellt, die von 2001–2017 im Netz verfügbar war.

Seitdem wurden zahlreiche Anregungen, Korrekturvorschläge, Ergänzungen etc. in die Chronologie aufgenommen. Zu danken ist hier insbesondere Dominik Erdmann, Margot Faak und Maria Hartz, Berlin; Georg von Humboldt-Dachroeden, Brunnthal; Gabriele Liebenow, Parchim; Andreas Graf, Köln; Bärbel Holtz, Gaby Huch, Sebastian Panwitz und Karin Reich, Berlin; Vita von Wedel, Hamburg; Eberhard Schulz-Lüpertz,  Ottobrun; Thomas Wiercinski, Saarbrücken sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Alexander-von-Humboldt-Forschungsstelle, Berlin. Die redaktionelle Umsetzung der ersten elektronischen Fassung lag ursprünglich in den Händen von Christin Behrendt.

2017

2017 wurden alle Einträge der bisherigen Chronologie als TEI-XML-Datensätze neu angelegt und im Mai in der hier vorliegenden Fassung veröffentlicht. Personen- und Ortsnamen wurden in vielen Fällen bereits mit den jeweiligen Registereinträgen der edition humboldt digital verknüpft und werden derzeit weiter ausgezeichnet. Erstmalig ist eine Volltextsuche über den gesamten Datenbestand der Alexander von Humboldt-Chronologie möglich.

Ein entscheidender Vorteil der jetzt erfolgten Datenkuratierung von HTML zu XML ist die Einbindung externer Ressourcen.

  • Briefe aus dieser Edition
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  • Unselbständige Schriften Alexander von Humboldts im „Deutschen Textarchiv“
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  • Briefe von und an Humboldt aus „correspSearch“
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